• Hallo,

    ich hoffe das Thema darf hier rein, auch wenn Welwitschia mirabilis vermutlich nicht direkt als Sukkulente durchgeht. Ansonsten kann der Beitrag natürlich auch gern verschoben werden 🙂

    Zu meinem letztjährigen Jubeltag bekam ich von meinen (offensichtlich gut erzogenen 😉) Liebsten 5 Samen besagter Pflanze geschenkt. Unschlüssig bezüglich der geeigneten Aussaatmethode, bereitete ich zunächst ein Substrat aus Bims und etwas Kieselgur. Dann befreite ich die Samen mit Fingernägeln und Pinzette von ihrer geflügelten Samenhülle. Die freigelegten Samen, legte ich locker auf das Substrat auf und überspannte die Töpfe nach dem Gießen mit Klarsichtfolie. Die Keimung aller 5 Samen erfolgte innerhalb weniger Tage. Fungizid habe ich keines verwendet. Für die Aussaat wählte ich besonders hohe Töpfe, da aufgrund der Pfahlwurzel des öfteren (Internet...) hohe Töpfe empfohlen wurden. Ob das wirklich notwendig ist, sei dahingestellt. Allerdings sollte sich im Verlauf des Jahres herausstellen, dass hohe Töpfe nicht nur besonders hoch sind, sondern auch besonders leicht kippen, was zwei W. mirabilis das Leben kostete. Eine weitere Pflanze verlor ich Wochen nach der Keimung an einen Pilz.

    Die zwei übrigen Pflanzen haben sich seither aber prächtig entwickelt. Während der heißen Tage habe ich täglich gegossen und regelmäßig gedüngt. Die Keimblätter sind auch gut ein Jahr nach der Aussaat noch unverändert vorhanden. Die "eigentlichen" Blätter sind nun etwa 10 cm lang. Nun hoffe ich natürlich, dass es sich um ein weibliches und ein männliches Exemplar handelt 😉

    Viele Grüße,

    Markus

  • Hallo Markus,
    klasse Entwicklungshistorie. Ich habe auch in meinem Fundus ein paar Samen von Welwitschia liegen. Die hatte ich mal bei einer Samenverteilung als „Trost“ für eine vergriffene Aloe erhalten. Hm, vielleicht sollte ich auch mal eine Aussaat versuchen. Ich gehe mal davon aus, dass Welwitschia-Samen lange keimfähig bleiben.

    Beste Grüße
    Ingo

  • Hallo Ingo,

    ich würd`s auf jeden Fall versuchen. Bisher sind sie sehr stressfrei. Aufgrund der absurden Preise, die für Jungpflanzen teilweise aufgerufen werden, habe ich mit deutlich mehr Aufwand gerechnet. Vielleicht hatte ich aber auch nur Glück... Die 5 Samen taugen sicher nicht für eine belastbare Statistik.

    Beste Grüße,

    Markus

  • Ohne persönliche Kulturerfahrung würde ich sagen, dort, wo's nie regnet aber jeden Morgen der Nebel über's Land zieht, kann ein morgendliches Einsprühen nicht schaden. Ansonsten war doch die letzten Jahre immer wieder mal was in der KuaS über diese monotypische Gattung. Das Blättern dort kann wahrscheinlich auch sehr sinnvoll sein.

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Hallo Markus,

    sehr schöner Erfolg! Ich habe es die letzten Jahre immer wieder mal probiert. Keimungsraten von 10-15% waren da normal. Dann nochmal mindestens die Hälfte Verlust durch die "Umfallkrankheit". Letztlich sind 2 übrig geblieben. Die erste (gute 5 Jahre alt) ist mir auch schon zweimal bis zum Blattansatz zurückgetrocknet (man ist halt doch vorsichtig im Winter mit dem Gießen), kam aber dann jeweils wieder. Seither bekommt sie mehr Wasser. Im Winter braucht sie halt mindestens 15-16C. Dann scheint sie unproblematisch zu sein.

    Viel Erfolg weiterhin.

    LG

    Robert

  • Falls es ja wider Erwarten doch interessiert, findet sich hier ein ausführlicher Beitrag über Kulturerfahrungen bei Welwitschia(-Nachwuchs):
    https://www.dkg.eu/wp-content/upl…_2000_3_opt.pdf

    Weitere lesenswerte Beiträge gibt es auch noch hier:
    https://www.dkg.eu/wp-content/upl…12_opt_1266.pdf oder hier:
    https://www.dkg.eu/wp-content/upl…_2000_2_opt.pdf

    Und dazu noch die Welwitschia-Beiträge, die in jüngerer Vergangenheit in der KuaS waren. Man muss ja das Rad nicht ständig neu erfinden. ;)

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969

  • Brandaktuell - das klingt doch auch extrem vielversprechend!

    Dt. Kakteen-Gesellschaft
    1. Oktober 2026 um 14:21

    "Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969