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Montag, 12. November 2018, 11:06

Blattabfall bei Dorstenia gigas im November

Hallo Spezialisten insbesondere auch Shamrock und Maj. Ihr habt längere Erfahrung. Eine Frage. Dorstenia gigas hat auf Socotra ja keine Phase mit tieferen Temperaturen sondern nur trockene Phasen. Ich wollte die eigentlich durchkultivieren. 16,8 Grad Celsius ist die angegebene Minimaltemperatur im Januar auf Socotra. November bis einschließlich März sind die Monate in denen die Temperatur unter 20 fallen kann. Regentage gibts im Sommer aber mehr als im Winter. Also könnte das eine natürliche Ruhephase sein. (z.b. bei Dioscorea umgekehrt bekannt als Schutz vor Austrocknen und bei mir auch - wenns warm wird wirft die alle Blätter wird es kälter im Winter fängt die an zu wachsen)

Bei mir fallen jetzt bei 2 Pflanzen nach und nach alle Blätter ab. Das Abfallen fing vor ca 2 Wochen los und hat sich in den letzten Tagen beschleunigt. Auch die kleineren Blätter am Austrieb fallen ab. Die Blätter sind zum Teil noch grün aber die meisten färben sich teilweise vorher orange ein. Das Orange entspricht aber dem normalen Orange, welches alle anderen Pflanzen wenn man Bilder googelt auch haben. ich habe Fotos von den Blättern gemacht. Ich sehe keine Pilze. Ich habe vorsichtshalber mit Duaxo gespritzt um einen potentiellen Pilz zu treffen. Eine Pflanze hat noch ALLE Blätter behalten und diese sind dunkelgrün ???

Oder ist das im Winter normal ? Die Pflanzen stehen an der selben Stelle mit Zusatzlicht und auf warmer Unterlage wie im Sommer. In den nächsten Tagen werde ich die Zusatzheizung bis ca März ausschalten. Könnte es eine normale Reaktion sein, weil es draußen früher dunkel wird. Die Pflanzen sehen aber gut aus. Keine Fäulnis, weil in gutem Substrat.

Wenn das die Einleitung einer natürlichen Ruhephase ist dann sollte man die eventuell einhalten und das Gießen und die Heizung einstellen.

Siehe Fotos. Auf dem ersten die ganze Pflanze nun beinahe ohne Blätter.
»Caudiciforme« hat folgende Bilder angehängt:
  • abgefallene Blaetter Dorstenia 4a.jpeg
  • abgefallene Blaetter Dorstenia 3a.jpeg
  • abgefallene Blaetter Dorstenia 2a.jpeg
  • abgefallene Blaetter Dorstenia 1a.jpeg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Caudiciforme« (12. November 2018, 11:28)


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Montag, 12. November 2018, 11:23

Ich halte mich lieber bedeckt, da Marco (aka Maj) die deutlichen weitreichenderen Dorstenia-Kulturerfahrungen hat. Persönlich würde ich den Blattabwurf als Eintritt in eine Ruhephase interpretieren und entsprechend handeln. Auch eine Trockenzeit bedingt eine Ruhephase. Aber warte mal lieber auf Marcos Rückmeldung.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


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Montag, 12. November 2018, 12:30

Hier mal mein Vergleich von fast trocken Bild 1 mit Blattabwurf...und Bild zwei was ab und zu ein Schluck bekommt.

Bild 3 ist übgrigens der bewurzelte Steckling von Reunion.
»Franky« hat folgende Bilder angehängt:
  • K640_IMG_0711.JPG
  • K640_IMG_0712.JPG
  • K640_IMG_0713.JPG

4

Montag, 12. November 2018, 13:00

Manche Caudexpflanzen scheren sich so rein gar nicht darum, was der Pfleger samt seiner Wassergaben von ihnen erwartet. Die gehen dann ganz plötzlich zur seltsamsten Jahreszeit schlafen - das verkehrteste, was man da machen kann, wären Wassergaben. Dann gibt´s nämlich ratzfatz Gammelcaudex.
Ein Bekannter hegt eine Dioscorea elephantipes, welche jahrelang von Winterwachstum überhaupt nichts hielt. Stets zum Frühling kam das Grün und im Herbst verschwand es wieder. Binnen eines nahezu komplett verschlafenen Übergangsjahrs macht die Dioscorea nun das, was ihre Artgenossen in unseren Sammlungen normalerweise auch tun: Sie verschläft den Sommer und wächst im Winter. An der Kultur hat sich nie was geändert.
Wer weiß, ob in dem Bäuchlein nebst Speichergewebe etc. nicht auch ein Hirn mit eigenem Willen steckt? ;)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


5

Montag, 12. November 2018, 17:30

Ich giesse meine D.gigas von Oktober bis März nahezu nicht. Sie stehen dann bei ca. 10-15°C hell.
Der Blattfall setzt meist im Dezember ein (jetzt sind sie z.B. noch komplett grün).

Früher habe ich sie im Wohnzimmer gehalten und ab und an leicht gegossen, die Blätter haben sie trotzdem irgendwann abgeworfen.

Auch bzgl. Vergeilung würde ich im deutschen Winter nicht durchkultivieren.

Gruß
Marco

6

Dienstag, 13. November 2018, 01:38

Danke jetzt wird einiges klarer

Danke für die Antworten. Jetzt wird es klarer. Das ist wohl ein natürlicher Wechsel von Dorstenia gigas in eine Art Ruhephase. Wenn man die Pflanzen am Naturstandort betrachtet, KÖNNTE man sich vorstellen, daß sich Dorstenia gigas an den Wassermangel als den wichtigsten kritischen Faktor angepasst hat und der ist im Winter am wahrscheinlichsten. Aber der Zusammenhang ist nicht ganz klar. Es gibt wechselnde Monsunwinde im Sommer / Winter. Im Sommer kann es extrem heiß werden und die Regenmenge fällt mehr im Mai / Juni aber dann auch wieder im Oktober / November / Dezember. Allerdings ist die höchste Anzahl der Regentage von Mai bis August mit einem kleinen Peak im Januar. Logisch erscheint mir das nicht. Eventuell gefällt es denen besonders gut wenns heiß ist und es an mehreren Tagen im Monat regnet aber die Regenmenge ist eher untergeordnet ???

Eulophia petersii nimmt z.b. die hohen Temperaturen im Sonmer als Grundlage für ein "Anschalten" des Austriebes. ? Diese wächst gut auch bei über 100.000 Lux und Temperaturen bis 40 Grad Celsius. Im Winter bewegt die sich nicht und muß absolut trocken stehen. Am Naturstandort werden auf den Granitdomen an den Wurzeln bis 50 Grad gemessen. Und mal salopp gesagt für Wasser interessiert die sich eher nebenbei. Aber die Blätter nehmen Wasser auf (Tau) das darf man nicht vergessen. Das ist wohl der Grund warum sich Botaniker fragen wie es die Pflanze schafft bei Hitze in Trockenheit auf einem Granitdome mit eingefallenen Bulben einen meterlangen Blütenstengel in die Höhe zu treiben.

Ich würde mal ableiten wenn man Dorstenia gigas im Winter nach dem Beginn des Blattfalles bei moderat niedrigen Temperaturen trocken fallen läßt macht man am wenigsten falsch.

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