Eriosyce Kulturfragen

  • Hallo zusammen,

    heute habe ich unter anderem zwei Eriosyce spec. erhalten. Die Pflanzen hatten

    vor dem Versand einen Sonnenbrand abbekommen, das hab ich aber gewusst,

    und auch einen Ersatz mit eingepackt bekommen.

    Außerdem sind die Pflanzen gepfropft (ist nicht so mein Ding, aber ich wollte die

    Pflanzen haben).

    Soweit also alles gut.

    Leider sieht aber die eine Eriosyce sehr schlecht aus. Meine Frage an euch: ist da

    noch was zu retten?

    Bzw. kann oder WAS kann ich noch versuchen, um den Kaktus zu retten?

    Die Kakteen waren sehr lange in dem Paket drin, ich geh also davon aus, dass sich

    der Zustand in diesen Tagen im Paket so verschlechtert hat.

    Manchmal geht halt einiges schief, wie gesagt, es ist soweit alles in Ordnung für mich,

    ich habe keinen finanziellen Schaden.

    Ich würde nur gern versuchen, den kleinen Kerl zu retten.


           

    Viele Grüße Theodora

  • Der Sonnenbrand ist eher ein kosmetisches Problem, doch hier hat es den Anschein, dass die gezeigte Pflanze wie bereits angesprochen von einem Pilz befallen ist. Du könntest diesen Bereich großzügig herausschneiden und so versuchen den Kaktus noch zu retten.

    Eventuell liege ich aber auch komplett falsch....?

    Beste Grüße

    Markus

  • Ich kanns ja morgen mal mit herausschneiden versuchen,

    dann hab ich das auch mal gemacht <X .

    Sollte ich den anderen Kaktus irgendwie behandeln? So

    vorsichtshalber .. die waren ja beide im gleichen Papier

    eingerollt.

    Pilze sind da ja echt fies.

    Viele Grüße Theodora

  • Ich sehe das doch etwas anders. Für mich ist das weder Sonnenbrand noch Pilzerkrankung. Da ich bei den Chilenen schon ähnliche Symptome hatte, wäre ich da eher bei einer (mittlerweile bekämpften) Wolllausinvasion. Das kann tatsächlich letztendlich auch zum Absterben einer Pflanze führen.

    Falls da aber momentan nichts Weiches (Fäulnis) erkennbar ist, einfach eintopfen und weiterkultivieren. Die Schäden werden sich mit der Zeit verwachsen.

    Okay - Ferndiagnose ist schwierig - aber doch soweit mein Eindruck.

    Grüßle

    Robby

  • Der Kaktus hatte innen einen matschigen Kern. Die Unterlage

    war auch betroffen, die fiel einfach ab. Es sieht für mich aus, als

    hätte sich die Unterlage verabschiedet. Kenne mich da aber auch

    zu wenig aus, um es sicher beurteilen zu können.

    Der matschige Kern war in einer Art Blase, ich konnte diese Blase

    mehr oder weniger einfach rausholen, wie man die einzelnen Schichten

    einer Zwiebel rausholen kann. Drum herum sieht alles gesund aus.

    Davon hab ich leider keine Bilder gemacht, hab nicht dran gedacht.

    Trotzdem nicht wirklich viel übriggeblieben ist, hab ich die

    offenen Flächen mit Heilerde eingepudert (sonst hab ich nix daheim),

    und auf ein Gläschen gelegt.

    Mehr als dass auch der Rest nix mehr wird, kann ja nicht passieren.

    Schau ma mal, wie mein Versuch ausgeht. Wegschmeißen kann ich

    den Rest immer noch.

    Aber von Orchideen weiß ich, dass auch Tote wieder zum Leben erweckt

    werden können, und Versuch macht klug ;) .

          

    Viele Grüße Theodora

  • Uihuihuih... Am besten wäre es jetzt wahrscheinlich, das verbliebene Teilchen zu pfropfen. Bewurzeln wird heikel, aber einen Versuch isses allemal wert. Ich drück beide Daumen!

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Daran hab ich auch schon gedacht, Matthias. Das wär

    dann das nächste, was ich noch nie gemacht habe.

    Ich habe bis jetzt eigentlich immer einen großen Bogen

    um gepfropfte Pflanzen gemacht.

    Ich muss mich da jetzt wohl doch mal reinlesen. Wie heißt

    es so schön? Sag niemals nie ...

    Warum pfropft man Eriosyce eigentlich? Ist das, außer für

    schnelleres Wachstum, noch aus anderen Gründen unbedingt

    nötig?

    Viele Grüße Theodora

  • Eine Eriosyce fällt mir ein, die man pfropft, weil man sie auf eigenen Wurzeln kaum längerfristig kultivieren kann. Ansonsten halt für schnelleres Wachstum oder wie in deinem Fall einfach um das Überleben der Pflanze zu sichern.

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Matthias, meinst du den laui? Oder gibts da noch andere, die so heikel sind? Mit den ganzen

    Namensänderungen in den letzten Jahren, die ich nicht mitbekommen habe, blick ich

    gar nicht mehr durch. Die alle nochmal zu lernen, wird es nicht spielen. Das ist für mich

    Zeitverschwendung.

    Jetzt hab ich mich stundenlang durch diverse Pfropf-Threads in diversen Foren gelesen.

    Das ist auch jetzt noch immer nichts für mich, soviel steht schon mal fest.

    Abgesehen davon, bin ich jetzt so dermaßen verwirrt, dass ich aussteige.

    Es macht doch einen Unterschied, ob der Pfröpfling kälteempfindlich, frosthart

    oder ein Weichei ist, dem bei 12 Grad schon Dornen einfrieren?

    Wenn ich keine Ahnung habe, was mein Kaktus aushält, was nehme ich dann?

    Die nächste Frage ist: Wie lange kann ich warten, bis die Pfropfung nicht mehr

    funktioniert? Hab keine Lust, einen Kaktus (Unterlage) zu malträtieren, wenn die

    Aussicht auf Erfolg dann nur noch in homöopathischer Dosis zu erwarten ist.

    Was mich zur nächsten Frage führt: Dauert das zu lange, eine Unterlage zu bekommen,

    wenn ich sie online kaufen muss?

    Unser Baumarkt hatte vor ein paar Tagen nur diese Auswahl an Kakteen, ob das

    jetzt auch noch so ist, weiß ich nicht:

    Viele Grüße Theodora

  • Hallo Theodora,

    nun melde ich mich doch zu Wort. Bislang habe ich nichts geschrieben, weil ich Dir keine guten Ratschläge hätte geben können. Ob dies hier nun ein guter Ratschlag wird, musst Du entscheiden, denn auch ich habe mit Pfropfungen keine Erfahrung!

    Wenn Du einfach mal etwas ausprobieren möchtest, dann mache es.

    Viel Erfolg wünscht Dir mit lieben Grüßen

    der TOM

  • Ich würde es mit einer vereinzelten Säule aus dem hinteren Teil des Bildes probieren. Wichtig ist das Thema Leitbündel... der Pfröpfling muss auf ein Leitbündel.

    Ansonsten: ich selbst habe auch noch keine Erfahrung, aber durch meine Leseeskapaden habe ich folgende Erkenntnisse:

    es gibt so viele Schnitt- und Pfropftechniken wie Pfropfer.

    Bei der Pflege musst du dich auf die Unterlage konzentrieren - was das Gießen und Düngen angeht. Bei Temperaturen müssen beide Pflanzen berücksichtigt werden, also primär die höhere der beiden Minimaltemperaturen für den Winter.

    Der Rest ist Erfahrungssache, wie es ausschaut. Also probiere dich aus!

    Vorsicht: ich habe eine Trichose!

  • Eriosyce aurata war's, glaub ich. :/

    Hast du irgendeine Echinopsis zur Hand?

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Danke trotzdem, Markus.

    Ich hab grad gar nix zur Hand, Matthias. Deshalb auch

    meine Fragen oben.

    Ich müsste alles im Netz bestellen.

    Säulengarten

    Wenn ich wüsste, dass die Säulen passend wären, würde ich sie

    holen (sofern sie noch nicht verkauft sind). Auf gut Glück mag ich aber

    nichts machen, dazu sind mir die Pflanzen zu schade.

    TOM.69 Wenn ich genau wüsste, WIE, dann würde ich es machen. Aber

    genau das ist die Crux grad für mich. Ich habe keine Lust, dann zwei tote

    Kakteen hier herumgammeln zu haben.

    Vielleicht bin ich aber auch ZU penibel, ich weiß nicht :rolleyes: .

    Viele Grüße Theodora

  • Moin!

    Heute fiel mir der Scheitel einer Eriosyce auf:

    Bildet sich bei E. vexata Wolle im Scheitel und den Areolen? Aber egal, selbst wenn es eine Copiapoa oder ganz was anderes wäre, finde ich die Scheitelwolle "tot", wie eingesackt, "nieder getrampelt", verklebt ... Könnte das an der Winterpause liegen?

    Was meint Ihr?

    Liebe Grüße
    vom TOM