Beiträge von Ingo

    Moin TOM

    Ob sie in ihrem natürlichen Habitat auch so langsamwüchsig sind?

    Tja, oder ich habe nicht die richtigen Bedingungen. Noch stehen sie unter Kunstlicht bei hoher Luftfeuchte. Sie sind jetzt zwei Monate alt, da sollte man sie allmählich an trockenere Bedingungen gewöhnen, aber ich traue mich nicht recht, da sie noch sehr klein sind.

    Beste Grüße
    Ingo

    Hallo zusammen,

    während bei den Kakteen die Blütezeit in vollem Gange ist, rührt sich bei den Aloen fast nichts.

    Eine interessante Aloe, die ich von Palkowitschia erstanden habe, der gut sortierten Sukkulentengärtnerei von Petr Pavelka, ist Aloe orlandoi.

    Sie stammt aus Somalia, und gehört zu den kleinsten (Blattlängen bis 9 cm) und angeblich seltensten Arten der Region. Carter et al., 2011, Aloes -the definitve guide führen sie unter dem Namen Aloe orlandi. Unter diesem Namen wurde sie auch bei Palkowitschia angeboten. Ein Blick in Newton, in: Eggli & Nyffeler (eds.), 2020 , Illustrated Handbook of Succulent Plants: Monocotyledons zeigt, dass sie zwar unter diesem Namen von Lavranos 2006 veröffentlich wurde, der Artname jedoch zu korrigieren ist. Der Typus der Pflanze wurde von Orlando & Azzouni gefunden, sodass die Pflanze auf den Artnamen orlandoi zu hören hat. Hugh, der Meister hat gesprochen ;).

    Die Pflanze zeichnet sich durch ausgesprochen dicke Wurzeln aus und durch einen sehr lockeren Blütenstand.

    Die Blüten sind blaß gelbgrün mit auffällig weit herausragenden Staubblättern und Stempel.

    Die stammlose Pflanze, die Kindel und somit kleine Gruppen bilden soll, ist recht hübsch gefleckt, finde ich.

    Meine Pflanze ist größer als die beschriebene, sie hat Blattlängen von etwa 15 cm, der Blütenstand ist aktuell etwa 50 cm lang (35 cm in der Beschreibung). Womöglich gut genährt ;).

    Beste Grüße

    Ingo

    Hallo Ulle,

    das sieht doch schon ganz gut aus, no panic ;). Bei hoher Luftfeuchte etwa 6 bis 8 Wochen nach der Keimung halten, zwischendurch immer mal lüften. Nach dieser Phase langsam an das Sukkulentendasein gewöhnen. Ich besprühe meine Keimlinge nicht, feuchtes Substrat und gespannte Luft unter der Abdeckung des Anzuchthäuschens genügen, denke ich. Pikieren wäre hier noch viel zu früh. Erst wenn sie anfangen, sich gegenseitig zu verschatten und schon gut entwickelte Blätter haben. Das dauert noch lange.

    Viel Erfolg. Wenn sie größer sind, bitte nochmal zeigen, dann können wir sie mit meinen vergleichen :).

    Beste Grüße
    Ingo

    Hallo Sontor,

    es tut mir leid, das schreiben zu müssen, aber ich denke nicht, dass sich diese sehr vertrocknete Pflanze noch erholen wird. Wurzeln bei Haworthien sehen anders aus, die Fusseln am unteren Ende des Sprosses sind m.E. keine Wurzeln. Viele Blätter der Pflanze sind an der Basis vertrocknet, das ist ein schlechtes Zeichen. Der Spross selbst dürfte weitgehend abgestorben sein. Da dürfte sich nichts mehr regenerierten.

    Notlösung: Alles was vertrocknet ist, rigoros entfernen. Den Spross von unten mit einem scharfen Messer in Scheiben abschneiden, bis man wieder auf saftführendes Gewebe trifft. Das dann ein paar Tage liegen lassen, bis der Schnitt getrocknet ist. Dann neu topfen. Wenn der Spross zu weit oben vertrocknet ist, zerfällt beim Schneiden die Pflanze, dann ist es definitiv aus. Hatte ich vor Kurzem bei einer Aloe. Allerletzte Hoffnung sind Blattstecklinge. (Durch seitliches Abziehen vom Spross entfernen, mit Holzkohlepuder desinfizieren, gut abtrocknen lassen und dann in Substrat stecken). Ob das bei allen Haworthien funktioniert, weiß ich nicht.


    Beste Grüße
    Ingo

    Hallo Lena,

    rotbraune Färbung ist bei Aloen unter Sonneneinwirkung nicht ungewöhnlich. Wenn sich die Blätter (vor allem die jüngeren) der Länge nach einrollen, dann kann das Wasserstress bedeuten. Ursachen sind entweder mal zu wenig gegossen, oder zwischenzeitlich mal zu viel, sodass die Pflanzen viele Wurzeln durch Fäulnis verloren haben. Gerade bei frisch getopften Pflanzen, die keine oder nur wenig Wurzeln haben muss man sehr genau gießen und vorsichtig mit direkter Sonne sein. Es kann durchaus sein, dass die Nachmittag- / Abendsonne für die Pflanze noch zu viel ist. Gerade jetzt im Frühsommer knackt die ganz schön, und hinterm Fenster kann es da brutzelheiss werden.

    Aber ich denke, noch ist nichts verloren. Ein Foto vom aktuellen Zustand der Pflanze wäre zur Beurteilung schon hilfreich.

    Beste Grüße
    Ingo

    Hallo zusammen,

    nicht nur bei großen Aloen gibt es Probleme mit dem Wurzelwerk. Diese Aloe parvula hat leider auch alle durch Fäulnis verloren in Folge zu feuchten Substrates:

    Der "steckengebliebene" Neuaustrieb war das Warnsignal, das etwas nicht stimmte.

    Die gammeligen Wurzeln habe ich weggezupft. Holzkohle auf den Stumpf gepudert. So sieht das von unten betrachtet aus. Glücklicherweise ist noch genug vom Sproß vorhanden.

    Jetzt darf das Ganze erstmal ein, zwei Wochen abtrocknen. Und dann: Neuer Topf - neue Chance.

    Beste Grüße
    Ingo

    So schaut er jetzt aus.

    Danke, ah ja, jetzt müssten die Blätter nur noch breiter werden, dann gleichen sie sich an.

    Meine Aloe laeta habe ich aufgrund ihres absolut unbefriedigenden Wachstums nun aus dem Aussaattopf (Aussaat 24.07.24) geholt.

    Bis auf den unten links haben alle ein mangelhaftes Wurzelwerk. Das Substrat erwies sich als zu feinkörnig (Aussaatsubstrat eben) und auch daher zu feucht. Rechtzeitiges, also früheres Pikieren ist die Lehre daraus.

    Ich habe sie jetzt in gröberes Substrat getopft und hoffe auf eine Erholung.

    Daraufhin habe ich aus Sorge um zu feuchtes Substrat auch weitere Sämlinge pikiert.

    Aloe gariepensis (Aussaat 26.11.2024) haben sich zu meiner Erleichterung recht gut entwickelt.

    Aloe ngongensis aus der Samenverteilung der FGaS 2025 (Aussaat 02.03.2025) waren zu dritt im Aussaattöpfchen. Eine zurückgebliebene hatte Trockenstress (blassrote Färbung, kümmerliches Wurzelwerk), da ihr die anderen beiden wohl zu viel Wasser streitig machten.

    Na, dann kriegt jede jetzt ein eigenes "Wohnzimmer":

    In Beitrag #229 hatte ich über die schlechte Keimquote von Aloe calcairophila gemotzt. Nun haben sich doch 6 von 9 rausbequemt. Sie sind absolut winzig (ca. 3mm). Na ja, die zugehörigen adulten Pflanzen sind ja auch keine Riesen ;).

    Das dreieckige Spitzlein etwa in Bildmitte; das soll sie sein.

    Beste Grüße
    Ingo

    Hallo Peter,

    die machen sich. Kann es sein, dass der Sämling in der Mitte an der Blattbasis rechts kleine Zähnchen / Wimpern ausbildet. Hast Du da ein Detailfoto? Das spräche denn doch für Aloe laeta. Womöglich hast Du andere Lichtverhältnisse als ich. Spannend. :)

    Beste Grüße
    Ingo

    Hallo Flo,

    ja die Luftzirkulation ist wichtig, da diese einen kühlenden Effekt hat. Stauende Hitze dagegen schafft Backofenatmosphäre, die auch hartgesottenen Pflanzen den Garaus macht. Dazu kommt, dass sich diese bei Topfkultur besonders negativ auswirkt, da der Topf dann "mitgebraten" wird - besonders zünftig, wenn er schwarz ist.

    Ein sonniger Standort ist für viele Sukkulenten für ein gesundes, kompaktes Wachstum essentiell, allerdings sollte man Pflanzen im Frühjahr langsam daran gewöhnen und generell vor mittäglicher Prallsonne durch Schattierung schützen. Lithops ist durch seine Fensterblätter, bei denen das Chlorophyll in tieferen Schichten des Pflanzenkörpers und somit "geschützter" liegt, besonders an starke Lichteinwirkung angepasst.

    Beste Grüße
    Ingo

    Hallo zusammen,

    Aloe kedongensis (rechts auf dem Foto) ist seit zwei Wochen neu getopft und mit Paketschnur halbwegs kippsicher stabilisiert. Sie kriegt wieder Feuchtigkeit und darf anwachsen.

    Ich habe auch Aloidendron dichotomum (links auf dem Foto) neu getopft, da diese auch jüngere Blätter einzog und nicht wachsen wollte. Ich hatte sie zu trocken gehalten - sie hatte keine Feinwurzeln mehr. Nun hoffe ich, dass der Stock neue treibt und sie sich wieder erholt. Das Bäumchen ist leider nicht einfach in Kultur.

    Beste Grüße
    Ingo