Agaven - Kulturfragen

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  • Hallo nochmals,


    Neben der Aloe vera, mit der ich mich vor ein paar tagen beschäftigt habe, habe ich auch noch eine Drachenbaumagave (Agave attenuata), welche keinen besonders gesunden Eindruck auf mich macht.

    Im Anhang ein Foto vom aktuellen Zustand.

    Bisher wuchs die Agave immer recht fleissig, auch rund ums Jahr, denn sie wurde in der Wohnung überwintert.

    Da ihr Topf kaputt war, habe ich sie vor ca. 4 Wochen umgetopft. Dabei habe ich sie ebenso wie die Aloe in ein Gemisch aus ca. 40% Blumenerde und 60% Blähton und Bims eingesetzt. Auch habe ich sie direkt gewässert.

    Nun habe ich mich etwas eingelesen und stelle fest, dass sie im Winter mangels Licht besser kühl und trocken steht. Das könnte ich im Keller machen, allerdings bekommt sie da noch weniger Licht (nur ein kleines Fenster).

    Ausserdem stellt sich mir die Frage ob ich sie in anderes Substrat umtopfen sollte - ich habe ja noch von der Aloe das Vulkatec Kakteensubstrat. Jedoch stellt das Umtopfen sicherlich auch einigen Stress für die Pflanze dar.


    Danke für eure Tipps,

    Pascal

  • ca. 40% Blumenerde und 60% Blähton und Bims eingesetzt. Auch habe ich sie direkt gewässert.


    einigen Stress für die Pflanze

    hi Pascal,


    die "Aloe-Profis" werden sich sicher noch melden, aber aus meiner Sicht:


    Auch für die Agave würde ich persönlich eher Vulcatc nehmen. Und gießen erst nach ein paar Tagen, damit sich die Wurzeln noch erholen können vom umtopfen.

    Streß ist relativ.....da du gerade erst umgetopft hast, dürfte das weniger streßig sein als wenn du - was weiß ich - 6 Wochen wartest und den Grüni dann wieder aus dem Topf holst....


    Aber wie gesagt, das ist nur ne Einschätzung, da haben andere deutlich mehr Ahnung! :/ ;)

    LG Ulle


    Behandle die Schöpfung mit Respekt und deine Mitmenschen so, wie du behandelt werden willst

  • Hallo Pascal,


    die Agave attenuata kann - wie Ulle schreibt - in das gleiche mineralische Substrat getopft werden wie Deine Aloe (die übrigens eher in die Aloe maculata - Sippe gehört und eindeutig mehr Licht braucht). Ich habe auch so eine Agave in meiner Wohnung stehen, sie erreicht schon fast die Zimmerdecke und ist auch etwas vergeilt, weil sie nicht so hell steht, wie sie bei der Zimmertemperatur von um 20oC müsste. Je dunkler die Pflanzen stehen, desto kälter muss es sein ( bis runter zu einstelligen Plus-Graden), damit sie nicht unschön wachsen. Je wärmer sie stehen, desto mehr muss man gießen, damit sie nicht vertrocknen - und wenn es dann nicht hell genug ist, fangen sie an zu schiessen. Ein Dilemma. Deine sieht doch noch ganz ordentlich aus. Ob sie im Keller besser aufgehoben wäre, bezweifle ich. Die älteren Blätter zieht die Pflanze übrigens relativ schnell ein, das ist normal. Im Alter bilden sich aber dafür hübsche Stämmchen und die Pflanze treibt an der Basis Ausläufer.


    Beste Grüße

    Ingo

  • Wusste ich es doch.... ^^

    Ingo hat da deutlich mehr Plan!! :thumbup:

    LG Ulle


    Behandle die Schöpfung mit Respekt und deine Mitmenschen so, wie du behandelt werden willst

  • Shamrock

    Hat den Titel des Themas von „Agave attenuata (Drachenbaumagave)“ zu „Agaven - Kulturfragen“ geändert.
  • Ob sie im Keller besser aufgehoben wäre, bezweifle ich.

    Herkunft: mexikanische Höhenlage. Die braucht viel Licht. Andererseits, wenn die kühl, bei etwa 8°C überwintert wird, passiert da eh nicht viel an Wachstum und Keller sollte ok sein. Wobei ich so dunkle Ecken für die Überwinterung selbst irgendwie nicht mag. Hell und kühl würde ich gerade für so Sonnananbeter defintiv bevorzugen.

    Vorsicht: ich habe eine Trichose!

  • Ah ja, ich stimme Ingo da voll zu . Auch wenn der Keller das Wachstum einschränken kann, eine Pflanze von den mexikanischen Hochplateaus mag totale Dunkelheit eindeutig nicht. Ich selbst habe schon „Sonnenliebhaber“ in einem etwas dunklen Keller ausprobiert – sie wurden alle blass und schwach… Ein heller, kühler Platz hingegen gibt genau das Richtige, um den Winter zu überstehen, ohne zu gestresst zu werden. Und mit etwas Glück fangen sie im Frühling direkt wieder an zu wachsen, ein echtes Glück, die neuen Blätter sprießen zu sehen

  • Hallo erstmal! Herzlich willkommen hier im Forum!


    Naja, im Winter werden die Wachstumsfaktoren Wassergaben und Temperatur runtergefahren, damit das Wachstum eingestellt wird und die Pflanze in eine Ruhephase geht. Licht ist dann sekundär, wenn es eh kein Wachstum gibt.


    Prinzipiell ist Licht immer gut, aber wenn dunkel überwintert wird, muss man halt im Frühling vorsichtiger an die Sonne gewöhnen.

    In der Wachstumsphase ist das Licht elementar!

    Früher haben die Leute ihre Kakteen ausgetopft, in Zeitung gewickelt und im Kühlschrank überwintert.

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Schon richtig. Nur hat es in so einem Kühlschrank nur um die 5 - 7 Grad.

    In Altbauten mit tiefen Kellern und Natursteinwänden in denen es auch im Sommer kühl bleibt, geht die Temperatur im Winter nicht über 10 Grad.

    Solche Keller halte ich auch für die Überwinterung von entsprechenden Pflanzen geeignet, die auch in der Natur eine Winterpause einlegen.

    In den meisten moderneren Bauten liegt die Kellertemperatur deutlich über 10 Grad, im Oktober, beim Einwintern, wahrscheinlich sogar an die 15 Grad. Hatte man die Pflanze bis kurz vor dem Frost draussen und bringt sie dann in den Keller, dann sind 15 Grad warm und sie beginnt zu wachsen und vergeilt zwangsläufig.

    Starke Dehydrierung vor dem Einräumen kann dem entgegenwirken. Nur muss man dann rechtzeitig im baldigen Frühjahr aufpassen, dass die Pflanze nicht vertrocknet. Das gilt insbesondere für kleine Exemplare ohne große Reserven.

    Gruß Stefan

    'Leute, des wichtigste im Leben is doch a Kaktus''
    Alfons Laußer, im April 2001

  • ausgetopft, in Zeitung gewickelt und im Kühlschrank überwintert

    ..oder auf dem Kleiderschrank im Schlafzimmer.

    Allerdings vermute ich, daß diese Überwinterungsmethoden VOR Mauerdämmung und Heizung funktioniert haben.

    tiefen Kellern und Natursteinwänden

    wer hat die noch???


    in meinem Keller - z.B. - wäre die Überwinterung unmöglich, da der isoliert ist und dierekt daneben die Heizanlage arbeitet.


    Sachen, die anno Äpfelbaum funktioniert haben, dürften heute dank (z.B.) Fußbodenheizung, isolierten Mauern, Wäremedämmung etc. schwierig sein.... :/


    Wohl dem, der/die noch so nen alten Keller hat!

    LG Ulle


    Behandle die Schöpfung mit Respekt und deine Mitmenschen so, wie du behandelt werden willst

  • Ganz normal. Weder Altbau noch hochmodernes Energieeffizienzhaus. So wie wohl die allermeisten Häuser im Land.

    Der Keller ist im Winter kalt und durch Lüften kann man auch etwas steuern. Kalt genug für eine artgerechte Überwinterung und das Treppenhaus wird noch kälter.

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Ja, das klingt ganz normal. Viele „normale“ Häuser haben solche Temperaturunterschiede, vor allem mit gut belüftetem Keller. Bei meinen Eltern war das ähnlich: Treppenhaus eiskalt, ideal zum Überwintern. Wenn man viel Zeit in kühlen Bereichen verbringt, denkt man automatisch an Gemütlichkeit – ich hatte mal eine Seite gesehen, um xxx . Dort geht es um weiche, gemütliche Partnerlooks für Familien. Egal wie alt das Haus ist, ein bisschen Wärme schadet nie.

    Einmal editiert, zuletzt von Shamrock () aus folgendem Grund: Werbelink entfernt

  • Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Tipps und die Diskussion über die geeignete Überwinterung. Ich habe mich bisher nicht durchringen können, sie in den Keller zu stellen, da dort zwar Licht, aber doch deutlich weniger als in der Wohnung ist.

    Aber ich habe die Agave umgetopft in die Vulkatec Erde. Im Anhang ein Foto von den Wurzeln. Meiner Ansicht nach ganz normal.

    Seit dem Umtopfen hat sich ihr Zustand auch nicht verschlechtert, so dass ich guter Hoffnung bin, dass es ihr gut geht.

    Viele Grüße,

    Pascal

  • Aber ich habe die Agave umgetopft in die Vulkatec Erde. Im Anhang ein Foto von den Wurzeln. Meiner Ansicht nach ganz normal.

    Seit dem Umtopfen hat sich ihr Zustand auch nicht verschlechtert, so dass ich guter Hoffnung bin, dass es ihr gut geht.

    Das sind doch gute Aussichten. :thumbup:

    Beste Grüße

    Markus

  • Hallo Pascal,

    ja, ordentliches Wurzelwerk, das wird. Da die Pflanze noch nicht sehr hoch ist, wird sie wohl ohne Stütze auskommen.


    Beste Grüße

    Ingo