Aloen 2023

Fotowettbewerb 2025/2026 +++ Foteinreichung vom 18.01.2026, bis 01.02.2026, 13.00 Uhr +++ siehe Details
Guten Tag Gast. Schön, dass Sie mal hereinschauen! Einen angenehmen Aufenthalt wünscht das "Sukkulentenforum"-Team.
  • Ansonsten berserkere ich mich weiter durch meine Aloen-Sammlung, nach dem Motto "Aus die Laus". Bis dato bin ich nur noch bei einer Aloe imalotensis fündig geworden.

    Beim "Zwerge" topfen (= Aussaaten der letzten beiden Jahre) ist zum einen festzustellen, dass einige Pflanzen schon ganz schön gewachsen sind, zum anderen, dass sich wohl nicht immer das entwickelt hat, was auf den Samentütchen draufstand.


    Das hier z.B. sollte Aloe buhrii sein:

    Aloe buhrii sollte allerdings allenfalls fein gezähnte bis ganzrandige Blattkanten haben. Bei dieser hier sind die Zähne recht deutlich :/ .


    Das hier habe ich als Aloe ibitiensis (Madagaskar) ausgesät:


    Die länglichen, linierten, schwach gezähnten Blätter (aktuell ca. 18 cm lang) und der stämmchenbildende Wuchs passen allerdings so gar nicht. Ich habe dann ein wenig im Buch von Castillon & Castillon (The Aloe of Madagascar, 2010) geblättert und bin auf Aloe albostriata gestoßen, die ebenfalls aus den Bergen um Ibity stammt (Zentralmadagaskar - offenbar ein Biodiversitäts-hot-spot für Aloen). Die Art soll viele Ausläufer treiben. Na, mal sehen, ob sich das bestätigt.


    Das Pflänzchen musste mit Draht etwas gestützt werden.



    Beste Grüße

    Ingo

  • Hallo zusammen,

    sie kommen, sie kommen :) .



    Aber ab Montag ist hier kaltes Wetter mit Frost und Schnee angesagt, da wird Aloe lineata einen kurzen Blütenstopp einlegen. Sie steht ja gut geschützt im beheizten Überwinterungszelt. Bei milder Witterung wie zur Zeit mache ich das natürlich auf.


    Beste Grüße

    Ingo

  • Hallo zusammen,


    meine etwa 10 Jahre alte Aloe ellenbeckii wollte letztes Jahr nicht blühen und so richtig gewachsen ist sie auch nicht. Sehr verdächtig. Ich habe sie zwecks Kontrolle aus der Winterung geholt. Die Wurzeln waren größtenteils abgestorben und der kümmerliche Rest übersät mit - na was wohl :cursing: ?

    Nach der Entfernung des alten Substrates und der abgestorbenen Wurzeln sowie dem obligatorischen Celaflor-Tauchbad sah das dann so aus:



    Ich habe ein Kindel abgetrennt, um die Überlebenschancen zu steigern.


    Betrüblicherweise war das erst der Auftakt. Alle bislang kontrollierten weiteren Töpfe mit meinen älteren Aloen - Aloe bakeri, Aloe boiteaui, Aloe parvula, Aloe brevifolia, Aloe claviflora - erwiesen sich als befallen, das macht zur Zeit keinen Spaß ;( . Von Aloe claviflora habe ich kurzerhand einen Kopfsteckling geschnitten und das Desaster unterhalb der Erdoberfläche gleich komplett entsorgt.


    Mit betrübten Grüßen

    Ingo

  • ;( Ich leide mit dir! Das macht echt keine Freude... :rolleyes:

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Guten Abend Ingo,


    darf ich fragen - warum entfernst Du die "kümmerlichen" Wurzeln nicht komplett?

    Nach zwei bis drei Wochen kommen bei meinen Pflanzen immer neue Wurzeln.

    Wenn diese zwischen fünf und zehn Millimeter lang sind setze ich die Pflänzchen wieder in Substrat (ohne Kieselgur ;) ).

    Ausfälle kann ich nicht erinnern.


    Viel Erfolg und Läusefreie Zukunft,


    K.W.

  • warum entfernst Du die "kümmerlichen" Wurzeln nicht komplett?

    Tja, ich versuche zu retten, was zu retten ist. Da ich sofort neu topfe, geben die „Restwurzeln“ einen gewissen Halt. Gerade die kleinen Ableger purzeln ja sonst bei der leisesten Berührung aus dem lockeren Substrat.

    Aber ja, die von Dir geschilderte Methode hat auch was, die werde ich bei dem, was wohl noch kommt, auch testen können ;).


    Besten Dank

    Ingo


    Ich leide mit dir!

    Danke, Matthias. Kurzzeitig hatte ich schon überlegt, ob ich statt Aloen vielleicht doch besser Tomaten …. :S ;)..

    Kleiner Scherz.


    Beste Grüße

    Ingo

    Einmal editiert, zuletzt von Ingo () aus folgendem Grund: Ein Beitrag von Ingo mit diesem Beitrag zusammengefügt.

  • Kurzzeitig hatte ich schon überlegt, ob ich statt Aloen vielleicht doch besser Tomaten

    Lass mal lieber. Keine Option! Was machst du sonst im Winter?! Kämpfen!

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Ja, da macht es dann doch wieder Spaß :) .

    Der ältere von den beiden Aloe lineata - Blütenständen hat jetzt die 50 cm überschritten. Vor zwei Jahren hatte er sich schlussendlich auf 1 m gestreckt, ich vermute aber, dass er diesmal "gedrungener" bleibt. Na, mal sehen ;).


    Währenddessen hat sich fast unbemerkt Aloe deltoideodonta var. ruffingiana auch zur Blüte entschlossen:


    Nicht spektakulär, aber doch ganz hübsch:


    Die äußeren Tepalen der Blüten sind nicht bis zum Blütenboden geschlitzt. Die Blütenbasis ist etwas aufgetrieben.



    Aloe deltoideodonta scheint sehr variabel zu sein. Viele ursprünglich als eigenständig beschriebene Arten haben Castillon & Castillon wieder "eingesammelt" (The Aloe of Madagascar, 2010, S. 211), so auch die von Rauh & Pétignat 1999 in KuaS beschriebene Aloe ruffingiana als eine "Schattenform" madegassischer Wälder zur Varietät von Aloe deltoideodonta herabgestuft. Auch wurde eine gewisse Verwandtschaft zu Aloe rauhii festgestellt (Carter et al., Aloes - the definitive Guide, 2011, S. 402).


    Namensgebend für die Art sollen die recht gleichmäßig dreieckigen Randzähne der Blätter sein, nun ja. Hübsche Doppelflecken hat sie übrigens - finde ich ;).


    Eine sehr schöne Varietät wäre auch noch die var. fallax, mit feinen Längsstreifen auf den Blättern - hab ich nicht, suche ich noch.


    Beste Grüße

    Ingo

  • Insbesondere das letzte Foto - Chapeau!

    Und klar: Niemals von irgendwelchem Lausgesindel den Spaß verderben lassen! :thumbup:

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  • Hallo zusammen,


    jetzt "brennen" beide Aloe-lineata-Kerzen :) :


    Was ist sonst noch los ? (Das Läusegejammer spare ich mir an dieser Stelle)

    Von Aloe polyphylla hat sich von 10 Samen bislang (nach 22 Tagen) nur einer bequemt:


    Der Steckling von Aloiampelos tenuior (oder ciliaris) hat verblüffend dicke Wurzeln und so etwas wie einen klitzekleinen Kaudex entwickelt ;) :


    Die Pflanze selbst ist mit ihrem noch nicht mal bleistiftdünnem Trieb recht zart. Sie hat in Natura einen kletternden Wuchs und stützt sich an umgebenden Pflanzen ab. Das Foto ist leider etwas gelbstichig.


    Beste Grüße

    Ingo

  • Hallo zusammen,


    darf ich vorstellen: Einen schönen Neuzugang, den ich dank Fraukes Aloen-Preises vom letzten Fotowettbewerb erhalten habe:


    Aloe dorotheae aus Tansania. Benannt wurde sie von Alwin Berger 1908 nach Dorothy Westhead aus London - welche Bewandtnis es damit hatte bleibt offen. Er wird seine Gründe gehabt haben ;) . Die Pflanze bildet Bestände aus mittelgroßen Rosetten bei Blattlängen von 20 bis 30 cm. Die hier abgebildete Rosette ist mit einem Durchmesser von 12 cm allerdings noch deutlich kleiner.


    Die anderen Neuzugänge sind noch "geheim" ;) und werden gepäppelt.


    Beste Grüße

    Ingo

  • Hallo zusammen,


    die Aloe-lineata-Kerzen "brennen" jetzt im oberen Drittel:


    Der höhere von beiden hat jetzt die 70 cm überschritten. Die Pflanze ist mit Blütenstand 130 cm hoch.

    Heute durfte sie endlich raus aus dem Überwinterungszelt (siehe Foto von gestern) und das Frühjahrslicht ungefiltert geniessen :) .


    Beste Grüße

    Ingo

  • Hallo zusammen,


    mittlerweile bin ich bei meiner Anti-Laus-Umtopfaktion bei den etwas größeren Aloen angekommen. Der Substratverbrauch steigt rapide. Ich habe heute wieder Nachschub geordert.

    Aloe juvenna, eine kleinblättrige Art (Blätter nur wenige Zentimeter kurz) mit langen Sprossen wurzelte relativ flach im Topf und erwies sich als nur gering befallen.


    Das Umtopfen von Aloe karasbergensis war eine ziemliche Herausforderung. Die Pflanze hat jetzt einen Durchmesser von etwa 65cm und ist mit ihren dicken, sehr fleischigen Blättern - die noch dazu leicht brechen - ziemlich schwer. Daher habe ich sie, um die Hände frei zu haben vorsichtig auf ein Kissen gelegt. Die gute Nachricht: Keine Wurzelläuse.


    Die Pflanze ist recht kopflastig geworden. Während des Eintopfens kippte sie mehrfach langsam zur Seite, sodass der Wurzelballen teils wieder hoch kam :cursing: - ohne Fixierung ging das nicht. Also Pflanze und Substrat wieder raus aus dem Topf und aus Blumendraht, Paketschnur und Kabelbinder eine Halterung um Stamm und Topfrand gebastelt.

    Jetzt sitzt das:


    Beste Grüße
    Ingo

  • Ich sehe: Bei dir wird hochprofessionell umgetopft! :thumbup: Man muss sich nur zu helfen wissen. :thumbup:

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Sehr schön :). Die Aloe-Hybride soll wohl die beiden Aloe hereroensis überzeugen, ihr nachzueifern ;).

    Ich habe mich vor lauter Akkord-Umtopferei hier leider rar gemacht. Jetzt bin ich aber fast durch. Die nasse Witterung der letzten Tage gab kein gutes Fotolicht. Die Aloe descoingsii, die ich von Dir, Michael, erhalten habe, setzt zur Blüte an. Eine zweite aus meinem Fundus auch - ich hoffe, demnächst pinseln zu können.


    Beste Grüße

    Ingo

  • Die Aloe descoingsii, die ich von Dir, Michael, erhalten habe, setzt zur Blüte an. Eine zweite aus meinem Fundus auch - ich hoffe, demnächst pinseln zu können.

    meine descoingsii blüht jetzt auch, schwer zu fotografieren. Und, bei den kleinen Blüten sicher auch schwer zu pinseln, oder? Falls erfolgreich, würde mich ein Foto der Fruchtstände interessieren.

    grüsse
    michael

  • bei den kleinen Blüten sicher auch schwer zu pinseln

    Na, mal sehen, ich habe seehr feine Pinsel. Vorerst muss ich noch auf Synchronität warten. "Deine" (links) hat Vorsprung:




    "Meine" (rechts) stand nicht so hell, die Konsequenz ist blassere Blüten.


    Sofern der Samenansatz gelingt, werde ich das hier dokumentieren.


    Beste Grüße

    Ingo