Sukkulentenaussaat - Eine Caudexsammlung entsteht

Guten Tag Gast. Schön, dass Sie mal hereinschauen! Einen angenehmen Aufenthalt wünscht das "Sukkulentenforum"-Team.
  • Trägst du in deiner Liste noch nach wie die Keimquote so ist?

    Es ist schließlich schon 4 Wochen her, dass du die Aussaat gestartet hast :D

    Ich bin nicht ungeduldig, oder? :saint:


  • Oh, das muss ich die Tage nachreichen. Danke für die Erinnerung.

    Da habe ich mich mit dem Datum vertippt. Soll natürlich 3.1. heißen :)

  • Guten morgen zusammen,

    Hier ist es so still, da ich ein Problem habe:

    Letztes Jahr hatte ich relativ niedrige Keimquoten. Dies habe ich damals aber auf eine Fungizidanwendung geschoben. Diese war nötig, da ich in einigen Schalen während der Keimung einen Pilzbefall hatte.

    Nachdem aber, zum einen im Laufe des Frühling einige Pflanzen der letzten beiden Aussaaten von untenher weiß/gelb werden und faulen, beziehungsweise nicht in die Gänge kommen, zum anderen, die diesjährige Keimquote generell (auch bei den Kakteen aus verschiedenen quellen) sehr gering war, hatte ich diesen Verdacht wieder verworfen.

    Oft konnte ich auch beobachten, dass sich Sämlinge kurz nach der Keimung nicht weiter entwickeln und von unten her faulen.

    Deshalb habe ich alle möglichen Ursachen überdacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass das selbstgemischte Substrat die Ursache sein könnte.

    Da ich aus der Landwirtschaft die Auswirkungen eines zu niedrigen ph-Wertes kenne, hatte ich diesen zuerst im Verdacht.

    Auf den Feldern ist oft zu erkennen, dass gerade auf sandigen Standort der ph-wert schnell abfällt und deshalb alle paar Jahre gekalkt werden muss.

    Tut man dies nicht, erleiden die Wurzeln einen Säureschaden, kümmern und im schlimmsten Fall geht die ganze Pflanze ein.


    Also habe ich gerade mal das Substrat betroffener Schalen beprobt

    Zuerst wird eine Messerspitze Substrat die vorgesehene Kuhle gefüllt. Anschließend kommen einige Tropfen Indikatorflüssigkeit dazu.

    Nun lässt man es in die Rinne laufen und vergleicht es mit der Skala

    Hier ist das Ergebnis eindeutig. Ich würde behaupten der ph-wert beträgt unter 5.

    vermutlich reicht das schon als alleinige Ursache für das absterben.

    Was meint ihr?

    Reicht es auch aus, um die Keimquoten derart herabzusetzen?

    Interessanterweise habe ich einige Arten an Kakteen, die mir sehr wichtig waren, in gesonderten Schalen, in fertig gemischtem mineralischen Substrat gesät. Dort waren die keimquoten, den Arten entsprechend völlig in Ordnung. Also sollte es auf jeden Fall am Substrat liegen.

    Jetzt ist die Frage, an welchem Substratbestandteil es liegt.

    Ich war schon fast am verzweifeln. Schließlich macht man sich die Mühe und setzt sich im Winter stundenlang hin und dann hat man so ein Ergebnis. Ganz davon zu schweigen, dass es nicht günstig ist.

    Bin auf eure Meinungen gespannt

  • Nachtrag: jetzt ist die Frage wie es mit dem ph-wert am Standort aussieht, bzw. Ab wann Schäden eintreten . Ich habe jetzt im Internet gelesen, dass einige Arten einen leicht sauren Boden (4-6,5) bevorzugen. Da sollte es ja noch in Ordnung sein…

  • Ich kann dir leider nicht weiter helfen, interessieren würde mich aus welchen Bestandteilen du dein Substrat gemischt hast um in diesen pH-Bereich zu kommen?


    Deshalb habe ich alle möglichen Ursachen überdacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass das selbstgemischte Substrat die Ursache sein könnte.


    Ich habe jetzt im Internet gelesen, dass einige Arten einen leicht sauren Boden (4-6,5) bevorzugen. Da sollte es ja noch in Ordnung sein…

    Meine Pflanzen gieße ich mit Regenwasser und dünge hauptsächlich mit Hakaphos rot, dazu merkte auch schon mal jemand an, dass diese Kombination auch recht 'sauer' wäre. Ich habe es aber nie ausgetestet.


    Aber es beschäftigen sich ja einige Foris sehr wissenschaftlich mit dem Thema, da müsste noch einiges kommen. :thumbup:

  • welchen Bestandteilen

    Bims, Lava und gewaschenen Sand. Bei manchen Arten etwas Kokosfasern

    Teilweise verkrustet nach ein paar Monaten die Substrat Oberfläche und ich weiß nicht warum.

    Auch bei eigentlich sehr robusten Arten, wie manchen Aloen musste ich jetzt feststellen, dass alle wurzeln kaputt waren. Und ich habe mich die ganze Zeit gewundert, warum sie nicht wachsen.

  • Ich habe mir letztens ein paar Sukkulenten gekauft. Zugegebenermaßen bei jemandem, der sich wirklich auskennt ;) im Gegensatz zu mir. Aber beim Gießen der Töpfchen ist mir auch aufgefallen, dass Wasser schlecht eindringt und erst mal auf der Oberfläche stehen bleibt. Da die Pflanzen jetzt bei mir stehen und mit meinen Gießintervallen zurecht kommen müssen, habe ich sie umgepflanzt, weil ich die Feuchtigkeit des unbekannten Substrats nicht einschätzen konnte. Das Substrat, in dem die Pflanzen standen, war hauptsächlich Sand, wenig gröberes anderes. Die Wurzeln waren gut und ohne Schädlinge, soweit alle prima.


    Was ich damit sagen wollte, könnte es an einem zu großen Sandanteil liegen wenn die Oberfläche verkrustet? Vielleicht bleibt das Substrat durch den Sand doch lange feucht und die Wurzeln nehmen Schaden,wenn zu häufig gegossen wird?

  • 10%lehm, 15% Sand

    Ein viertel des Substrats :/ .

    Ich weiß es nicht, war nur so eine Idee. Irgendwann hatte ich mal gelesen, dass Sand eigentlich kontraproduktiv ist, da er kleinste Räume im Substrat zusetzt und daher nicht zur Durchlässigkeit beiträgt.

  • Ich sehe bei diesen Anteilen keine Probleme. Mineralischer Feinboden ist ja wichtig für die wurzeln.

    Und dieser beginnt bei unter 2 mm Korngröße

    Aber da müsste ich erst mal meine Unterlagen aus den Vorlesungen in Bodenkunde rauskramen

  • leicht sauren Boden (4-6,5)

    bei pH 4 würde ich nicht mehr von einem leicht saurem Boden sprechen, alles unter 5,5 ist schon ziemlich sauer. Den Verdacht, dass der niedrige pH den Pflanzen schaden könnte, teile ich. Du könntest ja auch noch die einzelnen Bestandteile der Mischung messen, um den "Übeltäter" rauszufinden. Generell scheint ein kompletter Wechsel der Erdmischung angebracht zu sein. Bei den Aloen gibt es einige, die es recht kalkhaltig mögen.


    Beste Grüße

    Ingo

  • Bestandteile der Mischung messen

    Das war der Plan. An sich sollten in der Theorie alle Bestandteile eher leicht basisch sein.

    Am stärksten schwankt scheinbar der bims, je nachdem wo er herstammt.

    Da er auch prozentual am stärksten beteiligt ist, probe ich ihn zuerst

  • Am stärksten schwankt scheinbar der bims, je nachdem wo er herstammt.

    Guten Abend,

    Du läßt ja immer mal wieder Deine Studien anklingen - wenn Du Agrarwissenschaftler bist, ist Dir der ph-Wert von Bims doch sicher geläufig.

    ph 7 oder auch ph 6,5 ist ja wohl die Bandbreite; das von Dir verwendete Substrat ist bei ph 4 1000x saurer. . . !!! ???

    Da stimmt doch einiges nicht. . . Oder?


    Beste Grüße

    K.W.



    ...

  • 7 oder auch ph 6,5

    ich habe gelesen, dass der Bims aus Griechenland in der Regel einen höheren ph-wert hat, als der aus Deutschland. Im Internet stand, dass bei manchen Proben scheinbar auch schon ein Wert knapp über 5 rauskam.

    Aber mein Wert siedelt sich ja noch niedriger an

  • Die angesprochen Schwankungen bzgl. des pH-Wertes von Bims kann ich bestätigen.


    Der von mir verwendete Vulkatec Bims Premium hat einen sauren pH-Wert von 5, gemessen mit dem Hellige pH-Meter, was für meine Gymnos günstig ist. Im Gegensatz dazu hatte ich vor vielen Jahren Bims eines mir nicht mehr bekannten Lieferanten, mit einem pH-Wert von ca. 7,5.

    Gruß Markus

  • Tobi F Ich bin mal gespannt was die pH-Wert Messung der einzelnen Substratbestandteile ergibt.


    Wobei ich mir diesen deutlich unter 5 liegenden pH-Wert auf Grundlage der einzelnen Bestandteile eigentlich nicht erklären kann. :/

    Gruß Markus

  • Ich habe die einzelnen Bestandteile gemessen:

    Lava liegt ungefähr bei sieben

    Bims es bei ungefähr 5,5

    Und Sand bei circa fünf

    Trotzdem sollte es dann in der Mischung eigentlich nicht unter fünf gehen

    Vielleicht habe ich die Probe nur an einer ungünstigen Stelle gezogen?

    Aufgrund des pH-Wert es würde ich den Sand erst mal weglassen und schauen, ob ich einen geeigneteren finde

    Aus Interesse würde ich das Regenwasser auch mal testen, wenn ich irgendwo noch ein Indikatorstäbchen finde

    Als Feuerwehrmaßnahme werde ich schauen, dass ich etwas Kalk finde, um zumindest mal die noch lebenden Sämlinge zu retten


    Lava

    Sand

  • Dünger und Gießwasser sollten das Ergebnis aber ja eigentlich nicht so stark verfälschen können

    Schließlich haben die Pflanzen von beidem ja bisher noch nicht so viel gesehen