Aloen - Krankheiten und Schäden

  • Eben, das wird. Der Wasserspeicher dürfte ja jetzt voll sein und damit ist die Voraussetzung optimal.

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Hallo zusammen,

    es wurde leider nicht bei Aloe bulbillifera. Womöglich habe ich den Steckling zu früh getopft und gegossen. Der Rest faulte leider munter weiter. Jetzt sind nur noch einzelne Blattabschnitte übrig, die sich wohl nicht mehr bewurzeln können. Ich lasse die jetzt liegen und versuche es trotzdem noch mal.

    Zur Zeit habe ich auch ein paar mit Pilzflecken („Rost“) versehene Aloen - mehr als sonst; ich vermute, dass das an der recht feuchten Witterung liegt. Kein Sukkulentenwetter gerade.

    Beste Grüße

    Ingo

  • Ich habe eine Dorstenia gigas in Top Zustand abgegeben und jetzt die Rückmeldung bekommen, dass sie alle Blätter abgeworfen hat und von oben her eintrocknet. Siehe Bild. Sowas habe ich selbst noch nie gehabt. Ich sehe D.gigas als eine sehr robuste Pflanze an ?? Er sagt er hat beim Eintopfen gut angegossen und dann fingen die Blätter an abzufallen. Aber so wie auf dem Bild hat das eine andere Ursache, weil normalerweise werden die Blätter langsam gelb und fallen ab. Das sieht merkwürdig aus.

    Hat schon mal jemand das hier bei einer Dorstenia gigas gesehen und weiß woran das liegen kann.

    Selbst bei extremer Trockenheit würden die Äste nicht so auf diese Art eintrocknen und die obigen Blätter hatten ja nicht einmal Zeit gelb zu werden. Der ganze Prozeß hat jetzt ca 35 Tage gedauert. Der Standort ist, wie man sieht, ein Fensterbrett. Vertrocknet ist die nicht. Verletzt auch nicht. Vielleicht ist das Substrat ungeeignet.

    Ich würde die Pflanze aus der Erde ziehen und dann die verschrumpelnden Äste großzügig abschneiden und eine Woche im Trockenen liegen lassen. Dann in durchlässiges Substrat einpflanzen und erstmal nicht gießen. Nach ein bis 2 Wochen mal ein Schnapsglas Wasser geben.

    Ich hatte ihm die Empfehlung gegeben, dass er beim Abfallen der Blätter eher weniger gießen soll, weil die Pflanze in den Ruhezustand geht.

    Kennt jemand eine andere Therapie.

    Danke

    ielleicht

  • Moin!

    Ich vermute (!) es könnte am guten Angießen gelegen haben (vielleicht in Verbindung mit einem wenig optimalen Substrat ). Ich habe meine Pflanze nach einer Woche das erste Mal gegossen. Sie hatte zu der Zeit noch kein Blatt abgeworfen, erst jetzt, wo ich sie auf die Winterruhe vorbereite, verfärben sich ihre Blätter wie von Dir beschrieben.

    Das auch als Feedback, dass meine Pflanze von Dir von guter Qualität ist :thumbup:

    Bei welchen Temperaturen steht die Pflanze? Es war die letzte Zeit schon ziemlich kalt, möglicherweise auch an diesem Fenster?

    Die von Dir empfohlene "Therapie" halte ich für gut geeignet, zumal ich (wie eingangs erwähnt) davon ausgehe, dass das Angießen der Auslöser gewesen sein könnte. Da könnte das Abtrocknen des Ballens (mglw. in Kombination mit einer Anpassung des Substrates bzw. der Temperatur) die Pflanze retten.

    Lieben Gruß

    vom TOM

  • Wurzelverletzungen in Kontakt mit Wasser sind bei Sukkulenten nie gut.

    Auch der Umzugs- und Reisestress ist nicht zu unterschätzen.

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  • Hallo liebe Community,

    ich bin neu hier und wie viele andere komme ich, weil mich ein Problem plagt. Ich habe eine Pflanze von meinem Vater übernommen, weil der sie nicht mehr wollte bzw. sie ihm einzugehen droht. Ich möchte die Pflanze aber gerne retten, weil sie etwa 30 Jahre alt ist und mein Vater sie ursprünglich als Babypflanze aus so einem kleinen 1-Euro-Töpfchen gekauft und über die Jahre auf die jetzige doch beachtliche Grüße gezogen hat. Da wäre es doch sehr schade, wenn sie jetzt eingehen würde! :(

    Da ich mich mit Sukkulenten im Speziellen bisher gar nicht auskenne, habe ich schon mal einen separaten Thread für die Bestimmung des Exemplars erstellt, damit sich dieser Thread HIER auf die Behandlung der Krankheit fokussieren kann.

    Bilder habe ich möglichst viele aufgenommen und unten beigefügt. Darauf könnt ihr sehen, wie stark die Pflanze gelitten hat und wie viele Blätter abgestorben sind.

    Nach dem Vergleich mit anderen Threads hier im Forum gehe ich von einer Pilzinfektion aus und habe daher alle toten Blätter entfernt, sowie auch die am stärksten befallenen "grünen" Blätter. Es sind aber noch immer stark befallene Blätter vorhanden, die ich noch nicht entfernt habe. Würde ich jedes befallene entfernen, bliebe nichts mehr übrig, daher wollte ich hier zunächst um Rat fragen, wie am besten vorzugehen ist. Sonst stirbt die Pflanze am Ende, weil ich zu viel weggeschnitten habe... es kommt jetzt ja ohnehin der Winter und damit eine schwierige Zeit.

    Also, ich bin für alle Ratschläge und Vorschläge offen!

    - Meint ihr, es ist ein Pilz oder doch etwas anderes?

    - Soll ich alles Verfärbte abschneiden?

    - Gibt es eine Art Fungizid oder etwas anderes, das ich von außen zuführen kann, um die Krankheit zu bekämpfen?

    - Habt ihr andere Ideen?!

    Über eure Unterstützung würde ich mich sehr freuen!

    Liebe Grüße,

    Patrick. :)

  • Hi Patrick,

    herzlich Willkommen hier im Forum.

    Pilzinfektion, Bakterien, Viren - was auch immer. Mist ist es immer! An sich ja, ALLE befallenen Blätter müssen weg. Allerdings ist davon auszugehen, dass eh schon die komplette Pflanze infiziert ist, da sich ja die Versorgungsbahn als solche im Stamm befindet und von dort auch die Blätter versorgt werden.

    Das Problem bei Pilzen ist, dass es nicht DAS Fungizid gibt, ähnlich wie bei einem Insektizid, dass dann eben ALLE Insekten tötet. Es gibt Fungizide, die gegen mehrere Pilzarten helfen, aber eben nicht DAS Breitbandfungizid gegen alle Pilze. Im Umkehrschluss brauchst du also wirklich konkret das richtige Mittel gegen den jeweiligen Pilz. Sofern sich der Pilz konkret bestimmen lässt und es gegen ihn überhaupt ein passendes Mittel gibt. Mist!

    Und auf gut Glück mit Kanonen auf Spatzen schießen?

    Wie schnell ging es denn mit den Verfärbungen?

    Anderer Ansatz: Wo stand deine Aloe zuletzt? Stand sie bis vor kurzem immer noch artgerecht draußen? Kann es sein, dass sie einfach nur etwas zuviel Kälte abbekommen hat?

    Beste Grüße und Toi! Toi! Toi!

    Shamrock (aka Matthias)

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Hallo Patrick,

    zuerst mal ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Du hast da eine recht stattliche, baumförmige Aloe, womöglich Aloe ferox. Das Absterben der älteren Blätter ist zwar normal, aber in der Tat deuten die Flecken wohl auf eine Pilzerkrankung hin. Trotzdem muss die Pflanze nicht verloren sein, ich habe im Herbst auch Pflanzen mit Aloenrost, meist gibt sich das im Frühjahr bei sonnigem und luftigem Stand von selbst wieder. Ich würde nicht zu viele Blätter von der Pflanze entfernen und sie weiter schwächen, sondern sie isolieren und erstmal weiter beobachten. Die Pflanze sollte auch im Winterhalbjahr so hell und luftig wie möglich stehen, im Sommerhalbjahr vorzugsweise regengeschützt draußen.

    Das Substrat, in dem Deine Pflanze steht, scheint mir nicht gut zu sein - das sieht sehr nach Blumenerde aus. Die Pflanze sollte in durchlässigem, rein mineralischem Substrat stehen (Seramis o.ä.). Interessante Unterpflanzung aus Graptopetalum paraguayense übrigens.

    Ach ja, von Fungiziden halte ich nichts, man müsste den Erreger genau kennen, um das richtige zu finden. Und wenn das zu weit fortgeschritten ist, hilft das in der Regel auch nicht mehr, weil der Wirkstoff nicht mehr dorthin kommt, wo er wirken soll.

    Beste Grüße

    Ingo

  • Interessante Unterpflanzung aus Graptopetalum paraguayense übrigens.

    Wenn man genau guckt, findet man sogar noch weitere Sukkulenten auf dem Foto, wo man die Unterpflanzung so schön sieht... ;)

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Hallo Shamrock,

    vielen dank für dein Willkommen und deine ausführliche Antwort!

    Klingt ja leider nicht sehr ermutigend... ich hatte mir erhofft, ich könnte das schwarze Zeug einfach per Fungizid vernichten. Dass es da Unterschiede gibt, war mir nicht klar. Aber ok, besser den reinen Wein als Schönfärberei! :D

    Dann wird es eben eine Herausforderung!

    Um deine Fragen anzugehen:

    Wie schnell ging es denn mit den Verfärbungen?

    Das kann ich leider nicht beantworten, weil ich die Pflanze erst jetzt bekommen habe. Mein Vater hat leider gar nicht so richtig bemerkt, dass sie diese Infektion hat - nur dass es ihr schlecht geht. Das mit den Mustern und der Infektion hab ich dann erkannt, als ich mir die Sache angeschaut habe. Ich könnte jetzt höchstens beobachten, wie es mit der Ausbreitung der Verfärbungen weiter geht und das per Fotodokumentation begleiten.

    Zum Verlauf kann ich aber noch folgendes sagen: die Pflanze kippt ja den Kopf zur Seite, nämlich dahin, wo vorher das Fenster war. Mein Vater hat mir gesagt, das hätte sie früher nicht gemacht, sondern sei immer schön grade nach oben gewachsen. Das sei erst kürzlich passiert und dadurch ist er dann darauf gekommen, dass irgendetwas nicht stimmt.

    Ich würde vermuten, dass sie in letzter Zeit so viele Blätter verloren hat, dass sie das nun kompensieren will, indem sie sich besser nach der Sonne ausrichtet. Dazu passt auch deine nächste Frage:

    Anderer Ansatz: Wo stand deine Aloe zuletzt? Stand sie bis vor kurzem immer noch artgerecht draußen? Kann es sein, dass sie einfach nur etwas zuviel Kälte abbekommen hat?

    Nein, sie stand eigentlich immer am gleichen Platz in einem Schaufenster mit sehr viel Licht. Das könnte problematisch werden, denn im meiner Wohnung bekommt sie so viel Licht leider nicht.

    Zur Temperatur: Sie stand da schon relativ kühl, weil es sich um eine Ladenfläche und keine Wohnfläche gehandelt hat. Aber unter 16 Grad ist die Temperatur wohl nicht gefallen.

    Das Substrat, in dem Deine Pflanze steht, scheint mir nicht gut zu sein - das sieht sehr nach Blumenerde aus. Die Pflanze sollte in durchlässigem, rein mineralischem Substrat stehen (Seramis o.ä.). Interessante Unterpflanzung aus Graptopetalum paraguayense übrigens.

    Und damit auch hallo Ingo und auch dir vielen Dank für Antwort und Willkommen! :)

    Damit sprichst du etwas an, das ich auch noch erfragen wollte: nämlich in was man die Pflanze am besten umtopft - falls man sie umtopfen sollte. Bei meinen Zimmerpflanzen mische ich schon immer die entsprechenden Mixe, aber hier hab ich keine Ahnung, was benötigt wird.

    Du sagst "rein mineralisch", was bei mir die Frage aufwirft, woher die Pflanze denn dann ihre Nährstoffe bekommen soll. Muss ich die dann per Flüssigdünger zuführen?

    Wie ihr hier sehen könnt, ist die Pflanze schon mal umgetopft worden, man sieht die alte Größe des alten Topfes noch am verbliebenen Erdreich.

    Außerdem wurden ja - wie du auch festgestellt hast - im Topf noch zwei andere Sukkulenten angesiedelt und ich bin mir gar nicht so sicher, ob das so eine tolle Idee war. Sieht zwar superschön aus - wirklich toll - aber die ziehen ja auch Nährstoffe aus dem Boden und machen Wurzelplatz streitig. Das schwächt die Aloe dann doch sicher noch zusätzlich, oder?

    Daher hatte ich mir auch überlegt, eine Umtopfaktion zu starten und die Aloe in ein Substrat zu packen, das ihr taugt und die Konkurrenzpflanzen zu entfernen. Aber das Problem ist ja, dass Umtopfen für eine Pfanze auch Stress bedeutet. Wäre also auch wieder abzuwägen, was schlimmer ist?

    >> Möglichkeit 1:

    Die Pflanze im nicht so optimalen Setting belassen und hoffen, dass sie im Frühling/Sommer Kraft tanken kann und die dann in besseren Rahmenbedingungen umtopfen.

    >> Möglichkeit 2:

    Umtopfen, um ihr eine Umgebung zu schaffen, die für sie geeignet ist und ihr den Stress eben zumuten, der damit verbunden ist.

    Fragen über Fragen :D

    Einmal editiert, zuletzt von PatrickL (27. Oktober 2024 um 22:00)

  • Die Pflanze neigt sich? Uih, vielleicht nicht gut... Was genau neigt sich? Die gesamte Pflanze oder wirklich nur der Kopf? Die Frage ist, ob die Wurzeln noch okay sind - insofern macht Umtopfen irgendwann schon Sinn.

    Warte halt noch drei, vier Wochen, dann sollte sich die Aloe doch sowieso in Winterruhe befinden und der Stress wird weitestgehend verschlafen.

    Klar, im mineralischen Substrat ist nicht viel Futter. Gut erkannt! Aber Sukkulenten wachsen langsam und brauchen somit auch wenig Nährstoffe. Die kommen dann mit dem Dünger. In der Natur wachsen sie ja auch in nix anderem und gelegentlich kackt mal irgendein Tierchen hin und düngt.

    16 °C verursachen sicher keine Kälteschäden.

    Ansonsten ist für eine gesunde Pflanze ein Maximum an Licht schon elementar.

    So richtig kann ich aber immer noch nicht sagen, was das eigentliche Problem ist. Ehrlich gesagt: Keine Ahnung! Ich vermute aber schon eine Infektion.

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Möglichkeit 1

    Hallo Patrick,

    ich würde die Pflanze erst nächstes Jahr im Frühjahr umtopfen, um den aktuellen Stress nicht noch weiter zu vergrößern.

    Rein mineralisch muss nicht unbedingt nährstoffarm bedeuten, den Substraten sind teils Dünger zugesetzt - z. B. Lechuza Pon. In organischem Substrat - also das was gemeinhin als Blumenerde verkauft wird - sind die Pflanzen insbesondere bei zu üppigem Gießen sehr fäulnisanfällig, da das Wasser dort sehr lange gehalten wird.


    Beste Grüße

    Ingo

  • Hallo zusammen,

    seit längerem mal wieder ein unerfreuliches, seltsames Schadbild. Diesmal an zwei von meinen Aloen, die ich letztes Jahr aus La Reunion erhalten habe:

    Eine meiner drei Aloe johannis-bernardii (das war von Anfang an der schwächste Kindel) sieht sehr eigenartig aus:

    Auf den älteren Blättern zeigen sich punktförmige Ausblühungen - als ob dort Zellsaft austritt und eintrocknet. Dann verfärben sie sich schokoladenartig dunkel. Zunächst hatte ich die LED-Leuchte in Verdacht - vielleicht zu große Wärme und zu viel UV, aber die benachbarten Pflanzen reagieren bei ähnlichen Verhältnissen nicht so.

    Am Stämmchen bildete sich zudem ein wuchernder, abnormaler Austrieb. Solche Wucherungen bei Aloen stehen oft in Zusammenhang mit Milbenbefall. Ich kann da aber nichts finden.

    Ich neige dazu, die Pflanze auszusortieren.

    Auch meine Aloe belitsakensis sieht nicht gut aus:

    Hier treten ebenfalls bräunliche Flecken und schokoladenartige Verfärbung der älteren Blätter auf. Es wird wohl Zeit, dass sie an die frische Luft kommt. Ihr scheint der Aufenthalt in der Wohnung bei Kunstlicht überhaupt nicht zu behagen. Ich denke, ich stelle sie ab morgen ins Terrassengewächshaus. Es ist mein einziges Exemplar, ich möchte es weiter päppeln.

    Beste Grüße

    Ingo

  • Am Stämmchen bildete sich zudem ein wuchernder, abnormaler Austrieb. Solche Wucherungen bei Aloen stehen oft in Zusammenhang mit Milbenbefall

    Moin Ingo,

    Ich fürchte du vermutest da ziemlich richtig. Ich würde die kleine zumindest sehr sehr weit von deinen anderen Aloe isolieren, weiß aber nicht, ob sie sich überhaupt noch erholen kann. Soweit ich weiß gibt es auch keine Möglichkeit gegen Milben zu arbeiten außer mit schneiden oder systemischen Mitteln, da es sich bei allen Aloe Milben um Gallmilben handelt die nur im inneren der Pflanze leben.

    Der Kelch ist an mir zum Glück bis jetzt vorrüber gegangen, aber die viecher sind wohl häufiger mittlerweile an Importpflanzen.

    Bei der zweiten Pflanze vermute ich aber mal, dass es tatsächlich an anderen faktoren liegt, sonst wär das Herz mehr betroffen und würde nicht so vital nachwachsen. Ich hab solche Flecken im Winter manchmal bei Aloe casteniana und ich vermute es liegt an zu geringer Luftbewegung in der Zeit.

    Ich drück dir mal stark die Daumen :thumbup: :thumbup:

    Liebe Grüsse

  • Hallo Luca,

    danke für Deine Einschätzung. Ich habe mich von dem Aloe johannis-bernardii Ableger getrennt. Die anderen beiden, die ich noch habe, sehen unverdächtig aus.

    Beste Grüße

    Ingo

  • Hallo zusammen,

    seit einiger Zeit sah meine Aloe broomii nicht mehr gut aus. Große, mittlerweile aber abgetrocknete Rostflecken auf den älteren Blättern, bräunliche Farbe der Blätter, kaum Austrieb - irgendwie ausgezehrt. Also raus aus dem Topf:

    Die Pflanze stand zu feucht. Die Wurzeln waren größtenteils abgestorben; aber vor allem der dunkelbraune Fleck an der Basis links sah verdächtig nach Fäulnis aus. Zunächst habe ich noch die unteren Blätter abgezogen, in der Hoffnung, dass das nur oberflächlich ist.

    Leider nein:

    Rechts oben, das basal angegammelte Blatt sah eigentlich nicht dramatisch aus. Darunter (rechts Mitte) der kleine schwarze "Fleck" war der Versuch, die Fäulnis aus dem Stamm seitlich rauszuschneiden - vergebens, denn sie war schon tiefer eingedrungen, wie der orangefarbene Stammquerschnitt mit dem schwarzen Fleck in der Mitte zeigt. Ich habe dann noch ein Scheibchen abgeschnitten (unten rechts), in der Hoffnung einen Kopfsteckling retten zu können (links). Die Aloe sabberte orange, ich habe den Schnitt mit Holzkohle eingepudert.

    Tja, und dann fiel der Kopfsteckling um ...

    ... und zerfiel in seine Einzelteile. Das ist der Nachteil von Monocotyledonen, wenn man den Sproß zu hoch schneidet. Aus die Maus.

    Ich denke nicht, das Blattstecklinge funktionieren, aber das wäre die allerletzte Hoffnung. In Eggli, 2008, Sukkulenten, steht dass das bei Gasteria und Haworthia funktioniert, bei einigen nicht näher benannten Aloe-Arten wird dies allerdings nur vermutet.

    So ein Mist. Die Lehre daraus ist: Wenn eine Pflanze nicht gut aussieht, nicht warten und beobachten, sondern s o f o r t raus aus dem Topf und nachsehen, was los ist. Zudem waren an der Pflanze noch Reste vom "Torfzeugs" vorhanden, in dem sie ursprünglich gestanden hat. Diesen "Fäulnistrigger" muss man wirklich restlos aus den Wurzelansätzen unter dem Spross rauskratzen.

    Beste Grüße
    Ingo

  • Abend Ingo,

    Schade um die broomii, aber das passiert bei unserm hobby ja leider immer mal wieder. Ich durfte heute beim größer topfen auch sehen, dass viele meiner 2 Jährigen Lomatophyllum prostrata Sämlingen über den Winter ihre Wurzeln aufgegeben haben - ich vermute (da es nur die Palette unterm Tisch getroffen hat) dass sie durch zu kalte Temperaturen im Winter einfach keine Lust mehr hatten. Ich denke aber mal, dass der Großteil wieder austreiben sollte.


    Zur deiner broomii: Wenn du Ersatz suchst kann ich dir bei unserem sicherlich anstehenden Aloe Tausch gerne einen meiner Sämlinge zuschicken (die sind mittlerweile bei ca 8-9cm Durchmesser und haben ganz sicher noch nie in ihrem Leben Torf gesehen ;))


    Liebe (aufmunternde) Grüsse

    Luca