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  • Salvete!


    Gestern haben wir es endlich geschafft, unseren Zitronen größere Töpfe zu spendieren.


    Immer mal wieder gibt es ein Zitronenbäumchen, das irgendwie nicht gut aus dem Winter kommt, überhaupt nicht austreiben will.... und nach wochenlanger Geduld dann meist von unten her einen neuen Stamm ausbildet.

    In diesem Frühjahr hat uns das Schicksal 3 solcher Nicht-Austreiber beschert :(


    Bei der Umtopfaktion gestern haben wir aber zum ersten Mal einen möglicherweise dazu passenden Fund gemacht: in einem Topf tummelte sich ein Engerling, in allen drei Töpfen fanden sich noch Reste diverser Präkäferstadien. Ob die wohl an den Wurzeln geknabbert haben und den Citrus-Bäumchen so wohl die meiste Kraft geraubt haben?


    Gibt es von eurer Seite ähnliche Erfahrungen? Kann jemand die Engerlinge als Ursache für das Problem bestätigen?

  • Kann ich absolut bestätigen. Ein Großteil meiner Topfpflanzen auf der Terrasse, welche in humosem Substrat stehen, sind mit den Jungs - bei mir sind es Rosenkäfer - befallen. Die fressen zwar keine Wurzeln, aber letztlich wird das Substrat komplett zersetzt und für die Pflanzen unbrauchbar. Sieht man recht schnell an der feinkrümeligen Substratkonsistenz. Die Pflanzen kümmern dann deutlich.


    Da hilft erstmal nur umtopfen. Da ich Rosenkäfer liebe dürfen die auf meinem Komposthaufen weiterleben. Sind oft mal gerne mehr als 10 Larven je Topf.

    Heuer teste ich mal eine Substratabdeckung mit Kiefernrinde, vielleicht hilft es. Heute Mittag sind schon wieder die ersten Käfer um die Töpfe geschwirrt, auf der Suche nach Eiablagemöglichkeiten. Mal sehen wie es weiter geht - die Käfer sind im Gegensatz zu ihren Maden halt doch schon eine Augenweide.


    Allerdings gibt es ein weiteres Problem. Offensichtlich wittern Waschbären das Vorkommen dieser Maden. Letztes Jahr haben die mir auf der Terrasse gezielt die Töpfe mit Madenvorkommen recht radikal auseinander genommen - von den Lilien über Geranien bis hin zum Schnittlauch - aber immer gezielt Töpfe in denen Käfermaden lebten. Nunja, leben mit der Natur ist abenteuerlich und spannend..


    Grüßle

    Robby

  • Solch ein Erscheinungsbild beim Austrieb hatte ich einmal bei einem Oleander. Da lag es allerdings daran, dass im Winter der Stamm erfroren ist. Etliche Nächte unter -10 Grad und Tage mit Dauerfrost waren dann doch zu heftig.

  • Na, die Zitronen haben bei mir im GWH bei +/- 5°C überwintert, das ist also nicht das Thema. Höchstens die dann zwischendrin zeitweise sehr warmen Tagestemperaturen bei kaum Wasser, da ja nachts die Temperaturen immer wieder runter gingen.


    Ich habe dieses Jahr mal absichtlich beim Umtopfen der Neuzugänge das alte Substrat gesammelt - aber immer einzeln die Pflanzen ausgetopft, Wurzeln begutachtet und bei Schädlingsfreiheit das Substrat in die Sammelwanne gekippt. Da ich ja einige Pflanzen bei Haage gekauft hatte, kam da einiges mit Weißtorf zusammen. Für die Kakteen mag ich dieses Substrat so gar nicht, dachte aber, dass es für die Zitronen super sein könnte. So stehen die Pflanzen jetzt auf Weißtorf mit vielen mineralischen Zuschlägen, eben was halt beim Austopfen so zusammen kam. Bin gespannt, wie sich die Pflanzen dieses Jahr darin entwickeln und was sich über Winter so in den Töpfen tummelt.


    Wenn man Zitronen kauft, und da scheint die Quelle recht egal, stehen die immer auf normalem humosem Boden. Finde ich eher ungeeignet, insbesondere wenn man schaut, wo diese Bäume üblicherweise kultiviert werden.

  • Ich habe etliche selbst gezogene Zitronen-, Mandarinen- und Grapefruitbäumchen in 100% mineralischem Substrat stehen. Alle stehen ganzjährig im Haus und in Semihydroponiktöpfen. Funktioniert gut.

    Draussen habe ich Engerlinge wohl von Maikäfern nur in Balkonkästen mit Blumenerde gefunden. In Töpfen oder Kübeln mit 1/3 humosem Boden und 2/3 mineralischem Substrat tauchten die noch nie auf.

    Vielleicht hilft es ja, auf Töpfe mit humosem Boden 2-3cm mineralisches Substrat, z.B. scharfkantige Lava aufzutragen. Das könnte Käfer davon abhalten, Eier in die Töpfe zu legen. Nach der Zeit der Eiablage kann die mineralische Deckschicht wieder weg.

  • 100% mineralisch? Klingt gut und entspricht auch dem, was ich auf Grund der typischen Anbaugegenden durchaus erwarten würde. Dann sollte das jetzige Substrat also gar nicht so schlecht sein. Danke für die Rückmeldung.


    Die Zitronen hat meine Frau reingebracht, ich habe mich bisher wenig mit diesen Pflanzen beschäftigt. Und die Pflanzen standen auf üblicher Gartenerde. Interessant also, dass dort die Käfer gerne die Eier ablegen, in das mineralische Substrat wiederum nicht. Mich hat mehr das Thema Feuchtigkeit auf ein anderes Substrat gebracht: Im Frühjahr war es fast unmöglich, den z.T. auch lehmigen Topfinhalt überhaupt feucht zu bekommen und jetzt dann eben auch wieder trocken. Staunässe will ich da eben nicht haben.

    Also bin ich da wohl auf einem guten Weg 8)


    Danke für die Infos.

  • Danke. Das ist lehrreich für mich. Nach 2 verlorenen Citrus, davon ein Buddha’s Hand. Darauf habe ich bisher nicht geachtet.

  • In 100% mineralischem Substrat in der Semihydrokultur wächst im Haus fast alles, was ich ausprobiert habe.

    Nur bei Phalaenopsis hat das bei mir nicht dauerhaft gut funktioniert.

  • In 100% mineralischem Substrat in der Semihydrokultur wächst im Haus fast alles, was ich ausprobiert habe.

    Nur bei Phalaenopsis hat das bei mir nicht dauerhaft gut funktioniert.

    Ich hatte mal eine Phalaenopsis cornu-cervi var. chattaladae, die mickerte in

    allen üblichen Phal-Substraten.

    Zufrieden war sie erst mit reinem Blähton.

    Viele Grüße Theodora

  • Nun leben Phalaenopsis species ja epiphytisch. Deshalb ist es üblich, sie auf Kork oder anderer Rinde aufzubinden. Alternativ im durchsichtigen Plastiktopf in Rindenstückchen einzubauen (durchsichtig, weil auch die Wurzeln photosynthetisieren). So sollte es klappen.

  • nur dumm, dass meine Frau Orchideen und insbesondere Phalaenopsis so gar nicht mag. So komme ich erst gar nicht in Versuchung, da wieder zu experimentieren :D