Beiträge von WoBo

Fotowettbewerb 2025/2026 +++ Foteinreichung vom 18.01.2026, bis 01.02.2026, 13.00 Uhr +++ siehe Details
Guten Morgen Gast. Schön, dass Sie mal hereinschauen! Einen angenehmen Aufenthalt wünscht das "Sukkulentenforum"-Team.

    Nun ja, beim Kreuzen geht es ja auch ums Ausprobieren - sei es, um Verwandtschaftsverhältnisse zu überprüfen oder mal ganz andere Ergebnisse zu erzielen. Hätte ja auch eine mehr echinopsenartige Blütenform in dieser dunklen Farbe herauskommen können, und dann sähe das direkt wesentlich beeindruckender aus.


    Andererseits ist es dann wohl auch klar, warum diese Hybriden es noch nicht in die Gartencenter geschafft haben oder alle paar Monate irgendwo eine neue Sorte vorgestellt wird ...


    Bis neulich

    Wolfgang

    Es gibt schon seit geraumer Zeit eine Hybride zwischen Cleistocactus strausii und einer Echinopsis - habe ich irgendwann Ende der 80er zum ersten Mal gesehen. Die Triebe sind kräftiger als beim Cleistocactus und haben zahlreiche Rippen mit etwas wolligen, recht dicht stehenden Areolen. Die Blüte war mehr interessant als schön: blassrosa, etwas weniger kompakt als eine C. strausii-Blüte, an der Spitze aber nur wenig geöffnet. Etwas überspitzt könnte man sagen, sie vereinigt die Nachteile eines Cleistoactus mit denen einer Echinopsis ;)


    Bild kann ich leider nicht liefern.


    Bis neulich

    Wolfgang

    Auf der Kew- Seite kann man lesen, dass Eu. horrida eine Varietät von Eu. polygona ist.

    ...

    https://powo.science.kew.org/t…ipni.org:names:77144201-1

    Falsch: Auf der Kew-Seite kann man lesen, dass der Name Euphorbia polygona var. horrida ein SYNONYM von Euphorbia polygona ist.



    Das heißt, dass die ursprünglich mal als Euphorbia horrida beschriebenen Pflanzen überhaupt nicht mehr als eigenes Taxon angesehen werden. Es hat sich halt herausgestellt, dass diese unterschiedlich aussehenden Formen durch fließende Übergänge miteinander verbunden sind und somit aus wissenschaftlicher Sicht nicht voneinander zu trennen sind.


    Wenn wir als Sammler also Einzelexemplare dieser Formen unterschiedlich benennen möchten, klappt das allein mit dem wissenschaftlichen Namen nicht mehr. Aber man kann ja auf Wuchsortangaben, Feldnummern etc. zurückgreifen oder - wie hier - bei Kulturpflanzen ohne näher bekannte Herkunft z. B. die Angabe "horrida-Typus" o. ä. ergänzen.


    Bis neulich

    Wolfgang

    Kleiner organisatorischer Einwurf: Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, Schlumbergera in die Rubrik "verschiedene Rhipsalis und andere kleinblütige Epiphyten" zu stecken. Zumal es ja den Thread "Schlumbergera ab 2018" gibt. Wäre es nicht etwas übersichtlicher, wenn die aktuellen Weihnachtskakteen dort weiterblühen würden? ;)


    Bis neulich

    Wolfgang

    Das müsste die Pflanze sein, die bei Kew (POWO) Leucostele litoralis heißt und bei Llifle Echinopsis chiloensis subsp. litoralis.

    Also bitte frei aus den Namensbausteinen Leucostele / Trichocereus / Echinopsis (chiloensis subsp.) litoralis den "passenden" Namen basteln. Oder wie es auf Formularen öfter heißt: Nichtzutreffendes bitte streichen ... ;)


    Bis neulich

    Wolfgang

    ... Orostachys boehmeri. Zweijährig. ...

    Das ist genau die Pflanze, vor der ich in meinem Beitrag "gewarnt" hatte! Anders als hier (und bei Wikipedia) behauptet, sind Orostachys nicht ein- oder zweijährig, sondern eigentlich ausdauernde Pflanzen, bei denen nur die abgeblühten Triebe absterben - wie bei sehr vielen Crassulaceen, z. B. Sempervivum und Aeonium.

    Ob die Pflanze nun O. boehmeri oder O. iwarenge oder O. malacophyllum var. iwarenge oder sonstwie heißt, kann ich nicht beurteilen. Und all das ändert natürlich überhaupt nichts daran, dass die Pflanze bombastisch aussieht!


    Bis neulich

    Wolfgang

    Ich lege einfach ein paar passende Stücke Blähton oder Bims auf die Löcher - aber vielleicht bin ich einfach nur zu faul, mir fürs Topfen noch zusätzliches Fremdmaterial zu organisieren ... ;)


    Bis neulich

    Wolfgang

    Die Pflanze ist in einem Topf mit 7 cm Kantenlänge, die längsten Blätter sind 9 cm lang, die Blattunterseiten sind dichter gefleckt, aber nicht unbedingt kleiner (eher kleinere zusätzliche Flecken). Alter ist natürlich unbekannt, und klar, bei undefinierter Quelle kann's natürlich auch etwas Hybridisiertes sein.


    Also Stelle merken und beobachten ... ;)


    Erst mal Danke für Deine sachdienlichen Hinweise!


    Bis neulich

    Wolfgang

    Am Freitag habe ich bei einem belgischen Kaktusclub einen Vortrag gehalten. Wie in B + NL meist üblich, wird zwischendurch eine Pause gemacht, in der eine Tombola zugunsten der Vereinskasse stattfindet. Zu meinen Gewinnen zählte neben einer richtig großen Haworthia truncata-Gruppe auch diese Aloe.

    Gehe ich recht in der Annahme, dass ich den Namen Aloe guillaumetii auf dem Schild besser durch Aloe jucunda ersetzen sollte?




    Bis neulich

    Wolfgang

    Diese Fingerhirse hat sich in den letzten Jahren sehr stark ausgebreitet. Sie tritt auch als Unkraut in Rasen auf, aber sie bildet keinen Rasen - alleine schon, weil sie im Spätherbst abstirbt. Ich habe sie bei mir in den Griff bekommen, indem ich bei den Exemplaren, die ich nicht komplett jäten konnte (z. B. mitten in einer Opuntiengruppe), die Ähren so früh wie möglich entfernt habe.


    Im Frühjahr zupfe ich natürlich alle neuen Triebe so bald wie möglich raus. Bei Sämlingen sind dann die Wurzeln ja noch schwach, also geht das ziemlich einfach - das Problem ist manchmal die Masse ...


    Bis neulich

    Wolfgang

    Hi Matthias,


    "Dein" Gras ist eine Fingerhirse, wahrscheinlich die Blutrote Fingerhirse Digitaria sanguinalis, auch wenn die Pflanzen nach meiner Beobachtung im Gegensatz zur Artbeschreibung (leider) nicht nur einjährig sind. Wichtigste Maßnahme: Bloß nicht blühen lassen! Das gilt natürlich für die gesamte Umgebung und nicht nur für die Töpfe mit den Kakteen ...

    Ausläufer bildet sie bei mir nicht, aber die Samen können im Boden verdammt lange auf der Lauer liegen, um plötzlich doch noch zu keimen. Also nach dem Jäten nicht zu früh freuen, dann ist die Enttäuschung nicht ganz so groß. ;)


    Sehe ich auf dem Bild von 12:11:40 vorne links vor dem Säulenkaktus eine Portulaca oleracea? Sollte man auch im Auge behalten: Blüten sieht man kaum einmal (weil extrem kurzlebig), aber die Früchte reifen sehr schnell und streuen dann die Samen aus.


    Bis neulich

    Wolfgang

    .

    Würde ich auch mit Gym. denudatum ansprechen. Gym. megalothelon ist ein Synonym dieser Art - abgesehen davon, dass nicht wirklich klar ist, was mit diesem Namen mal genau gemeint war ...


    Bis neulich

    Wolfgang

    Müsste es dann in dieser Größe nicht längst ungehemmt sprossen? Daher ja auch der Name...

    Das "müssen" ist natürlich immer relativ, wenn man sich ein einzelnes Exemplar anguckt - arttypische Merkmale müssen nicht zwingend bei jedem Individuum auftreten.

    Ich habe allerdings völlig übersehen, dass es noch eine zweite Art aus dem gleichen Verbreitungsgebiet gibt, die ebenfalls diese, ähem, typischen Blüten hat: Gym. chiquitanum. Ich habe sie erst vor Kurzem verloren, aber als Foto habe ich sie noch und zudem ein altes Dia von einem Rudel älterer Pflanzen, die ich kurz nach dem Mauerfall bei meinem ersten Besuch bei Haage gefotoknipst hatte.



    M. E. passt die Bedornung besser zu Stefans Pflanze, so dass ich meinen ersten Namensvorschlag mit dem Ausdruck tiefsten Bedauerns ob der möglicherweise entstandenen Konfusion zurückziehe ... ;)


    Bis neulich

    Wolfgang

    Auf die Gefahr hin, dass diese Seite jetzt wegen des Namens von Suchmaschinen geblockt wird: Das dürfte Gym. paediophylum sein. Hier eine deutlich jüngeres und entsprechend faltenfreieres Exemplar. Die Blüte mit dem kleinen, rötlichen Perikarpell ist schon ziemlich typisch.


    Stammt aus dem paraguayanischen Chaco.


    Bis neulich

    Wolfgang

    ...

    Sie gilt als große Form der Deuterocohnia brevifolia - wobei ich schon deutliche Unterschiede an den beiden Pflanzen feststellen kann, z.B. an der Härte der Rosetten, frisch wie alt, aber auch im Habitus der Rosetten.

    Danke für den Hinweis! Hatte ich bisher verpasst - da werde ich mich gelegentlich mal schlau machen.

    Ob die Härte der Rosetten da jetzt aber ein sehr aussagekräftiges Merkmal ist, wage ich allerdings zu bezweifeln: Von Deuterocohnia brevifolia kenne ich mindestens 5 verschiedene Formen, und die unterscheiden sich nicht nur optisch (verschiedene Grüntöne, feinere/gröbere Blätter) sondern auch haptisch. Das reicht von (fast) flauschig bis zu unantastbar ...


    Bis neulich

    Wolfgang

    Auf der Rückseite steht "Prestle 7/94". Damit ist Karl Heinz Prestlé aus den Niederlanden gemeint, der in den 80ern + 90ern einige Reisen durch Südamerika unternommen hat. Weil er sich besonders für Notokakteen und Fraileen interessierte, war er u. a. sehr ausführlich in Uruguay und Südbrasilien unterwegs, also in Gebieten, die damals selten das Ziel von Kakteenfreunden waren. Es gibt mehrere Sammelnummern für Gymnocalycium horstii von ihm (PR 284, PR 397, PR 400, PR 544 ...). Ob sich die 7/94 auf eine Aufsammlung von ihm bezieht oder welcher Zusammenhang da sonst bestehen könnte, weiß ich allerdings nicht.


    Bis neulich

    Wolfgang