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Mittwoch, 30. Mai 2018, 09:11

5 Kakteen-Neuankömmlinge, wie weiter pflegen

Hallo liebe Forengemeinde!

Nur kurz vorab: ich war hier mal unter dem Namen "Felicitas" unterwegs. Leider hatte ich diesen Namen mit Unbedacht gewählt, da dies der Name unserer verstorbenen Hündin war, und jetzt tut es mir weh, den Namen zu verwenden. In Anlehnung an meine türkischen Wurzeln habe ich jetzt "Diken" gewählt, das heißt "Dorn" auf türkisch ;)
Ich hoffe, ich "treulose Tomate" darf mich nun erneut mit ein paar Fragen an euch wenden.
Ich habe mir Zuschlagsstoffe bei Kakteen Haage bestellt, da ich Grünpflanzen umtopfen wollte. Dabei ist irgendwie auch ein "Einsteigersortiment Kakteen" im Warenkorb gelandet...
Nun habe ich die 5 Kleinen hier, habe sie auch schon alle ins Herz geschlossen, wobei ich zugegebenermaßen rein optisch auch schon 2 Favoriten habe, und zwar den Notocactus und den /das Gymnocalycium, warum auch immer...
Nun habe ich ein paar Fragen bezüglich ihrer weiteren Pflege, will ja, dass die Kleinen weiterhin gut gedeihen.

Als sie vor ein paar Tagen ankamen, habe sie bei uns raus in den Garten auf ein Mäuerchen in den Schatten gestellt. Lasse sie auch weiterhin draußen stehen.
Gut oder nicht so gut?

Dann habe ich überlegt wegen Gießen, da das Substrat knochentrocken war. Diese Entscheidung wurde mir gestern allerdings abgenommen, da sie in einen starken Regenguß gekommen sind, und nun ist das Substrat naß. Habe sie jetzt so gestellt, dass sie im Schatten sind, aber überdacht, dass sie nicht mehr naß werden können. Wie oft soll ich sie denn überhaupt gießen?

Die Töpfchen sind alle sehr klein, in denen sie sich befinden. Unten kommen schon die Wurzeln raus. Das hatte ich irgendwie nicht bedacht, als ich sie bestellt habe, dass ich die eigentlich direkt umtopfen muss, oder? Soll ich das jetzt machen?

Jetzt kommen die üblichen Substratfragen ;) : ich hatte mir ja wie eingangs erwähnt Zuschlagsstoffe bei Haage bestellt. Jetzt habe ich aber fesgestellt, dass ich nicht aufgepasst habe und vieles in einer viel zu großen Körnung bestellt habe :( , z.B. Kieselgur 4-6 mm, auch das Zeolith, das sind richtige kleine Steinchen..das ist doch viel zu grob für die Kleinen, oder? Soll ich nochmal eine neue Bestellung tätigen, alles in kleinerer Körnung?

Und noch Folgendes: ich hatte mir aus einem anderen Internetshop Palmenerde von Ökohum bestellt, zum Umtopfen einer Yucca die ich hier habe, die Erde sieht für mich als Laien auch ganz ok für Kakteen aus, kann ich die da auch mit reinmischen dann? Werde gleich mal versuchen ein Foto von dieser Erde einzustellen, da sind auch viele kleine Steinchen drin. Aber auch hier glaube ich, eventuell von der Körnung her zu groß..

Und zu guter Letzt: ich habe keine so viereckigen Töpfe aus Kunstoff wie ihr sie alle habt, soll ich die auch nochmal bestellen? Oder kann ich runde kleine Tontöpfe nehmen, was ist nochmal der Nachteil von Ton?

Es tut mir leid, dass alles etwas länger geworden ist, aber ich will ja von Anfang an alles richtig machen. Danke schon mal im Voraus für eure Hilfe und für das Durchlesen.

Liebe Grüße,

Serpil
»Diken« hat folgende Bilder angehängt:
  • FünfKakteen.jpg
  • Palmenerde.jpg

2

Mittwoch, 30. Mai 2018, 09:27

Ich habe nochmal genau nachgeschaut, also ich habe da:

Bims 2-5 mm Körnung
Kieselgur 4-6mm Körnung
Zeolith wirklich große Körnung, steht keine mm-Angabe auf der Packung,
Lavalit so gemischt große und kleine Körner,
Blähschiefer einen kleinen Rest von vor Jahren, kleine Körnung

Kann ich das alles überhaupt zusammen nehmen, muss ich was wegen dem ph-Wert oder so beachten, hatte das hier auch mal irgendwo gelesen dass man das beachten solle....?

Liebe Grüße,

Serpil

3

Mittwoch, 30. Mai 2018, 10:17

Merhaba Serpil,

welcome back! :thumbup: Man liest sich immer zweimal im Leben, oder wie war das? ;)

Die vollzogene Namensänderung ist nachvollziehbar...

Klar, aus dem Substrat kann man eine Wissenschaft machen. Fragst du 100 Pfleger, erhältst du 110 verschiedene Meinungen. Alternativ kannst du dich über die foreninterne Suchfunktion zum Thema Substrat hier auch totlesen. Andere dagegen sehen´s pragmatisch und sagen, "das Substrat ist nur dazu da, dass der Kaktus nicht umfällt". Auch deren Kakteen wachsen, gedeihen und blühen... Alles klar? ;)
Mineralisch und die Körnung passt schon auch. Misch einfach zusammen, was du schon da hast. ;) Spricht bestimmt auch nichts dagegen, dass du ETWAS von deiner Yucca-Erde mit reinmischt.

Und klar, raus in die volle Sonne mit den Kleinen! Und wenn sie mal Regen erwischen, dann ist das auch halb so wild. Lediglich Dauerregen bei Kälte wäre jetzt nicht so nett. Kakteen sind keine Weicheier. ;)
Als grobe Faustregel: Kakteen immer dann gießen, wenn das Substrat komplett trocken ist. Wenn du dir diesbezüglich nicht sicher bist, dann lieber noch ein paar Tage warten. Kakteen kann man deutlich schneller ersäufen, als man sie vertrocknen lassen kann. ;) Aber soweit ich das auf dem Foto erkenne, hast du da sowieso eher robuste Arten, welche auch über etwas mehr Wasser sicher nicht meckern werden.

Vierkant-Plastiktöpfe haben den Vorteil, dass man sie platzsparend nebeneinander schlichten kann, während man bei runden Tontöpfen unnötig Platz verschenkt. ;)
Ton hat den Vorteil, dass das Substrat schneller trocknet (ggf. also auch mehr Gießbedarf...) und mehr Luft an die Wurzeln kommt. Höhere Kakteen stehen darin auch etwas weniger wacklig. ;) Der Nachteil ist, dass Wurzeln immer die Feuchtigkeit suchen und dann alle am (Ton)Topfrand entlang wachsen und dort kleben. An sich kein Thema - nur wenn man dann umtopft, reißt man halt den Großteil der Saugwurzeln mit ab. Hat eben alles seine Vor- und Nachteile. ;)

Hab ich was vergessen? Ansonsten kein Thema: Bei Unklarheiten gerne fragen! Aber im Gegenzug wollen wir dann auch erfahren, wie sich deine Pfleglinge im Laufe der Jahre entwickeln. ;)

Gutes Gelingen!

Matthias
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


4

Mittwoch, 30. Mai 2018, 11:35

Und klar, raus in die volle Sonne mit den Kleinen!

Vorsicht damit, wenn sie bis jetzt im Schatten standen - langsam an die Sonne gewöhnen! Lieber erst mal eine Stunde oder an einem halbwegs bewölktem Tag - sonst sehen die bald nicht mehr so schön aus....

5

Mittwoch, 30. Mai 2018, 11:51

Na ich hoffe doch mal, dass sie beim Haage bisher auch etwas Sonne abbekommen haben... ;)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


6

Mittwoch, 30. Mai 2018, 12:03

Aber wohl im Gewächshaus - ist doch was ganz anderes. Ich wäre jedenfalls vorsichtig...

7

Mittwoch, 30. Mai 2018, 21:30

Merhaba, Matthias, und cok tesekkürler für Deine Ratschläge! :thumbsup:


Man liest sich immer zweimal im Leben, oder wie war das? ;)
Gut gesagt! :D


Aber im Gegenzug wollen wir dann auch erfahren, wie sich deine Pfleglinge im Laufe der Jahre entwickeln. ;)

Jaaa, ich gelobe Besserung, versprochen! Ich hoffe die Armen überleben bei mir Anfänger, wir werden sehen...aber ich versuche mein Bestes. Aber unter eurer Anleitung mache ich mir da keine Sorgen :love:


Aber soweit ich das auf dem Foto erkenne, hast du da sowieso eher robuste Arten
Ich habe mal abgeschrieben:

Notocactus ottonis v. acutangularis FR1266c
Echinopsis cardenasiana
Mammillaria bocasana SB524 w. of San Luis Potosi, SLP, MEX
Rebutia pulchella
Gymnocalycium eurypleurum P431 South of Cerro leon, Nueva

Ich habe heute auf dem Gymnocalycium zwei so rot-schwarze, relativ große Käfer entdeckt, die sich zwischen den Dornen niedergelassen hatten X( Habe sie natürlich sofort enfernt. War gar nicht so einfach, die klebten da förmlich drauf und wollten gar nicht weg! Könnten das Schädlinge sein oder haben die den Kaktus nur zum Sonnenbaden benutzt? Habe leider kein Foto gemacht, versuche ich aber das nächste mal wenn ich die Gesellen wieder entdecken sollte.

Danke, Hobi, auch für Deinen Einwand! Hmmmmm, vielleicht sollte ich sie vorsichtshalber doch erst etwas langsamer an die Sonne gewöhnen, nur so zur Sicherheit?

Habe jetzt doch beschlossen, nochmal bei Kakteen Haage zuzuschlagen, mich haben die Vorzüge von Vierkant-Kunstofftöpfen überzeugt.
Dann bestelle ich vielleicht doch auch noch grad noch ein paar Zuschlagsstoffe in kleinerer Körnung.
Sonst noch irgendwelche Ideen was sinnvoll ist und ich direkt gleich mitbestellen sollte, wenn schon, denn schon.. :rolleyes: irgendwelche Ideen womit ich meinen Geldbeutel noch erleichtern könnte, was man als Kakteenbeseitzer undbedingt haben muß? 8o ^^

Lieben Gruß,

Serpil

8

Mittwoch, 30. Mai 2018, 21:57

Bir şey değil!

irgendwelche Ideen womit ich meinen Geldbeutel noch erleichtern könnte, was man als Kakteenbeseitzer undbedingt haben muß?
Hmh, Kakteen vielleicht?
Bestell einfach mal so einen Thelocactus bicolor mit, damit machst du sicherlich nichts verkehrt... :whistling:


Relativ große rot-schwarze Käfer - das ist natürlich eine Aussage... Da fallen mir auf Anhieb einige ein... Aber ich wüsste davon keinen, der hartnäckig sitzen bleibt. Wie definierst du relativ groß? In einem Garten kommen Feuerwanzen gut in Frage, welche oft als Käfer angesprochen werden. Ansonsten auch Marienkäfer, aber die erkennst du ja sicherlich. Ein Bienenkäfer vielleicht? Wobei die aber auch gleich abhauen, wenn man sie bepöbelt. Eher länglich? Eher rund? Musterung der Farben? So oder so kann ich mir Schädling kaum vorstellen.

Echinopsis und Notocactus mögen gerne mal etwas mehr Wasser. Evtl. auch das Gymnocalycium.
Die Rebutia fühlt sich als Gebirgsbewohner bei einer Frischluftkultur sicherlich richtig wohl. :thumbup:

Ich bin mir sicher: Du wirst sie durchkriegen! :thumbup:
Weißt du auch schon, wo und wie du sie überwintern wirst?
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


9

Donnerstag, 31. Mai 2018, 19:50

Haha, Matthias, cok güzel, ich glaube ja bald, Du sprichst besser türkisch als ich 8o :thumbup:

Ich habe heute einen der besagten Käfer fotografieren können, diesmal trieb er sich auf der Rebutia herum. Bei näherer Untersuchung entdeckte ich auch noch eine Leiche derselben Käfer-Gattung, die in den Dornen hing.
Übrigens ist der Käfer nicht rot-schwarz, sondern orange-schwarz, irgendwie hatte ich den anders in Erinnerung... :rolleyes:
Vielleicht hat ja einer eine Idee, was das sein könnte und ob er Schaden anrichten kann.
Bestell einfach mal so einen Thelocactus bicolor mit
Ich tue wie mir geheißen, allerdings erst bei der übernächsten Bestellung, da es sonst wieder 2 Wochen dauert bis die Bestellung ankommt. Ich wurde von einer netten Dame am Telefon aufgeklärt, dass das momentan die Wartezeiten sind, wenn Pflanzen bei der Bestellung mit dabei sind. Oder ich rufe nochmal an, bestelle alles zusammen und frage ob die mir die Zuschlagsstoffe und Töpfe gesondert vorher schicken können, aber dann zweimal Versandkosten...mal sehen..
Aber der Thelocactus gefällt mir auch gut, mit den verschiedenfarbigen Dornen, habe den von Herrn Spaniol in dem entsprechenden Thread bewundert.

Tjaaa wegen der Überwinterung...da habe ich mir auch schon Gedanken gemacht...und bin noch zu keinem befriedigenden Schluß gekommen...eventuell bei uns oben im nicht bewohnten Dachgeschoß, da heizen wir nicht, oder kaum, und es ist relativ hell...stimmt doch, dass Kakteen hell und kühl überwintern sollen? Was heißt eigentlich genau "kühl", mitunter kann es da oben schon auch eher kalt werden...hast du vielleicht eine ungefähre Temperaturangabe?

Ach ja, soll ich eigentlich vertrocknete Blüten abmachen bzw. wegzupfen oder warten bis die von selber abfallen? Wie macht ihr das?

Und mir ist noch eingefallen, ich muß doch auch düngen, oder? Bin verwirrt ob der Auswahl bei Haage.
Soll ich einfach den flüssigen Kakteendünger bestellen, oder brauche ich noch spezielle Sachen, wie Baldrianblütenextrakt, Biplantol, Blattzellennährstofflösung, und was es da sonst noch gibt...? ?(

Grüße,

Serpil
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  • Käfer2.jpg

10

Donnerstag, 31. Mai 2018, 22:10

Kesinlikle değil! :D

Also dein Käfer ist gar kein Käfer - aber er will mal einer werden. Wenn er sich dort hartnäckig aufhält, ist das eigentlich gut, aber eigentlich auch ein schlechtes Zeichen. Das ist die Larve eine Marienkäfers und wie die meisten erwachsenen Marienkäfer, frisst auch er am liebsten Läuse. Guck bitte mal ganz genau, ob die Larve dort auch was zu Futtern findet. Blattläuse sind bei Kakteen sehr unwahrscheinlich, aber Wollläuse können schon öfter mal auftreten. Wenn die Marienkäferlarve dort nichts essbares finden würde, wäre sie ja normalerweise auch längst weitergezogen. Und wenn sie dort was zu essen findet, dann sei ganz lieb zu ihr, bis du zu anderen Maßnahmen gegen die Läuse greifst. Findest du allerdings keine Läuse, dann solltest du mit der Larve mal besprechen, was sie auf deinen Kakteen macht.

Der Thelocactus bicolor fiel mir spontan ein, da er eigentlich halbwegs pflegeleicht ist und zuverlässig mehrfach im Jahr mit riesen Blüten blüht. Ansonsten gäbe es da natürlich schon noch deutlich mehr Empfehlungen... (Seti)Echinopsis mirabilis wäre auch eine hervorragende Idee für etwas fortgeschrittene Anfänger.

Vertrocknete Blütenreste nie mit Gewalt abreißen, sondern immer leicht zupfen. Sonst riskierst du nur unnötige offene Wunden. Wenn sie soweit sind, dann lösen sie sich auch ganz von allein bei leichtem Zupfen.

Als Dünger reicht handelsüblicher Kakteendünger aus dem Baumarkt. Aber lieber in der halben angegebenen Dosierung. Bei einem rein mineralischen Substrat ist ja kaum Futter für die Kakteen mit drin, da ist Düngen schon wichtig. Viele Düngen bei jedem Gießen, aber dann halt entsprechend niedrig dosiert. Ich geb beispielsweise bei jedem zweiten oder dritten Gießen etwas Dünger mit rein. Im Spätsommer dann wieder entsprechend runterfahren, da soll ja dann auch das Wachstum langsam runtergefahren werden. Bloß keine Wissenschaft draus machen und einfach etwas nach Gefühl entscheiden. ;)
Sonstige Wundermittel bleiben jedem selbst überlassen. Esotheriker sollten natürlich alle davon griffbereit haben und andere probieren vielleicht mal das Eine oder Andere davon. Alles klar? ;)

Bei der Überwinterung ist das Licht sekundär. Die Kakteen sollen ja da auch schlafen und nicht wachsen und zum Schlafen brauchen sie kein Licht. Nur müssen sie bei einer dunklen Überwinterung im Frühling wieder entsprechend vorsichtig an die Sonne gewöhnt werden. Wichtiger als das Licht ist im Winter die niedrige Temperatur. Darf bei den allermeisten Kakteen (klar, Brasilianer oder Kakteen aus der Karibik halten davon wenig...!) schon hart bis an die 0 °C-Grenze gehen. Wobei es auch Kakteen gibt, welche hierzulande absolut frosthart sind. Bei deinem bisherigen Sortiment bist du mit 5 °C bis 10 °C ganz gut aufgestellt und kannst sie dann auch absolut trocken überwintern.
Als kalte aber frostfreie Überwinterungsplätze bieten sich neben Dachboden häufig auch Treppenhäuser, Garagen, Keller o.ä. an. Wenn du es nicht ganz so kalt hinbekommst, dann ist das auch nicht so wild. Geht evtl. etwas zulasten der Blütenfülle.

Vielleicht legst du dir mal eines der unzähligen Kakteenbücher für Anfänger zu, um deine Grundlagen etwas zu vertiefen. Die bekommst du bei amazon und Co. für ganz wenig Geld und bieten doch etwas mehr Informationsbreite, als unser Frage-Antwort-Spiel hier. ;) Selbstverständlich darfst du danach immer noch fragen, aber du weißt schon wie ich das meine... ;)

Çok selamlar!
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


11

Freitag, 1. Juni 2018, 17:47

Hallo Matthias,

danke dass Du den vermeintlichen Käfer identifiziert hast. Larve eines Marienkäfers! Bin in der Großstadt aufgewachsen, ich sah dann, wenn überhaupt, immer nur das "fertige Produkt" irgendwo rumschwirren. Wäre da selber nie drauf gekommen.
Also, ich habe gaaaaanz genau hingeschaut, tatsächlich waren auf einigen der Kakteen mini-mini-winzig kleine (noch nicht mal einen Millimeter glaube ich) fast durchsichtige Käferchen mit eher länglichem Körper unterwegs. Und die haben sich ganz schön rasant fortbewegt. (Blattläuse waren es aber nicht, die kenn´sogar ich, die entferne ich immer von unseren Rosenknospen.)
Wollläuse...hmm...sind die denn so schnell und wuselig? Optisch könnte es eventuell hinkommen. Ach ja, als ich die Töpfchen hochgehoben waren, tummelten sich einige auch darunter, also auch in Wurzelnähe 8| die sind dann aber auch blitzschnell weggeflitzt. Weiß nicht ob ich DIE fotografieren kann, diese Winzlinge. Na ja wie auch immer, werde es weiter beobachten wie du sagst.

Ansonsten, bin kere tesekkür ederim! für die ausführliche Beantwortung all meiner anderen Fragen, aber Du hast ja recht, den Rest werde ich versuchen mir per Lektüre anzueignen. Habe glaube auch schon ganz geeignete Literatur gefunden :)

Eine Frage kann ich mir leider doch nicht verkneifen: kann ich die denn jetzt schon umtopfen, obwohl die teilweise noch blühen? Oder sollte doch lieber damit warten, weil man während der Blüte die Pflanzen eigentlich in Ruhe lassen sollte?

Liebe Grüße,

Serpil

12

Freitag, 1. Juni 2018, 21:20

Naja, Umtopfen ist halt immer auch Stress für die Pflanze und den kann sie jetzt in der Blühphase sicher nicht brauchen. Also auf jeden Fall warten. Am besten topft man sowieso in der Winterruhe um, dann verschlafen sie nämlich den ganzen Stress und legen im Frühling gleich mit frischem Substrat um den Füßen los.

Wollläuse wirst du sicher nie flitzen sehen. Aber ich glaub, ich weiß was du meinst. Da muss ich aber auch passen. Keine Ahnung, was das für Tierchen sind. Die seh ich in letzter Zeit auch immer öfter mal.
Wenn sie rot sind und schnell flitzen, dann werden es Raubmilben sein und zählen auf jeden Fall auch zu den Nützlingen. Rein theoretisch könnten so nahezu durchsichtig auch Hornmilben in Frage kommen und die sind ebenso nicht schädlich. Vielleicht hilft dir eine gute Lupe sowie eine Google-Bildersuche ja etwas weiter?

Darf man neugierig fragen, welches Büchlein du ins Auge gefasst hast?
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


13

Samstag, 2. Juni 2018, 17:27

Ja, ich vermute es ist irgendeine Milbenart.

Milben gibt es zuhauf in unserem Garten, die besagten roten habe ich auch schonmal gesehen.
Herbstgrasmilben haben wir leider auch, bin immer übersät mit deren Stichen, es gibt nichts Schlimmeres als diese Biester, die Stellen jucken wie verrückt, und es dauert ewig, bis es verheilt ist X(

Hmmm, hatte mal bei Haage geguckt was die so für Literatur anbieten, ich dachte, da kann man nix falsch machen. Ich schwanke noch zwischen "Kakteen. Frische Ideen für Zimmer, Balkon und Garten" von Hans Friedrich Haage, oder aber dem Buch "Kakteen und Sukkulenten - Die häufigsten Arten, deren Vermehrung und Pflege" von Michael Januschkowetz.

Letzteres kostet 50 Euronen :S aber dafür hat man die Sukkulenten mit drin, von denen ich ja auch ein paar habe (z.B. die Orbea, um die ich mich jetzt gewissenhafter kümmern will).

Aber das von H.-F. Haage hört sich auch gut an, denke für Ensteiger genau das Richtige.. mal sehen...

14

Samstag, 2. Juni 2018, 19:31

Das Werk von Januschkowetz ist halt neu, deswegen ist es auch so teuer. Warte mal 10 Jahre, dann bekommt man´s gebraucht für € 1,50 + Porto... Ich hab´s bisher noch nie in der Hand gehabt und kann´s auch nicht beurteilen. ;)
Inkl. der anderen Sukkulenten gibt´s beispielsweise auch "Kakteen & andere Sukkulenten" von Terry Hewitt. Ganz sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber für einen Anfänger sicher brauchbar. € 2,61 gebraucht hab ich grad bei amazon geforscht... Etwas tiefer in die Materie geht dann Cullmann, Götz und Gröner mit "Kakteen". Leider nur kakteenbezogen aber schon sehr gut für den Einstieg. Die Literaturauswahl ist aber auch wirklich riesig...!

Mit Herbstgrasmilben musste ich bisher glücklicherweise noch nie nähere Bekanntschaft schließen. Bin aber auch ehrlich gesagt nicht scharf drauf. ;)
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Mittwoch, 6. Juni 2018, 08:27

Hey Matthias,

also, ich habe mir jetzt das Buch von Terry Hewitt bestellt.
(Ich meine, mal irgendwo gelesen zu haben,-glaube noch im alten Forum? -dass das auch Dein ersten Kakteenbuch war. Daher dachte ich ah, damit kann ja dann wohl nichts falsch machen, grins).



Und wenn sie dort was zu essen findet, dann sei ganz lieb zu ihr, bis du zu anderen Maßnahmen gegen die Läuse greifst. Findest du allerdings keine Läuse, dann solltest du mit der Larve mal besprechen, was sie auf deinen Kakteen macht.
Ich war lieb zu den Larven, allerdings konnte ich auch nichts mehr mit ihnen besprechen, da ich 3 weitere Larven-Leichen von der Rebutia gepflückt habe. :( Komisch, scheinbar haben sie sich den Kaktus als letzte Ruhestätte ausgesucht.

Übrigens, nebenbei, Du bist ja ein richtiger Flora-und Fauna-Experte 8o Hatte mal in dem entsprechenden Thread gestöbert. Kein Wunder, dass Du die Larve direkt identifiziert hast. Und toll, dass Du mit Deinem Sohn so viele Ausflüge unternimmst und ihn so an die Natur heranführst, wer macht das heutzutage noch! Wie schön, dass er so aufwächst, in unserem technisierten Zeitalter. Käfer und Co. in der Hand statt Smartphone, find´ich super!!!
So, nun warte ich auf das Buch von Hewitt, bin schon gespannt.
Ich brauche im Moment auch dringend Ablenkung, unserem 16-jährigen, über alles geliebten Kater, geht es nicht gut, daher war ich jetzt auch ein paar Tage nicht im Forum. Wenn der mal stirbt, bin ich eh reif für die Klapse ;(




16

Mittwoch, 6. Juni 2018, 19:39

Im alten Forum? Meinst du hier? http://www.forum-kakteenschmidt.de/wbb233/wbb2/index.php Oder bei deinem ersten Gastauftritt hier? Aber in der Tat, das war mein Einstiegsnachschlagewerk. Über manche Angaben oder Pflegehinweise kann man vielleicht den Kopf schütteln, aber im Großen und Ganzen macht man mit diesem Buch nichts verkehrt. Am Anfang werden kurz und bündig die Grundlagen vermittelt und dann kommt ein großer Vorstellungsteil. Wenig Text aber viel Überblick. Passt schon! :thumbup:

Als ich die hier gestern gesehen hab...

...musste ich auch gleich an dich denken. Aber was macht man mit der auf einem Kaktus? Wenn man ja doch mal irgendwelche Besucher nicht gesehen hat, dann können diese Larven ja wirklich unglaublich hilfreich sein. Sind aber keine Besucher da, dann verhungern sie dort doch. Ich hab keine Ahnung, welche Strecken die auf Nahrungssuche zurücklegen können und wie lange sie dabei durchhalten. Vielleicht sollte ich sie ja besser irgendwo im Garten hinsetzen, wo sie genug zu essen finden - aber dann können sie die Kakteen nicht mehr überwachen... Komisch auf jeden Fall, dass sie auffallend gehäuft auf deiner Rebutia sterben. Eigentlich sollten sie sich ja verpuppen und ein Marienkäfer werden und nicht vorher sterben.

Ich danke dir! Aber Experte ist wahrscheinlich völlig übertrieben... Es macht halt auch allen Beteiligten Spaß, sich draußen rumzutreiben und so diverse Funde motivieren dann zusätzlich.

Dann mal alles Gute für eueren Kater! 16 Jahre sind ein stolzes Alter... Toi! Toi! Toi!
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