Leiden Samen beim Versand im Winter?

  • Ich habe mehrfach zur kalten Jahreszeit bestellt, damit die Samen dann im Frühjahr vorliegen.

    Aber teilweise waren die Keimungsergebnisse unterirdisch, soll heißen, es ist gar nix gekeimt.

    Eine Nachfrage beim Händler ergab = "Machen Sie sich mal keine Sorgen!" <X

    Aber wenn teilweise absolut gar nix keimt, macht man sich doch seine Gedanken, ob es an Frosteinwirkung während des Transportes liegen könnte.

    Was meint ihr?

  • Ich habe mehrfach zur kalten Jahreszeit bestellt, ….

    Aber wenn teilweise absolut gar nix keimt, macht man sich doch seine Gedanken, ob es an Frosteinwirkung während des Transportes liegen könnte.

    Was meint ihr?

    Ich denke nicht, dass die Sendungen mehrere Stunden außerhalb von Gebäuden zwischengelagert werden, sodass sie einer Frosteinwirkung ausgesetzt sind.

    Gruß

    PACHYPOD

  • Natürlich liegen die mal über Nacht auf der Ladefläche eines LKW und anschließend mehrere Stunden im Wägelchen des Zustellers.

    Ich habe mal vor Jahren eine Sendung tiefgefrorener Pflanzen erhalten, weil der Verkäufer, immerhin ein "versierter" Gärtner ausgerechnet an dem Tag versandt hat, als zweistellige Minusgrade herschten. Das kann man also nicht ausschließen.

    Da manche Samen in den letzten Jahren wirklich sauteuer geworden sind, ist der Ärger natürlich besonders groß, wenn davon wirklich gar nix keimt.

  • Ich glaub auch bei Zustelldiensten arbeitet man nicht so gern stundenlang bei Minusgraden. Vermutlich dürfen die Mitarbeiter sogar in den Zustellautos mal die Heizung anmachen.

    Und wieviel Grad muss so ein Samenkörnchen abkommen, um ernsthaft Schaden zu nehmen? Nimmt da nicht vorher der Mitarbeiter Schaden?

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Nimmt da nicht vorher der Mitarbeiter Schaden?

    Bei den LKWs, die ich kenne, wird klar und deutlich zwischen Fahrerkabine und Ladefläche unterschieden. Da ist sogar eine Trennwand dazwischen. :P

    Aber wenn es wirklich "nur" am schlechten Saatgut liegt, woher bekommt man den gutes? Hierbei handelte es sich um einen namhaften Händler. Wenn selbst dort überalterter "Schrott" verkauft wird, kann man ruhigen Gewissens ja überhaupt nirgends mehr einkaufen, ohne befürchten zu müssen, irgendwas angedreht zu bekommen.

    Einmal editiert, zuletzt von Dackelhasser (3. Januar 2024 um 14:07)

  • Samen ist immer heikel, weil man dem Zeug nicht ansehen kann, was es taugt. Da kann man auch bei der besten Quelle mal voll ins Klo greifen, ohne dem Verkäufer einen Vorwurf machen zu können. Gegen eine ungünstige Genkombination ist auch niemand gefeit, sonst würd's auch keinen Trump oder Putin geben.

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Ich denke nicht, dass der Versand von Samen während der Winterzeit die Keimfähigkeit negativ beeinflusst. Ansonsten würde z. B. Volker Schädlich seine jährlich erscheinende Samenliste wohl kaum im November veröffentlichen. Auch ansonsten ist mir kein Händler bekannt, der während der Wintermonate kein Saatgut anbietet.

    Beste Grüße

    Markus

  • Also ich muss sagen, dass auch der Versand im Winter bislang keinen Unterschied gemacht hat. Und das durch die Bank bei allen Pflanzen. Ich denke auch, dass die Qualität des Saatguts und die Bedingungen bei/nach der Aussaat ausschlaggebend sind.

  • Die internationalen Samenbanken lagern die allermeisten Samen trocken bei -20°C damit die Keimrate nicht abnimmt. Trocken müssen sie halt sein (hab mal was von weniger als 15% Wassergehalt gelesen). Es gibt recalcitrante Samen, die das nicht vertragen, die werden dann in flüssigem Stickstoff bei -196°C eingefroren! Generell aber sind die meisten Samen, die sich gut trocknen lassen, einfrierfähig.

    Bei Kakteen/Sukkulenten würde ich mir da überhaupt keine Sorgen machen.

    Viel Erfolg beim Aussäen

    Robert

  • Tauber Samen? Ungünstige Genkombination? Unpassende Keimbedingungen? Falsche Jahreszeit? Nötige Vorbehandlung fehlt? Zu alt oder zu frisch? Da kommen unzählige Faktoren in Frage.

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • So isses, mein Freund, so isses! :thumbup:

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969