Crassula ovata (Geldbaum) - Kulturerfahrungen

Guten Tag Gast. Schön, dass Sie mal hereinschauen! Einen angenehmen Aufenthalt wünscht das "Sukkulentenforum"-Team.
  • Guten Abend liebe PflanzenfreundInnen,


    nur mal kurz zu Crassula ovata & Co.


    Heute hatte ich einen Teil der Crassula ovata & Co aus dem Winterquartier geräumt.

    Dazu gehört das entfernen von Pflanzenteilen - beschneiden der Pflanzen.

    Die Pflanzen standen seit Ende Oktober 2022 ohne Gießen im Gewächshaus bei minimal +2°C.

    Einige größere Pflanzen habe ich in der Firma ohne Gießen bei minimal +10°C

    zusammen mit diversen Kakteen überwintert.

    An beiden Standorten kaum Tageslicht. Die Pflänzchen, ob groß oder klein, verlieren einige Laubblätter.

    Wie auf den ersten beiden Bildern zu sehen gibt es kaum einen Unterschied was die Menge der

    abgeworfenen Blätter, ob Firma oder Gewächshaus, angeht.


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    Umgetopft wird jetzt nichts, das mache ich lieber im Sommer.

    Kann man aber auch sehr gut jetzt erledigen. (Mir fehlt jetzt die Zeit, also rein egoistischer Grund. . .)

    Auch Stecklinge in das Substrat bringen geht jetzt gut.

    Aber ich beschneide einige der Pflanzen und breche kleine Triebe mit der Fingernägeln ab.

    Man kann die Pflanzen natürlich auch unbehelligt wachsen lassen.

    Das entfernen einiger Triebe und Blätter hat aber auch Vorteile für die Pflanzengesundheit.

    Triebe werden dann nicht zu schwer, hängen nicht unter der Last zuvieler Blätter.

    Dieses "hängen" kann zu Abknicken und Abquetschen von Trieben führen.

    Manchmal faulen diese Triebe an der Pflanze weil das Gewebe der Belastung nicht standhält.

    Im Winter überträgt sich die Infektion auf die ganze Pflanze und sie fault.


    Vorher:

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    Nachher:

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    Dies ist übrigens Sonnenbrand aus dem letzten Frühjahr.

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    Bei den Kultivaren ist die Pflege ähnlich / genauso.

    Man muss keine Sorge haben, die Verletzungen durch schneiden und brechen verheilen sehr schnell.

    Ich stelle die Pflanzen unmittelbar danach nach draußen, noch nie gab es einen "Todesfall".


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    Die Pflänzchen leben überwiegend in rein mineralischem Substrat, Bims-Lava-Zeolith, in Pflanzengröße

    adäquater Körnung. Crassula ovata & Co kommen bei mir wunderbar damit zurecht.

    Hier mal ein Eindruck von Substrat und Wurzeln. Steckling wurde Frühjahr 2021 unbewurzelt gesetzt.


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    Crassula ovata & Co sind ganz, ganz einfach zu pflegen. Viel Frischluft, viel Licht, 80 - 100% Sonne,

    von April bis August reichlich Wasser und Dünger. Wenn Blüte gewünscht ab August minimal Wasser

    und kühler Standort ( nicht im Gewächshaus oder auf der Fensterbank hinter der Scheibe).

    Bei mir gibt es nur selten Blüten, ich kann den (fast) Trockenstand ab August schlecht realisieren.

    Die Pflänzchen kommen mit den Kakteen erst im November in's Gewächshaus, das ist zu spät.



    Herzliche Grüße

    K.W.

  • Wenn / falls jemand von Ihnen "Ableger haben möchte - schicke ich gerne.

    Kostet nichts, auch keinen Versand.

    Ich muss immer Eimer mit Ablegern und Blättern entsorgen, furchtbar. . .


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    Hier ist eine der von mir sehr gemochten Schnirkelschnecken.

    An der Pflanze sind keine Fraßspuren, diese Schnecken fressen kaum Grünfutter.

    Sie halten sich an Algen und vertrocknetes Pflanzenmaterial.


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    Herzliche Grüße

    K.W.

  • Hallo K.W.,

    Vielen Dank für den super Bericht, durch die Bilder sind Vergleiche gut möglich. Perfekt :thumbup:


    Bei mir gibt es jeden Winter Blüten. Ob es daran liegt, dass die Pflanzen zwischen Juli und August für mindestens 4 Wochen trocken aber sehr sonnig stehen, weiß ich nicht, denn ich gieße nach dieser Trockenphase bis zur Winterruhe wieder!


    Beste Grüße

    vom TOM

  • OK die sind also normal und das ist keine Reaktion auf irgend einen Mangel?


    Markus du bist immer so schnell das ist echt brutal 😁. Danke für deine Antworten 😎

  • Hallo,


    Kurz vorweg: Ich Pflege schon seit vielen Jahren verschiedenste Gewächse und habe bisher eigentlich immer ein gutes Händchen dafür gehabt. Ob Euphorbien, Bäumchen, langweilige Zimmerpflanzen oder auch produktives wie Obstbäume und die klassischen Starkzehrer - Ist eigentlich immer alles sehr gut gediehen. Und wenn doch mal etwas nicht stimmte, habe ich meist sehr guten Rat in der Fachliteratur und den entsprechenden wissenschaftlichen Arbeiten gefunden.


    Vor einiger Zeit habe ich endlich angefangen selber ein paar Sukkulenten anzusammeln, wie schon mein Vater früher in unserem Wintergarten, und alles wächst und gedeiht auch durchaus ganz gut. Allerdings haben sich hier nun immer wieder verschiedene Fragen aufgetan, mit deren Beantwortung ich auf meinen üblichen Wegen erhebliche Schwierigkeiten habe. Nachdem ich bereits in verschiedenen Gruppen etc. erfolglos nachgefragt habe wurde es also langsam Zeit ein klassisches Forum aufzusuchen - was uns dann auch zu meiner Frage bringt:


    Ich hatte vor ein paar Wochen ein kleines Crassula Ovata (var. Hobbit) Bäumchen vom Grabbeltisch im Baumarkt mitgenommen. Es sah schon etwas mitgenommen aus, aber die Wuchsform gefiel und bei 99Cent konnte ich nicht widerstehen. Das Bäumchen starb jedenfalls langsam, aus mir unerfindlichen Gründen ab (erst die Wurzeln, bekam neue Wurzeln, wieder abgestorben und dann wurde schließlich der Stamm braun und starb knapp über dem Substrat ab...) und so ging es den Weg, den die Natur ihm vorherbestimmt hatte - es wurde in Blätter und Bäumchen-Teile zum Bewurzeln zerlegt.


    Soweit so gut. Wurzeln wuchsen, neue winzige Pflänzchen begannen zu sprießen. Aber dann, es ist mir ein Rätsel, schwebten die Wurzeln ewig über dem Substrat und wollten partout keinen Kontakt herstellen. Und bei jeglichem Kontakt mit Wasser, sowohl getränkt als auch nur ganz leicht besprüht, fingen sie immer wieder an zu verkümmern und einfach abzusterben. Ich hänge mittlerweile etwas an den winzigen Dingern, deshalb will ich sie nicht einfach ersetzen sondern das Problem lieber lösen. Aber es erscheint mir einfach keinen Sinn zu ergeben, warum die Wurzeln das Sustrat meiden und selbst bei wenigen Stunden Feuchte einfach absterben und ich konnte auch nirgendwo nützlichen Rat finden.


    Ich hänge ein paar Bilder an, leider nicht die beste Qualität aber man sollte erkennen was vor sich geht. 1 & 2 ist der Werdegang innerhalb von ~24 Stunden, Nr 3 ist eine Woche später wenn ich mich recht erinnere. Das ganze ist mehrfach passiert und ich hab wirklich keine Ahnung, was das soll. Vielleicht hat ja hier jemand eine Lösung parat, bevor ich mich in wilde Spekulationen stürze was der Grund sein könnte und anfange hilflos zu experimentieren. Bin für jeden Hinweis dankbar.


    Bevor ich's vergesse - das selbe ist auch bei stibitzten regulären Crassula Ovata blättern zu beobachten, jedoch weniger dramatisch. Und das Substrat ist eine Mischung aus regulärem ungedüngten Seramis, feinem Perlit, ein wenig Sand und "Topora", oder so ähnlich - eine mehr oder weniger Kokos-ähnliche Pflanzenfaser für die Hortikultur. Hat für die Bewurzelung von Echeverien, Haworthias und Adromischus bisher klaglos funktioniert, ist schön locker und trocknet in Tontöpfen sehr schnell, so, daß man bewurzelte Stecklinge gut entfernen kann und sich keine Sorgen machen muss das es zu lange zu feucht bleibt. Gegossen/befeuchtet wurde mit Osmosewasser, da mein Leitungswasser sehr problematische Mengen Natrium, Chlor und Schwefel hat. Ganz abgesehen davon, dass es Flüssigkalk mit viel Carbonathärte ist.


    Sehr lange Rede, kurzer Sinn:

    Was soll das und wie kann das nur sein?

    Was tun, gibt es eine Rettung für die kleinen Gnubbelchen?

    Groben Sand besorgen und umbetten in ein heimischeres, "afrikanischeres", sandiges Substrat?

    Ganz in Ruhe lassen bis die "Mutterblätter" ausgelutscht sind und nichtmal daran denken Feuchtigkeit zu geben?


    Gruß,

    Heinz der Ratlose

  • Hallo Heinz,


    herzlich willkommen.


    Leider habe ich keine Erklärung, was das sein könnte, sondern höchstens ein paar Möglichkeiten.


    Extreme Hitze/Sonnenbrand?

    Mechanische Verletzung?

    Pilzerkrankung, wobei der Zustand auf dem 3. und späteren Foto besser zu sein scheint, was eigentlich weniger für einen Pilz spricht?

    Gruß Markus

  • Guten Abend ratloser Gärtner,


    schon mal mit reinem Bims oder Topfpflanzensubstrat versucht?

    Die Sprosse stehen sicher warm aber im Schatten? Wunderbar, sehr gut!

    Sicher sind die Sprosse leicht in das Substrat gedrückt? Bis zu einem Drittel ist prima!

    Die Wurzeln setzt Du sicher nicht der Sonne aus? Auch sehr gut, die vertragen nämlich kein Licht und keine Trockenheit!

    Für frische Luft, Luftbewegung, und gleichmäßige Feuchtigkeit hast Du sicherlich gesorgt?

    Dann wird die Bewurzelung sicherlich funktionieren!!!


    Viel Erfolg

    K.W.



    PS Ansonsten empfehle ich Beitrag 358, wird im März 2024 wieder aktuell sein . . . ;)

    ...

  • Hallo Heinz,


    wenn die Wurzeln keinen Kontakt zum Substrat haben wollen, dann scheint ihnen dort etwas nicht zu passen. Ich habe einmal nach "Topora" gegoogelt. Es wird als Alternative zu Torf und Kokossubstraten beworben. Beide habe ich als saure Substrate kennen gelernt. Topora hat einen PH Wert laut Angabe von 4,5, also sauer. Immer, wenn ich meine Crassula mit saurem Dünger gedüngt habe, haben sie mir das mit Blattwurf quittiert. Seitdem ich knapp unter einem PH von 7 liege, ist alles fein. Probiere doch mal andere Subtrate aus. Toi, toi, toi und viel Glück mit deinen kleinen liebgewonnenen Pflänzchen! 😀

    Viele Grüße

    Ralf

  • Greets Freunde!


    Meine Crassula ovata schiebt immer Anfang Oktober ihre Blüten. Ich belasse sie solange irgend möglich, draußen auf dem Balkon. Mal sehen, wann ich sie dieses Jahr reinholen muß, im vorigen Jahr mußte ich sie am 20. November reinnehmen.


    Gestern sah ich die ersten Knospen schieben.


    Hier sind sie:




      


     



    Gruß Konrad

    „Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.“

    Mark Twain


    (Danke für die Reaktion/Kenntnisnahme/Antwort)

  • Meine ovatas blühen nie, obwohl sie auch den ganzen Sommer draußen auf dem Südbalkon stehen. Ich beneide Dich ja schon ein bißchen, Konrad ;)

    Guten Abend!


    Elke, Wann stellst Du Deine raus? Wo/wie stehen die? Bei mir standen die da, wo nun die "Große von Aldingen" mit ihrem Ausleger steht: Auf der Betonwanne Balkon Ostseite. Wenns regnet, werden die nicht nur etwas naß sondern so wie es regnet. Sonnenschutz? Keinen. Rausgestellt wurde der Topf immer im April, bzw. wenn ich davon ausgehe, daß nicht minus 2 Grad nachts zu erwarten sind. Meine hatte mal sogar überraschender weise unerwartet nachts -3 Grad gehabt oder minus 6 - schon Jahre her - , im Sommer wurden eben die erfrorenen Triebe, die gar nicht als solche erkennbar waren, ja glasig, aber das gab sich wieder, abgeworfen und sie blühte nicht so dolle in jenem Jahr, aber eingegangen ist nichts.


    Reinnehmen tu ich die eh -wie gehabt - erst im November, wenn absolut nicht auszuschließen ist, daß nachts -2 Grad erwartet wird ---> Wetterbericht!

    Eher nicht. Dann haben aber schon jede Menge Knospen getrieben.


    Wie alt ist Deine?


    Gruß Konrad


    Ach ja, gegossen wird nur so, daß das Wurzelwerk feucht bleibt im Herbst, damit fürs Blütenschieben noch Feuchtigkeit gezogen werden kann. Jaaaa, ich weiß, "Herbst is doch kühl, kaum Sonne usw,?" - meine ist 20 Jahre alt und blüht seit 2011 (dann das erste mal mit "Hurraaaaa! FÜNF Knospen geschoben. Endlich..."


    Danach wurden es Jahr für Jahr mehr.

    „Gott hat den Menschen erschaffen, weil er vom Affen enttäuscht war. Danach hat er auf weitere Experimente verzichtet.“

    Mark Twain


    (Danke für die Reaktion/Kenntnisnahme/Antwort)

  • Hallo,

    ich eröffne einmal die Blütensaison für diesen Winter. Vor einigen Monaten sind 2 alte Crassula ovata zu mir gekommen. Nachdem ich sie gut durch den Sommer gebracht habe, zeigt die ovata mit den ovalen Blättern erste Blüten versteckt zwischen Blättern. Was freu ich mich!!! ^^

    Die gollum Variante hat in einigen Triebspitzen kleines, knubbeliges Wachstum. Ob das Blüten sind?

    So, mal sehen, ob mein erster Beitrag mit Fotos technisch funktioniert 😉

    Einmal editiert, zuletzt von ferasi694 () aus folgendem Grund: Ups, da habe ich aus irgendwelchen Gründen meinen alten Post wiederholt und bekomme ihn nicht mehr weg... 😞

  • Glückwunsch, das wird! Dauert aber noch ne Weile, die sind da ziemlich langsam in ihrer Entwicklung.

    Animiert mich gleich mal zu gucken, ob meiner heuer auch mal wieder will.


    Den zweiten Beitrag hab ich jetzt mal als Doppelpost gelöscht. Da eh immer die Vorschaubilder im Beitrag einzubinden sind (wenn man draufklickt, werden sie ja groß), passt das so. ;)

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • So ein Geldbaum ist zwar nahezu unkaputtbar, aber Frost mag er mal rein überhaupt nicht. Da reicht schon ein kleiner Nachtfrost für massive Blatt- und Triebverluste!

    Meiner blüht übrigens nur so alle zwei, drei Jahre.

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Guten Abend!


    Elke,

    Ich heiße Nicole ;) und ich glaube nicht, daß ich die einzige Nicht-Elke bin :D. Bei so vielen Elkes kann man aber auch mal durcheinander kommen. Es sei Dir verziehen :*


    Keine Ahnung, wie alt die sind.

    @ Shamrock: wie alt ist der große, den Du mir mal vererbt hast? Du weißt schon, der mit dem Echinopsis-Baby als blindem Passagier. Das war meiner Meinung nach auch 2019, oder? Dann müsste der ja langsam mal dergleichen tun und blühen.


    Reinholen würde ich die zeitgleich mit den Epikakteen, ich denke, temperaturtechnisch haben die ähnlich Bedürfnisse. Vielleicht giesse ich die ovatas zu wenig? Macht ja Sinn, daß sie noch mal ne extra Portion Wasser wollen, wenn sie Blüten schieben.

  • Du fragst mich Sachen... War auf jeden Fall ein Ableger eines blühfähigen Baumes, aber in dem Fall macht das offenbar keinen Unterschied. ;) Kommt drauf an, wie groß er jetzt ist - sollte aber schon langsam mal blühen. Ich drück gleich mal die Daumen!

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969