Wo arbeitet Ihr mit Euren Pflanzen?

  • Moin!

    Ich bin neugierig, wie und wo Ihr mit Euren Pflanzen arbeitet. Wo Ihr Euer Material lagert und umtopft und dergleichen.

    Ich kann im Winter oder bei ungünstigem Wetter schlecht mit Pflanzen, Substrat usw. arbeiten, da ich keinen geeigneten Raum habe. Allenfalls die Arbeitsfläche der Küche oder der Esstisch im Wohnzimmer würden sich anbieten. Dass ich dies ausschließlich in Notfällen mache, könnt Ihr sicherlich nachvollziehen. Räume wie Keller, Garage, Wintergarten, begehbares Gewächshaus habe ich nicht. Wenn ich mit Pflanzen arbeite, dann draußen auf der Terrasse auf dem Gartentisch.

    Meine Materialien lagere ich in einem im Mittel ca. 0,6 x 3 Meter Terrrassenschuppen, der leider trapezförmig ist, also eine schmale Seite eine geringere Tiefe hat als die andere. Da passt nicht viel rein, weil ich dort ja auch die Materialien zur Pflege der Terrassenbepflanzung lagere (Besen, Schaufel, Abfallsack...). Zudem herrschen in diesem Schuppen Außentemperaturen, so dass ich Substrate schon manches Mal auf Zimmertemperatur bringen musste, bevor ich es verwendete.

    Wie sieht es bei Euch aus?

    Neugierig

    der TOM

  • Guten Abend Tom,

    da sich meine Pflanzen derzeit im Winterquartier im Keller befinden, hat sich auch mein „Arbeitsplatz“ dorthin verlagert. Ich habe mir dafür einen mobilen Arbeitsplatz eingerichtet: Auf einem Transportroller für Eurokisten sind drei Kisten gestapelt, oben mit einem Deckel abgeschlossen und darauf eine Arbeitswanne. In dieser topfe ich um, säe aus und mache gelegentlich auch Fotos.

    In den drei Kisten befinden sich – von unten nach oben – zunächst verschiedene Substrate, darüber Töpfe, Dünger und Pflanzenschutzmittel und ganz oben meine Trabi-Sanikisten mit Arbeitsutensilien und Saatgut. So habe ich alles Wichtige direkt griffbereit. Der Aufbau ist so konzipiert, dass man bequem im Stehen arbeiten kann; für Arbeiten im Sitzen nimmt man einfach eine Kiste aus dem Stapel heraus.

    Die größeren Mengen an Substraten und Töpfen stehen weiterhin draußen im Stallgebäude, werden also nur bei Bedarf geholt.

    Gruß

    Edwin

  • Ein interessantes Thema, danke TOM.69

    Ich habe (inzwischen) die Möglichkeit meine Kakteen im Keller oder bevorzugt und sofern es das Wetter zulässt, bevorzugt draußen umzutopfen. Früher habe ich dies im 1. Stock auf dem Balkon gemacht, was natürlich sehr aufwendig gewesen ist.

    Substrate, Töpfe und sonstiges Zubehör bewahre ich im Keller auf.

    Beste Grüße

    Markus

  • Ausschließlich im Garten.

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Bei mir auch. Alles im Garten. Bis auf die Aussaat, die bei mir immer im Winter stattfindet.

    Gruß Stefan

    " Ceterum censeo hiemem esse prohibendan "

    'Leute, des wichtigste im Leben is doch a Kaktus''
    Alfons Laußer, im April 2001

  • Bei mir ist es zweigeteilt. Alles, was ich für Pflanzen im Garten bzw aktuell im Winterquartier brauche, ist im Garten. Auch Säcke mit verschiedenen Substraten. Da habe ich auch einen Tisch zum Umpflanzen.

    Drinnen habe ich neben einigen Sukkulenten auch etliche Pflanzen ganzjährig in Semihydroponik stehen. Das Material steht für aktuelle Gebrauchsmengen an Substraten oder Töpfen im Arbeitszimmer. Zur Lagerung von Substraten haben sich hier stapelbare, rechteckige 12l Eimer mit Deckel bewährt. Die brauchen deutlich weniger Platz als runde Eimer. Vorräte sind im Keller. Umpflanzen passiert hier auf dem Schreibtisch. Tagsüber ist das mein Homeoffice-Arbeitsplatz. Abends räume ich bei Bedarf Monitor und Laptop zur Seite und los gehts. Im Schreibtisch langern nur Sachen für Pflanzen. Büroutensielen in Regalen daneben.

  • Moin TOM,

    bei mir ist es ebenfalls zweigeteilt. Die kleineren Pflanzen topfe ich im Keller auf einer Werkbank um. Auch Aussaaten nehme ich dort vor. Im Keller habe ich einen Vorrat an Substraten (teils in Säcken und teils in Kunststoffboxen mit Deckel) und Töpfen. Da der Keller mit einem beheizten Raum in Verbindung steht, ist er auch sehr angenehm temperiert - da lässt es sich länger gut arbeiten. Die großen Pflanzen topfe ich ab Frühjahr draußen auf der Terrasse um. Dort habe ich einen Geräteknast (eine Truhe aus verzinktem und beschichtetem Stahlblech), in dem meine Handwerkzeuge liegen. Die benötigten Pflanzsubstrate und Töpfe schleppe ich vom Keller hoch. Damit ich die Terrasse nicht mit Substratbröseln vollsaue, lege ich eine Plane unter.

    Beste Grüße

    Ingo

  • Ich habe in einer großen Garage eine Ecke mit Werkbank. Das ist mein Winter-Arbeitsplatz und dort sind auch Substrate, Töpfe und Werkzeuge gelagert. Mit einem Heizstrahler und dick eingepackt lässt sich da gut arbeiten. Die bald beginnende Umtopf-Aktion zieht sich doch ganz schön. Ab Frühjahr/Sommer wird dann im Freien gearbeitet.

    Gruß Wolfgang

  • Da ich ein bekennendes Faultier bin und die Pflanzen im zweiten Stock stehen, finden meine Umtopf-Arbeiten im Büro statt. Die versch. Substrate fülle ich in große Eimer um, dann läßt sich das gut stapeln. Töpfe, Dünger, Werkzeuge etc. sind in Kartons sortiert. Damit das keine uferlose Sauerei gibt, hab ich zwei flache Plastikwannen im Einsatz: in einer wird ausgetopft, in der anderen mische ich das neue Substrat an.

    Da bis auf meinen alten Fero nur kleinere Töpfe bis ca 12 cm im Einsatz sind, geht das gut. Für größere Mengen an KuaS oder große Gefäße wäre das System vielleicht nicht so optimal..

    Was sich als ganz praktisch erwiesen hat, sind Einmal-Bettschutzauflagen (wie sie auch z. B. im Krankenhaus verwendet werden): die sind auf einer Seite wasserdicht, die andere saugt auf. So bleibt der Teppich trocken, auch wenn beim angießen mal was danebenschwappt.

    LG Ulle

    Behandle die Schöpfung mit Respekt und deine Mitmenschen so, wie du behandelt werden willst

  • Solche Arbeiten erledige ich vollständig im Gewächshaus. Habe mir dort extra beim Bau der Inneneinrichtung einen Arbeitsplatz eingerichtet - der aber mittlerweile überwiegend zur Lagerung von Pflanzen benötigt wird. Aussaat, Pikieren und Umtopfen kleinerer Pflanzen mache ich meist zusammen mit meiner Frau. Dazu baue ich einen Campingtisch im Gang des GWH auf mit Campingstühlen auf beiden Seiten. So können wir dann durchaus Stunden bei Kaffee und kontemplativer Arbeit gemeinsam (meist schweigend) im Gewächshaus verbringen.

    Substrate und Töpfe lagere ich in der nahe gelegenen Garage. Substrat bestelle ich im BigPack, die üblichen Topfgrößen kartonweise. Ich habe immer einen Eimer Substrat im Gewächshaus und eine kleine Topfauswahl ebenfalls. Der Rest wird nach Bedarf aus der Garage geholt.

    Vorsicht: ich habe eine Trichose!

  • Moin!

    Schon mal vielen Dank für die Beträge :thumbup:

    Die Arbeitsweisen sind (wie wir Menschen und unsere Wohnsituationen) sehr unterschiedlich und ich bin gespannt, was noch kommt.

    So ein bisschen soll dieser Beitrag als Inspiration dienen und ich stelle fest, dass eine Veränderung meiner "Arbeitssituation" an der Lagerung des Materials scheitert.

    Die flachen Wannen, Einmal-Bettschutzauflagen, arbeiten am Schreibtisch sind tolle Ideen, um Indoor zu arbeiten :thumbup:

    Wir haben einen Esstisch mit Glasplatte und ich habe eine alte Tischdecke benutzt um sie zu schützen. Darauf eine Umtopfplane und eine flache Wanne. Das herunter gefallene Substrat konnte ich aus dem Teppich saugen. Trotzdem möchte ich das nur in Notfällen machen, weil unser Wohn- und Essbereich der Erholung und Entspannung dienen soll. Ja, ja, das Arbeiten mit den Pflanzen kann meditativ sein und entspannen, ich weiß.

    Liebe Grüße

    vom TOM

  • Wohn- und Essbereich

    neeee, da möchte man das doch eher nicht machen....zumal das Substrat im Essen so knirscht ^^ .

    Lagerung des Materials

    naja.... bei mir stehen (Zählung heute) 6 große Eimer mit den versch. Körnungen von Rotopor/Lechuza/Vulcatec, Blähton, Bims, Granit.... und je ein kleiner mit Karnivorenerde, Lithopssand, Kokos und normaler Erde zum mischen. Das läßt sich ganz gut stapeln.

    Mein Mann äußert nur allmählich Bedenken wegen der Statik...ggggg :rolleyes: :D

    LG Ulle

    Behandle die Schöpfung mit Respekt und deine Mitmenschen so, wie du behandelt werden willst

  • Wir haben vor einigen Jahren so ein kleines "Schüppi" (unten Holz und oben alte Doppelstegplatten) gebaut, mit Regalen für die Töpfe und unter den Pflanztisch kann ich die Säcke stellen. Da kann ich prima umtopfen und habe alles bei der Hand. Das Aussäen erledige ich in der Küche am Küchentisch. Das Aussaatsubstrat wird auch in der Küche im Schnellkochtopf mit Dampf sterilisiert.

    Viele Grüße von Gabi

  • Auch wenn ich - wegen der Bromelien - um die 9°C im Gewächshaus habe, warte ich zum Umtopfen doch lieber, bis es etwas wärmer wird. Sollte doch mal eine größere Wurzelverletzung vorkommen, hätte ich bei den niedrigen Temperaturen eher die Befürchtung, dass es nicht ausreichend schnell abtrocknet.

    Vorsicht: ich habe eine Trichose!

  • Apropos umtopfen....

    Verwendet ihr eigentlich benutztes Substrat noch irgendwie? Also für KuaS würde ich es ja nicht mehr nehmen, aber vielleicht irgendwie im Garten?

    Hintergrund der Frage ist, daß unsere Gemeinde schon Schnappatmung bekommt, wenn Blumenerde im Bio-Müll landet (könnte ja noch Tongranulat oder so drin sein) und Erde gehört im Wertstoffhof in den Container.... rein mineralisches Substrat geht ja eh nicht über Biomüll, wäre also Restmüll. Oder Katzenstreu ;) .

    Ok, Karnivorenerde u. ä. reine Erden schmeiß ich im Garten in die Beete, das passt schon.

    Im Wertstoffhof trifft man auch auf ratlose Gesichter, wenn man fragt, wo denn das miner. Substrat hinsoll. Ich kann's ja schlecht zu Ziegeln backen und dann beim Bauschutt reinwerfen. Einer der Mitarbeiter meinte im Ernst, ob das nicht vielleicht Sondermüll sei, weil ja "Dünger oder sonstige Gifte" drin sein könnten. Dem Kirchenlicht zu erklären, daß ich meine KuaS nicht uuunbedingt mit Gift dünge, hab ich mir verbissen :rolleyes: ^^ .

    LG Ulle

    Behandle die Schöpfung mit Respekt und deine Mitmenschen so, wie du behandelt werden willst

  • Ohne mit der Wimper zu zucken kipp ich das in den Garten!

    Dort ist eh alles rein mineralisch, da kann ja das ausgelutschte Substrat nur ne Aufwertung sein.

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Zu gebrauchtem Substrat wurde auch bereits hier einiges geschrieben...

    sonnenreych
    12. November 2025 um 17:55

    Beste Grüße

    Markus