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1

Samstag, 25. April 2009, 21:18

Ein Kaktus soll seinen Topf beherrschen

Hallo,

ein Kaktus soll seinen Topf beherrschen - ist ja so eine alte Faustregel. Allerdings gehe ich hier wohl viel zu verschwenderisch mit dem Platz um und gönne meine Kakteen doch gerne ausreichend Wurzelraum. Vorzugsweise in Rübenwurzlertöpfen um nicht allzuviel Platz zu vergeuden (so müssen halt auch Grasbewohner wie Notokakteen lernen, ihre Wurzeln in die Tiefe auszubreiten...). Sicherlich ist dies auch nicht immer sinnvoll. Allerdings finde ich es immer faszinierend wie manche Leute es schaffen, dass ihre Kakteen aus Vierkanttöpfen Rundtöpfe zu machen.

Siehe der Notocactus magnificus rechts hinten oder die Mammillaria lasiacantha ssp. hyalina links vorne: http://www.sukkulentenforum.de/index.php…968b7bf686d98ce

Ganz interessant fand ich allerdings diese Mammillaria magnimamma. Ratet mal wie groß der Topf vorher war...

Vielleicht haben ja andere Leute hier ähnliche Extrembeispiele parat.

Viele Grüße - Matthias (Shamrock)
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  • Mam.magnimama_klein.jpg
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


2

Sonntag, 26. April 2009, 11:18

Moin Matthias,

ja so sieht´s aus. Man kommt schon manchmal ins Schmunzeln, wenn man andere Sammlungen sieht. Von "erfahrenen" Sammlern muß man sich dann anhören, dass es Sinn macht kleine Töpfe zu nutzen, die Pflanzen sollen ja blühen und nicht wachsen! Ich stelle dann immer die Frage, wer denn am Heimatstandort diese mehrere Quadratmeter großen Töpfe ins Erdreich einläßt, und warum die Pflanzen denn dann auch noch die Frechheit besitzen, regelmäßig und sogar mehrfach im Jahr zu blühen, obwohl sie doch damit gegen diese "Regel" verstoßen!

ciao, Tom.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

3

Sonntag, 26. April 2009, 20:44

Eben Tom - schön formuliert. Darauf wollte ich auch etwas hinaus... Zudem tun mir die Pflanzen in meiner Sammlung richtig leid, wenn ich sie in so kleinen Töpfchen sehe. Ich kann dann gar nicht mehr anders! Da ich nicht aussäe und somit auch nicht pikieren muss, habe ich wohl zuviel Zeit zum Umtopfen. ;)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


4

Sonntag, 26. April 2009, 21:13

8) Moin Matthias,

eigentlich kann man gar nicht genug Zeit mit seinen Pfleglingen verbringen, wenn da nicht die Familie wär, wenn da nicht die Arbeit wär wenn da nicht.............

ciao, Tom.
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Tom

5

Sonntag, 26. April 2009, 21:51

Hi Tom,

das macht man doch gerne! Schließlich sollen ALLE Familienmitglieder die bestmöglichen Kulturbedingungen bekommen. Hier mein Sprößling gestern auf dem Spielplatz (das Gras ist gestochen scharf aber unser Raúl hat unter dem Bild-Verkleinern etwas gelitten).

Grüße (auch an deine Familie und Kakteen) - Matthias (Shamrock)
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  • Raúl0409 017_klein.jpg
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6

Montag, 27. April 2009, 16:39

Ich versuche meine Pflanzen so weit dies in Kultur machbar ist, möglichst natürlich zu halten und deshalb zwänge ich sie nicht in kleine Töpchen, sondern stelle ihnen ausreichend Platz zur Verfügung, indem ich sie wie schon erwähnt in Blumenkasten kultiviere.

7

Montag, 27. April 2009, 20:52

Ein weiter Vorteil deiner Vorgehensweise (die ich übrigens wirklich gut finde). In der Natur stoßen Wurzeln eben auch nicht an Topfgrenzen - nur an Felswände o.ä. In der Regel gibt es dann immer noch genügend Ausweichmöglichkeiten in andere Richtungen. Nur im kleinen Töpfchen ist halt Schluß. Ob das in mineralischen Substraten mit kaum Nährstoffreserven sinnvoll ist wage ich zu bezweifeln.
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8

Mittwoch, 6. Mai 2009, 23:22

Man darf natürlich nicht vergessen, dass für die Leistungsfähigkeit des Wurzelsystems in erster Linie dessen Zustand und nicht dessen Ausdehnung entscheidend ist. Geeignete Kulturmethoden können hier hilfreich sein. In Kultur wird auf die eine oder andere Weise planmässig gedüngt und da muss das Wurzelsystem auch nicht die erhebliche Ausdehnung aufweisen, wie man sie an den Standorten findet.

Es macht unter Umständen durchaus Sinn nicht zu grosse Töpfe zu verwenden und es ist auch vernünftig beispielsweise Mammillarien und Turbinicarpen nicht zu schnell wachsen zu lassen und die Wasser- und Düngergaben entsprechend anzupassen.

Man kann kleine Töpfe in einen Balkonkasten einfüttern, dies muss aber nicht geschehen, um den Wurzeln mehr Raum zu geben, sondern um den Wurzelraum vor Temperaturschwankungen zu schützen - d.h. einerseits vor Überhitzung, andererseits aber auch um zu Verhindern, dass die Pflanzen nasse und kalte Füße bekommen.

9

Samstag, 9. Mai 2009, 22:19

Man darf aber auch nicht vergessen, dass es Kakteen gibt die sich während der Ruhezeit mitunter komplett in das Substrat zurückziehen, was aber nur in einem ausreichend großen Pflanzgefäß möglich ist.

10

Montag, 11. Mai 2009, 08:21

Ich kann Edmund nur zustimmen. Obwohl ich Kakteen auch nicht gerne in zu kleinen Töpfen sehe, muss man mit zu grossen Gefässen auch aufpassen. Setzt man eine langsamwüchsige Kaktee in einen sehr grossen Topf, wird dieser nie (resp. sehr langsam) durchwurzelt, was dazu führt, dass das Substrat nach dem Giessen unter Umständen sehr lange feucht bleibt (währenddessen die kleineren Töpfe schon wieder staubtrocken sind, sind die grossen noch sehr feucht). Gerade bei nässeempfindlichen Arten kann das zu Fäulnis und dem Verlust der Pflanze führen.

Ebenfalls sind Kulturpflanzen nicht auf ein riesiges Wurzelwerk angewiesen, da sie ja von uns regelmässig gegossen werden, im Gegensatz zu ihren Heimatstandorten, wo es unter Umständen monatelang nicht regnet!

11

Montag, 11. Mai 2009, 19:32

@markus77,

ohne Frage bleibt das Substrat in einem Blumenkasten länger feucht als in einem kleinen Blumentopf, was ich aber keinesfalls als Nachteil sehe. Ich kultiviere sämtliche Kakteen, ob groß oder klein, inklusive der Sämlinge, in Blumenkasten und habe bisher nur gute Erfahrungen mit dieser Methode gemacht.

12

Dienstag, 12. Mai 2009, 11:41

@markus77,

ohne Frage bleibt das Substrat in einem Blumenkasten länger feucht als in einem kleinen Blumentopf, was ich aber keinesfalls als Nachteil sehe. Ich kultiviere sämtliche Kakteen, ob groß oder klein, inklusive der Sämlinge, in Blumenkasten und habe bisher nur gute Erfahrungen mit dieser Methode gemacht.


Hallo Markus

Sicher ist die Kastenkultur kein Problem (im Gegenteil). Sobald man aber Kastenkultur und Topfkultur nebeneinenader betreibt, muss man einfach berücksichtigen, dass wenn die Töpfe staubtrocken sind, die Kästen noch immer relativ feucht sein können und bei erneutem Giessen es dann irgendwann zu nass für empfindliche Kakteen werden kann. So habe ich das eigentlich gemeint.

Gruss
Markus

;)

13

Montag, 18. Oktober 2010, 14:53

Allerdings gehe ich hier wohl viel zu verschwenderisch mit dem Platz um und gönne meine Kakteen doch gerne ausreichend Wurzelraum. Vorzugsweise in Rübenwurzlertöpfen um nicht allzuviel Platz zu vergeuden (so müssen halt auch Grasbewohner wie Notokakteen lernen, ihre Wurzeln in die Tiefe auszubreiten...).

Und die Notos haben es gelernt, wie ich beim Einräumen feststellen konnte...
Von einem Minitopf innerhalb von zwei Jahren, mit nun ca. 10fachen Wurzelraum, die Abzugslöcher (trotz Abdeckvlies darüber) zu Durchwurzeln - Respsekt!
»Shamrock« hat folgende Bilder angehängt:
  • Noto.jpg
  • Noto unten.jpg
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14

Montag, 18. Oktober 2010, 18:45

8) Moin Matze,

jaaah, wenn er Platz bekommt.........................................

ciao, Tom.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

Jörg H.

unregistriert

15

Dienstag, 2. Juli 2013, 10:46

Topfgröße

Hallo zusammen!

Da viele von Euch ja schon recht lange praktische Erfahrungen besitzen, möchte ich mal fragen, womit Ihr am besten zurechtkommt, was die Topfgröße betrifft.
Ist es grundsätzlich von Vorteil, keine zu großen Töpfe zu verwenden? Bei einigen Arten hab ich jetzt gelesen, daß dies das Wachstum sogar behindern würde.
Da ich selbst dazu neige, Pflanzen immer eine Umgebung "auf Zuwachs" zu verschaffen, bin ich da jetzt etwas verunsichert.
Oder kann man es nicht pauschal sagen?

Gruß, Jörg

16

Dienstag, 2. Juli 2013, 11:10

Relativ, Jörg, relativ... Wie du (hoffentlich) bemerkst, habe ich deinen Beitrag mal verschoben. Die Diskussion hatten wir schonmal und so bleibt´s auch übersichtlicher.

Es kommt natürlich auch immer darauf an, was man im Topf kultiviert. Manche Kakteen wachsen im Gras und haben ein flaches, weitverzweigtes Wurzelsystem um mit der Begleitvegetation konkurrieren zu können und andere Kakteen haben massive Rübenwurzeln.

Meine grundsätzliche Meinung zur Topfgröße habe ich ja weiter oben bereits kundgetan. Also sei nicht zu geizig. Es hat schon einen Grund warum frei ausgepflanzte Säulen in GWH-Grundbeeten mitunter doppelt so schnell wachsen wie in Töpfen. Aber auch hier muss halt jeder selbst wissen was er letztendlich will.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


17

Dienstag, 2. Juli 2013, 11:13

Hallo,
hier möchte ich euch mal meinen ältesten Selbstausgesäten und einen der jüngsten im Vergleich vorstellen:

index.php?page=Attachment&attachmentID=19477

Die große Kugel habe ich vor ca. 30 Jahren gesät (aus einer Samenmischung). Der Kleine ist ca zwei Jahre alt.
Es grüßt Josef

Hallo Jörg,
ich glaube auch, dass ein Topf nicht zu groß sein soll. Das Beispiel oben zeigt, dass es auch funktioniert.
Es grüßt Josef

18

Dienstag, 2. Juli 2013, 12:16

nicht zu groß

Eben. Gerade unsere Pfleglinge, die nicht auf Wiesen wachsen, mögen keine feuchten "Füße". Bei einem zu groß bemessenen Topf, kann das Substrat aber nicht schnell genug abtrocknen. Lieber einmal mehr umtopfen, wenn die Pflanze zu groß für den Topf wird. 8)
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

Jörg H.

unregistriert

19

Dienstag, 2. Juli 2013, 13:49

Also das mit dem nicht schnell genug trocknenden Substrat im großen Topf kann ich schon nachvollziehen.
Deshalb bin ich in der Hinsicht zur Zeit auch recht akribisch und prüfe die Feuchtigkeit häufig nach - eben nicht nur oben.
Mir scheint, da ich das nun tue, wachsen die Pflanzen nun auch besser und schöner.
Man muß sich halt immer wieder vor Augen halten, daß Nicht-Sukkulente (die mich seit Jahrzehnten begleiten) in mancherlei Hinsicht völlig anders behandelt werden (müssen!).

Danke für die Antworten! :thumbup:

Gruß, Jörg

20

Mittwoch, 3. Juli 2013, 22:29

Ich bin auch eher die Verfechterin der kleinen Töpfe. Wohl weil mein Platz so beschränkt ist und meine Pflanzen trotzdem so schnell und unverschämt groß wachsen. Außerdem eröffnet mir das die Möglichkeit, die Sukkulenten fast gleich viel zu gießen,wie die non-Sukks. Und das ist für mich wieder recht praktisch, weil ich keine separaten Behandlungstaktiken brauche.
Alles Liebe
Sabel