Beiträge von Caudiciforme

    Ja auf jeden Fall bei diesen Temperaturen ab 10 Grad reinstellen. Adenium ist da etwas anfällig zum Faulen. Wenn es zu kühl bleibt. Ich habe aber reines durchlässiges mineralisches Substrat und beobachte das Wetter. Wird es kalt gibts KEIN Wasser. Bei anderem Substrat Vorsicht bei tieferen Temperaturen.

    Bei meinem Echinocereus inermis stelle ich fest, dass die unteren Stammbereiche weich (erstaunlich weich / deutlich weich) sind und sich eindrücken lassen. Aber es bleibt keine Druckstelle nach dem Drücken. Der Bereich ist nicht braun sondern grün, nicht matschig, nicht glasig und hat keinen fauligen Geruch. Auch macht die gesamte Pflanze zusammen mit den oberen neuen Austrieben den Eindruck, als hätte sie etwas an Volumen verloren. Ich gieße wenig. Aber die niedrigen Temperaturen des letzten Monats können ja auch die Restfeuchte im Substrat länger festhalten. Könnte es sein, dass der Echinocereus inermis sich bereits jetzt im September wegen des Kälteeinbruchs auf den Winter vorbereitet? Ich werde ab jetzt das Gießen einstellen. Die neuen oberen säulenförmigen Sprossen sind fest.

    Ein Ausstopfen ist nicht möglich, weil der in einer Gruppenpflanzung steckt.

    Welche "Erkrankung" ist das ? oder ist das die Wintervorbereitung?

    Habt Ihr auch schon solche Erscheinungen, die auf Winterruhe hindeuten?

    Danke für Eure Empfehlungen. Mehr als das Gießen völlig einzustellen, fällt mir nicht ein.

    In dem Zusammenhang frage ich auch nach dem Dünger. Ist es überhaupt nötig, älteren Echinocereus inermis Dünger zu geben oder ist eher besser, die im mageren Zustand zu halten um das Gewebe nicht zu "fett" zu machen. Ich dünge mit 500 Microsiemens 2-3 mal im Jahr. Gegossen habe ich die Gruppenpflanzung dieses Jahr ca 4-5 mal. (Durchdringend). Mehr Gießen hat der diesjährige Sommer nicht hergegeben.

    Wenn man Youtube und das Internet durchschaut sieht man Adenium obesum und arabicum meistens in sehr kleinen Töpfen. Der Hauptvorteil ist das schnellere Abtrocknen des Substrats. Was die nicht mögen sind niedrigere Temperaturen. Jetzt ist es immer noch etwas zu kühl. Aber wenn der Platz vollsonnig ist könnte man die vielleicht jetzt schon rausräumen. Bei Jungpflanzen kann man größere Töpfe wählen, weil die schneller wachsen. Adenium obesum und arabicum fangen wie verrückt das Wachsen an wenn die Temperaturen über 30 Grad liegen. Das mit dem Dünger ist auch von der Umgebung abhängig. Schau mal die Videos im Internet an, glaube aus Indien, die haben richtig volle Sonne und weit über 30 Grad und hauen beim Umtopfen sehr viel Dünger in die Erde und gießen auch regelmäßig und heftig bis es unten rausläuft. Hier bei uns wäre es sicher gut nicht über 400 Microsiemens zu gehen. Die Inder haben da sicher 2000 oder mehr (eine Schätzung). Ob die Erde zu salzig ist, kann man im Ablaufwasser messen. Bevor man sich jahrelang den Kopf zerbricht und zweifelt und weint und überlegt und forscht, kann man sich einfach im Terrarienhandel eine Heizmatte holen. Die gibt es in allen Größen. Man nehme die mit den niedrigsten Wattzahlen und da stellt man dann die Töpfe drauf. Ich habe z.b. eine mit 7 Watt und da steht eine Wüstenorchidee drauf, die jetzt anfängt richtig zu wachsen. Es gibt Matten, die haben ca 1m Länge und ca 35 Watt. Die sind top. Am besten 24h an lassen. Bei mir bewirkt das Wunder. Adenium und Dorstenia wachsen damit sehr gut. Die adulten Pflanzen beheize ich natürlich nicht mehr. Im warmen Sommer schalte ich die Matten natürlich aus. Sollten die Blätter von Adenium an der Spitze braun werden, sich von oben nach unten gelb verfärben und nur noch an der Basis grün bleiben, handelt es sich sehr wahrscheinlich um Salzstress, in Verbindung mit zu viel Wasser.

    Ja Opuntio (Stefan), Ich hatte da auch an Echinocereus coccineus gedacht. Aber mit Echinocereus scheerii hast du, glaube ich, ins Schwarze getroffen. Vielen Dank. Wenn ich in der Google Suche das Bild von Echinocereus scheeri v. koehresianus bei Uhlig Kakteen anschaue, sehe ich auch bei den Nadeln eine hohe Übereinstimmung. Und der Echinocereus scheeri im Habitat auf Pinterest sieht schon sehr, sehr ähnlich aus.

    Herzlichen Glückwunsch für diese wunderschöne exzentrische Trockenkrake. Die überlebt uns alle. :huh: :) :thumbup: Vielleicht will die gar nicht blühen sondern nur überleben ^^ Du gehörst auch zu denen, so wie ich, die man mit einer Discount Zuchtprimel aus dem Baumarkt in die Flucht schlagen kann.

    Bihrmann Habitus ( https://bihrmann.com/caudiciforms/subs/eup-ber-sub.asp?utm)

    Vielleicht solltest du der Pflanze mal einen sommerlichen opportunistischen Wachstumsschock mit überoptimalen Wachstumsbedingungen geben, weil in der Bilder Google Suche kann man auch sehr stark beblätterte und recht grüne Exemplare finden.

    Ist das ein Ableger ? Bei Bihrmann sieht man ja einen sehr schönen Caudex. Der entsteht sicher aus Sämlingen. Aus Ablegern ? weiß ich nicht. Viel Erfolg. Wo kann man so was seltenes endemisches kaufen?

    Hallo ich habe eine Agave bei Haage gekauft und da war ein ca 2-3 mm großer Kaktus Sämling (Cereus/Trichocereus ???) auf der Oberfläche. ich habe den wachsen lassen. Jetzt hat er 9 Rippen. Ich weiß nicht was das für eine Art ist. Wer kennt den Namen. Danke.

    Ich habe bisher ein paar Kakteenthemen mit Googles Gemini und ChatGPT ausprobiert. Während Gemini nur allgemeine Infos lieferte, war ich von ChatGPT sehr beeindruckt. Bei Pflegetipps zu ausgewählten Arten habe ich sehr individuell zugeschnittene, richtige Ergebnisse bekommen. Es wurde sogar aufgrund des Naturstandortes Rückschlüsse zu den Haltebedingungen in Kultur hingewiesen.

    Mit ChatGPT habe ich auch Tests mit hochgeladenen Bildern von Kakteen gemacht um sie bestimmen zu lassen. Bei Eindeutigkeit habe ich den exakten Namen zurückerhalten. Wenn die KI nicht sicher war, hat sie mir das mitgeteilt und mehrere infrage kommende Arten genannt oder vermerkt, wenn eine Art sehr variabel ist. Auch die Analyse von Schadbildern soll möglich sein, habe ich aber noch nicht ausprobiert. Ich würde mal behaupten mit ChatGPT bekommt auch ein Anfänger, der die Antworten noch nicht so richtig bewerten kann, eine gute Grundlage um Pflegefehler zu vermeiden.

    Gruss Roger

    Ja, Ein schlauer Prompt bringt gute Ergebnisse. Aber ich will hier nicht den Schlaumeier spielen. Im Moment ist die KI schon überall angekommen. Ich weiß davon noch am wenigsten. Und das habe ich auch schon gemacht und bin mit dem Handy durch meine Pflanzen gegangen. ich war regelrecht "geflascht" wie viel Arten die KI einfach so richtig bestimmt. Auch ausgestopfte Buntspechte, Kunststoffnachbildungen von Dendrobaten etc. etc. :huh:

    Ja so ist das. Der Mensch ist immer noch die letzte Instanz und muss mit "organischer Intelligenz" die Ergebnisse der KI prüfen. Aber wir haben das Internet überstanden, das manche als digitale Kloake bezeichnen aber für andere ist es sehr nützlich. Die Disruption der KI wird größer und schneller sein und vor allem erstmal unverständlich für mich (uns), weil wir (ich) nicht glauben können, dass solche erstaunlichen Ergebnisse überhaupt dabei rauskommen können. Alle Ergebnisse der KI muss man selbst nochmal prüfen. Dabei lernt man (ich). Es gibt ein neues Werkzeug und das müssen wir lernen. Zumindest ich muss es lernen damit umzugehen. Andere haben das schon vor 2 Jahren gecheckt. Ich erst vor Kurzem. Objekterkennung wird auch immer besser so wie Zwetschgentanne erwähnt hat. Wo kann man die kaufen ? Tannen die Zwetschgen tragen. So was will ich unbedingt. :)

    Mein neues Erfahrungshorizont Update bei Dorstenia gigas. Blattfall bei Dorstenia gigas läßt sich, so wie Shamrock betont hat, nicht in Regeln gießen. Der Blattfall ist nicht nachvollziehbar sondern ist multifaktoriell. Alles spielt mit, Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Gießen, Substrat, Luftbewegung , Nährstoffe, Jahreszeitensignale, Änderungen etc. Wie wenn ein falscher Schalter gedrückt wird und dann wirft die Pflanze ab. Auslöser suchen, ist mühsam ??? Ich meine nicht den Blattfall durch Krankheiten oder Schädlinge oder Schäden z.b. Kälte oder Hitze. Der gelegentliche Blattfall bei Dorstenia gigas ist oft kein Problem, sondern gehört zum „normalen“ Verhalten der Pflanze dazu, die aus einem drastischen Lebensraum kommt. Erfahrungsaustausch im Forum kann aber grobe Auslöser & Fehler identifizieren. Also: Keine Sorgen machen wenn eine gesunde Dorstenia gigas mal die Blätter schmeist. Ruhig bleiben und die Bedingungen gut halten und warten.

    Hat die Dorstenia überlebt ?

    Zitat " die KI-Nutzung kann nur so gut sein, wie die Intelligenz des Nutzers. "

    Die Qualität der Antwort hängt sehr stark von der Qualität der Frage ab. Also mit Vorwissen und ausgefuchster Fragestellung gibts ganz gutes. Je schlechter die Frage, desto schlechter die Antwort bis hin zu Nonsens. DeepResearch erspart Recherche Zeiten, aber danach muss man die Ergebnisse und Quellenangaben prüfen und das kostet wieder Zeit und Mühe. Und man muss dann auch tatsächlich wieder die Frage mit der Antwort vergleichen und sehen, ob da was falsch gefolgert wurde. Aber die KI entwickelt sich schnell weiter. Vielleicht wird es ja irgendwann in jedem Forum und in jeder Rubrik ein neues KI basiertes Roboter Mitglied geben, das mit diskutiert und auf ein bestimmtes Thema trainiert ist. z.b. KI Schlaumeier für Kakteen. Man kann den ja auf eine Frage oder Antwort pro Tag beschränken. Das schlage ich nicht offiziell hier für das Forum vor. Das war ein "Weitergedacht" Ich finde es jedenfalls interessant Eure Meinungen zu hören.

    Hallo, ich verwende den ChatGPT plus Account und bin von den Ergebnissen auch bei speziellen Sukkulentenfragen sehr beeindruckt. Man muss die richtigen Fragen (Prompt) stellen und bekommt sehr gute Ergebnisse. Objektiv, umfangreich und fachlich sehr gut. In der Systematik hapert es noch. Halluzinationen kommen vor und manches Ergebnis klingt logisch, trifft aber nicht die eigentliche Frage. Aber mit einer Nachfrage läßt sich das gut nachbessern.

    Ich habe das gestern für meine Adenium und Dorstenia `s versucht, weil ich ein paar Infos zu Blattabwurfphasen haben wollte.

    Die Antworten von ChatGPT waren echt erstaunlich. Wenn ich ein Anfänger wäre, hätte mir ChatGPT eigentlich alles wesentliche sehr profund, richtig, umfangreich, übersichtlich und mit nicht gefragten wichtigen Zusatzinformationen gegeben, so dass ich gut informiert mit den Pflanzen in die Pflege hätte starten können.

    Es wird wohl nicht lange dauern bis ein trainierter Sukkulenten KI Infoserver auftaucht.

    Was haltet Ihr davon ??? Verwendet Ihr das ? Wohin führt uns das alles ?

    Ich gehe davon aus, dass das hier im Forum nicht erwünscht ist. Aber wenn einer einen sehr guten Prompt hat für eine wichtige Frage, dann könnte man eine Ecke im Forum aufmachen, die man "KI für Sukkulenten" oder ähnlich nennt. Vielleicht kann man das Einstellen selektierter guter Ergebnisse zulassen?

    Grüße an alle

    Ja, Shamrock. Könnte man ausprobieren. Die sind aber alle so vollgesogen. Das wollte ich nicht riskieren.


    Ich glaube man sollte einfach lernfähig bleiben. Ich habs jetzt endgültig kapiert. Nicht angießen bis es wärmer bleibt. Winterhart oder nicht. Schneeschmelze oder nicht. Ich habe keine Zeit mir Sorgen zu machen. Das wars die bleiben bei mir alle zukünftig staubtrocken bis es wärmer wird und. Basta.

    Jedes Jahr im Frühjahr merke ich, dass ich immer wieder die gleichen Fragen stelle. "Bin ich überhaupt lernfähig ?" Aber ich muss meinen Beitrag hier noch einmal revidieren. Dieses Jahr habe ich die Winterharten, die den ganzen Winter über komplett trocken draußen stehen, FRÜHER angegossen. Nicht nur die Echinocereen haben sich daraufhin so PRALL VOLLGESAUGT, dass ich davon ausgehen musste, dass die bei Minus 3 oder gar Minus 5 Schaden nehmen könnten. Draußen, so wie immer, konnte ich die also nicht lassen und musste sie jetzt rein räumen, obwohl die normalerweise ganzjährig draußen sind auch bei Minus 15 oder tiefer. Nächstes Jahr mache ich das so wie immer. Es gibt erst wieder Wasser wenn es wärmer wird.

    Nach dem vorsichtigen Gießen haben sich die Winterharten beinahe alle vollgesaugt. Allerdings gibts aktuell nochmal 3-5 Grad Minus. Minus 2,8 haben sie trotz Gießen gut überstanden. Heute solls Minus 5 geben und da habe ich sie wieder zurückgestellt, wo es nicht unter Minus 1,5 fällt. Minus 5 ist im vollgesogenen Zustand ein mittleres Risiko.

    Habt Ihr Euren winterharten Kakteen schon einen kleinen Schluck Wasser gegeben oder soll ich damit noch bis Mitte April warten? Vielleicht ist es noch zu früh für ein Vollsaugen und "Frühjahrsaufblähen". Das Wetter wäre ja soweit ok. Wenn man Eure tollen Blüten sieht, dann könnte es ja schon soweit sein.

    Wer hat definitiv schon gegossen? Ich habe seit Oktober kein ( absolut 0 ) Wasser gegeben. Sehen alle noch gut aus.

    Allgemeine Anmerkung zum Thema Überwinterung. Auf Reisen kann man die Bedingungen am Naturstandort beobachten. Die Temperatur, Sonneneinstrahlung und Trockenheit sind immer wieder beeindruckend stark wenn man gerade aus Deutschland kommt und vor Ort herumläuft. Ich beziehe mich auf Kakteen, Sukkulenten, Xerophyten, Geophyten, Wüstensträucher, Halophyten, alpine Gewächse, pachycaule & caudiciforme Pflanzen usw. Es ist erstaunlich wieviel Trockenheit vertragen wird. Ich habe schon Aloe Vera gesehen mit hauchdünnen Blättern wie Druckerpapier, aber immer noch lebendig. Ich habe mich dieses Jahr erneut umgestellt und lasse meine Pflanzen, die ja alle etwas älter sind, radikal trockenfallen und das BERUHIGT mich sehr. Den Blattfall nehme ich in Kauf. Wasser gibts erst wieder wenn kalte Tage nicht mehr in Sicht sind. Natürlich kann man auch durch kultivieren wenn man die Bedingungen dafür schafft, das mache ich auch manchmal. Der Blattfall belastet die Pflanzen und führt zu einem langsameren und vielleicht kompakteren Wachstum. Auf Youtube gibts nen "Typen", der hat einen Kaktus jahrelang am Badfenster stehen gehabt und nie gegossen. Der hat überlebt. Ich hatte in den letzten Jahren mal einen weißen Schimmelbefall auf Stämmen, vielleicht war es eben die Restfeuchte durch das "eine" Schnapsglas zu viel im Winter. Hat aber keinen Schaden verursacht, konnte ich wegwischen.