Euphorbia krank?

Noch gar nicht im Bett, Gast? Schön, dass Sie mal hereinschauen! Einen angenehmen Aufenthalt wünscht das "Sukkulentenforum"-Team.
  • Hallo zusammen!


    Meine Euphorbia Ingens hat sich innerhalb einer Woche verfärbt und ist teilweise weich. Ich war 3 Wochen weg und vermute, dass es evtl. zu kalt für ihn war bzw. hatte er zu viel Staunässe und hat begonnen zu faulen(?). Ich habe ihn bereits umgepflanzt allerdings frage ich mich, ob das ausreicht oder soll ich ihn abschneiden, trocknen und neu einpflanzen? Oder ist der Befall zu stark fortgeschritten und da ist nichts mehr zu machen? Was meint ihr dazu? Anbei ein paar Fotos.


    Vielen Dank

  • Hallo und herzlich willkommen.


    Ausgehend von den Fotos ist die Fäulnis schon sehr weit fortgeschritten, sodass aus meiner Sicht nur noch eine Rettung durch die Abtrennung der nicht befallenen Sprossteile besteht.


    Jeweils soweit zurückschneiden bis keine Fäulnis mehr erkennbar ist und das Messer nach jedem Schnitt desinfizieren. Dann abtrocknen lassen und eine Bewurzelung versuchen.


    Viel Glück dabei.

    Gruß Markus

  • Hallo Fabian,

    ich sage es nur sehr ungern, aber ich befürchte, da ist nichts mehr zu retten. Die gesamte Pflanze wirkte schon einige Fotos weiter oben total dehydriert, was nicht daran liegen muß, daß sie zu wenig Wasser hatte, es könnte eher in der weiter zurückliegenden Vergangenheit zu viel Wasser gewesen sein, sodaß schon länger ein Fäulnisherd besteht, der die Pflanze an einer Wasseraufnahme gehindert hat. Möglicherweise war's der Euphorbia auch mal zu kalt (bei zu hoher Substratfeuchtigkeit). Tut mir leid, daß ich Dir nichts Erfreulicheres schreiben kann.


    Liebe Grüße

    Ingo

    Hallo zusammen,


    ich mal wieder.. endlich habe ich eine neue Euphorbia Ingens gefunden und musste mich an das "zu viel" oder "zu wenig" Wasser als Ausgangspunkt für die Fäulnis erinnern.


    Jetzt stelle ich mir die Frage: Wie gieße ich denn richtig?


    Die Goolge Suche reicht von 2x Woche ein kleines Glas und ab und zu besprühen bis hin zu komplett durchnässen und dann erstmal richtig durchtrocknen lassen..


    Ich freue mich auf eure Expertise!


    Grüße


    Fabian

  • Tach Fabian,


    die Frage lässt sich dummerweise nicht so pauschal beantworten, da ganz viele Faktoren im Spiel sind: Topfmaterial und -größe, Erde, Wetter, etc.

    Wenn du ne pauschale Antwort willst: Im Sommer spätestens, wenn die Erde komplett trocken ist und im Winter deutlich weniger.


    Viel Erfolg mit der Neuen!

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Liebe Sukkulentenspezialisten,


    Dankeschön für die Aufnahme in dieses Forum. Ich bin ein echter Neuling, was Pflanzen angeht, und bräuchte ein paar Ratschläge.


    Ich habe vor vielleicht 4 Jahren eine ca. 20 cm kleine Euphorbia trigona geschenkt bekommen und sie schlichtweg einfach immer nur gegossen, wenn sie trocken war. Vor einem Jahr hat mein Schwiegervater sie dann umgetopft, wovon sie sich dann wohl recht schnell erholt hat, weil sie seitdem noch mal 20 cm drauf gepackt hat (geschätzt, habe nie am Türrahmen markiert oder vor heute jemals gemessen). Nun ist sie 160 cm groß und kann schon seit einer Weile nicht mehr ordentlich stehen, weshalb ich sie zusammengebunden habe. Das hat bisher auch gereicht, aber nun habe ich sie horizontal aufgefunden. Es ist dabei nicht wirklich etwas abgebrochen (nur ein ganz kleiner Miniast #gewissfalschesVokabular). Sie hat sich lediglich an einigen Stellen selbst gepiekst (beim Umtopfen auch passiert). Sie stützt sich seit dem Schwächeanfall an der Wand ab.

    Nun meine Frage: was soll ich tun? Ich fand es eigentlich super, dass sie so schön hoch wächst, aber mir scheint, dass sie das Beintraining etwas vernachlässigt hat. Selbst wenn ich sie jetzt kürze, ändert das ja nichts an der Dicke (Dünne? Ist das ein Wort?) des unteren Teils. Und ein einfaches Umtopfen in einen größeren Topf würde das Problem ja auch nicht lösen, dass sie sich nicht selber halten kann. Ich habe gelesen, dass diese Art in der Natur mehrere Meter hoch werden kann. Auf den Stockbeinen? Wie?


    Vielen Dank schon mal! :*

  • Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum!


    Tja, was soll man dazu sagen. Mir fällt wirklich nur das ein, was du ganz sicher nicht hören willst... Sorry! Aber es gibt schon Gründe, warum diese Art in der Natur ein meterhoher Baum wird und bei dir jetzt einen Schwächeanfall bekam... Gesunder, stabiler Wuchs ist halt auch nur bei einer gesunden Kultur möglich - und ob die für so einen Baum im Topf und dazu noch in Zimmerkultur möglich ist?

    Um überhaupt halbwegs gesund und stabil wachsen zu können, braucht deine Euphorbia Licht, Licht und und nochmal Licht. Volle Sonne - eben so wie in der Heimat.

    Dann sind die allermeisten Sukkulenten Extremisten. Bewohner extremer Gegenden. Heiße Tage, kalte Nächte, Trockenheit, etc. - also all das, was eine Zimmerpflanze definitiv nicht bekommt. Das Resultat hast du jetzt kennen gelernt.


    Was sagt einer der ganz, ganz großen Euphorbia-Liebhaber zu solchen Baumeuphorbien in Kultur? Er muss es ja wissen:

    https://www.euphorbia.de/art06.html

    Und bei Wikipedia steht sehr treffend: "Die Dreikantige Wolfsmilch ist eine weit verbreitete und beliebte Zimmerpflanze. Der Grund für ihre weite Verbreitung in Kultur ist neben ihrer Attraktivität vorwiegend ihre Fähigkeit, lange und unauffällig auch unter schlechten Bedingungen auszuharren. So nimmt sie auch sehr ungünstige Pflegeumstände oft jahrelang ohne für Laien erkennbare Anzeichen des Leidens hin."

    Es liegt an dir, wie du nun mit ihr weiter verfährst. Aber der erste Schritt wäre definitiv eine sommerliche Kultur im Freien und eine kühle, weitestgehend trockene Überwinterung.


    Sorry für meine ehrlichen Worte und liebe Grüße - Shamrock (aka Matthias)

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969