Mit den Sulcorebutien hatte ich in 25 Jahren Aussaaterfahrung nur schlechte Erfahrungen gemacht. Viele Versuche mit gekauften Samen führten alle zu Enttäuschungen - Keimrate unter aller Kritik, die wenigen Sämlinge so schwach, dass sie nicht durchkamen. In 2021 hatte ich dann endlich erste kleine Erfolge mit Samen aus der KuaS-Liste. Daraus habe ich wenigstens ca. 20 Pflanzen bekommen, die jetzt ca 3 cm. Durchmesser haben. Einige Beispiele:
S. roberto-vasquezii
S. arenacea
S. mentosa v. crucensis
Daraufhin habe ich im Herbst 2021 mal von meinen eigenen erwachsenen Sulcos Samen geerntet. Die wurden dann in Juni 2022 ausgesät. Bis dahin hatte ich das nie gemacht, da dann doch eher Zufallsbestäubungen zu den Samen geführt haben. Und plötzlich war der Aussaaterfolg da: von den eigenen Samen lag die Keimrate weit über 50% und die Sämlinge entwickeln sich wunderbar. Dabei habe ich nichts geändert an der Aussaatmethode...
Meine Schlussfolgerung ist, dass bei vielen gewerblichen Anbietern die Samenqualität bei den Sulcos nicht die Beste ist. Vielleicht ist die Nachfrage zu gering, da sie meistens vegetativ vermehrt werden, und werden sie zu alt? Oder gibt es da andere Erfahrungen?
Jedenfalls habe ich jetzt ca 350 Sämlinge, wovon es sehr die Frage ist, was sich daraus entwickelt.
Einige Beispiele: bei S. albissima HS106 sieht es noch sehr einheitlich aus:
Bei S. dorana wird es schon bunter:
und bei S. crispata sehen die Sämlinge von der gleichen Mutterpflanze sich schon gar nicht mehr ähnlich:
Artrein ist da wohl sehr wenig, aber vielleicht gibt es da noch schöne Überraschungen....