Beiträge von Hardy_whv

    Wie lang werden die Triebe von E. stellata bei Euch?

    Werfen sie ihre Triebe in der Ruhephase ab?

    Hallo,

    war zwecks Beantwortung deiner Frage gerade im Gewächshaus. Ich habe zwei Pflanzen, die aus einer Aussaat von 2018 stammen und inzwischen schon ordentliche Caudexe entwickelt haben. Bei mir werden die Triebe meist nicht so lang (beschrieben werden sie ja bis 15 cm), gerade nachgemessen: Der längste ist 9 cm.

    Die Triebe werden nicht zyklisch abgeworfen, aber sie halten auch nicht lebenslänglich, sondern werden immer mal wieder erneuert. Meine größere Pflanze hat aktuell 11 Triebe zwischen 1 und 9 cm Länge.

    Gruß,

    Hardy 8)

    So, es ist gelungen: Meine ersten zwei Ferocactus latispinus-Blüten haben sich heute geöffnet:

    Die Blüten sind zwar nicht besonders weit geöffnet, aber immerhin offen.

    Ich hatte die Pflanze vor drei Wochen ins Haus geholt, auf eine Wärmematte gestellt und mit Kunstlicht (30 Watt LED-Fluter) beleuchtet, denn im Gewächshaus wird das bei dieser spätblühenden Art bei den Temperaturen nichts. Ich letzten Jahr hatte es im Haus trotz Blütenknospen (ohne Wärmematte und ohne Zusatzlicht) nicht für eine Blüte gereicht. Ich vermute mal, dass zusätzliche Wärme und Licht für den Durchbruch in diesem Jahr mit verantwortlich sind. Dann müssen im nächsten Jahr nur noch meine Sämlinge der Art blühen, damit ich mit der Samenproduktion beginnen kann.


    Gruß,

    Hardy 8)

    Man sollte sich nur Ziele setzen, welche auch realistisch sind! :D

    Da ich im letzten Jahr recht wenig geschrieben habe, ist "mehr schreiben" relativ einfach umzusetzen :D

    Für alle die mitzählen: Bitte notieren - bis zum guten Vorsatz waren es 125 Beiträge. Dies ist bereits der hundertsechsundzwanzigste.


    Gruß,

    Hardy 8)

    Hallo ihr drei!

    Besten Dank für die netten Glückwünsche. Ich persönlich empfinde Geburtstage eher (überflüssige) Meilensteine im Alterungsprozess und könnte gut auf sie verzichten ;) Aber Gratulationen tun dennoch gut!

    Ich habe viele gute Vorsätze, u. a. mehr aktiv schreiben im Forum. Mal sehn, ob das klappt :)


    Beste Grüße,

    Hardy 8)

    Hallo allerseits,


    eigentlich habe ich mir vorgenommen, keine Kakteen mehr im Baumarkt zu kaufen, aber diese beiden lachten mich geradezu an:

    Normalerweise werden Sukkulenten beim hiesigen Hornbach mit "Grünpflanzen" oder - etwas präziser - als "Kakteen-Mix" etikettiert. Diesmal waren die Pflanzen erstaunlicherweise als Ferocactus stainesii ausgezeichnet. Ich habe das beim Schreiben der Etiketten in Ferocactus pilosus umgesetzt.

    Die Pflanzen standen natürlich in reinem Torf, aber das ist inzwischen behoben.

    Ich habe von der Art zwar ein paar 8 Jahre alte Sämlinge, die sind mit 10 cm Durchmesser aber noch weit von der Blühreife entfernt. Die beiden Neuzugänge haben einen Durchmesser von 25 cm bei knapp 20 cm Höhe und dürften damit bald blühfähig sein.

    Sehr bemerkenswert die unterschiedliche Bedornung:

    Der Maßstab ist in etwa der selbe. Die linke Pflanze hat kräftigere, breitere (3,5 mm vs. 2 mm) und längere (5 cm vs. 4 cm) Dornen, die rechte dafür viel mehr haarige Randdornen.

    Als nächstes wünsch ich mir Ferocactus haematacanthus im Baumarkt ;)


    Gruß,

    Hardy 8)

    ... aber worauf ich hinaus wollte: Solche Fehler sollten doch spätestens nach der Erstbeschreibung bemerkt und korrigiert werden. Damit vermeidet man dann auch diese Diskussionen Jahre später.

    Hallo Matthias,

    daher finde ich das Beispiel mit der Pereskia ausgezeichnet, die Problematik aufzuzeigen: 1703 beschrieben, und noch bis in die 1980er-Jahren streiten sich die Gelehrten (und da findet man fast alles mit Rang und Namen in der deutschen Kakteen-Forschung) über die fast 300 Jahre alte Namensgebung. Insofern ist der Wunsch, dass Fehler schnell gefunden und eliminiert werden nachvollziehbar, aber Wunschdenken. Ich wünsche vor dem Zubettgehen auch immer Weltfrieden :D

    Gruß,

    Hardy 8)

    Bei der Gelegenheit: Heißt's jetzt Pereskia oder Pereiska? Pereseskaia? Biskaya! :D Wenn man schon jemand namentlich ehren will, dann sollte man doch zumindest wissen wie der zu Ehrende geschrieben wird und was sich daraus ableitet. ;)

    Das Problem ist, einen nicht-lateinischen Namen zu lateinisieren. Plumier stellt die Gattung Pereskia 1703 auf, und der war ein ausgezeichneter Lateiner. In seiner Beschreibung erwähnt er viermal den zu Ehrenden, Hr. Nicolas Claude Fabri de Peiresc ... und beschreibt die Gattung dann Pereskia.

    War Plumier dumm? Flüchtigkeitsfehler? Nö. Im provenzalischen Dialekt, der Heimat von Peiresc, wird sein französischer Name "Peresk" ausgesprochen. Und so entspricht der Gattungsname Pereskia in der Ausprache dem Namen des zu Ehrenden. Denn "Peireskia" wäre im Lateinischen genauso auszusprechen wie es geschrieben ist: Peireskia. Somit kommt der Gattungsname Pereskia der Zielsetzung, Hr. Peiresc zu ehren, am nächsten.

    Ich hatte in der Schule m. W. 5 (oder warens mehr?) Jahre Latein, aber traue mir nicht zu, die lateinischen Regeln korrekt auf eine Namensgebenung in der Botanik anwenden zu können. Insofern habe ich Verständnis für jeden Autor, der damit mal auf die Nase fällt. Die Dinge sind halt manchmal komplizierter als man denkt.


    Gruß,

    Hardy 8)

    Naja, so manch einer liest auch gern seinen eigenen Namen! ;)

    Das spielt in diesem Fall ausnahmsweise mal keine Rolle, da die Korrektur vorgenommen wird, ohne dass hierfür eine neue Beschreibung mit neuem Autor erfolgt. Der Autor bleibt, nur der Name ändert sich still, heimlich und leise. Ich würde es als "post-descriptive Korrektur" bezeichnen ;)


    Gruß,

    Hardy 8)

    Hallo Thomas,

    ab welchem "Fehlerlevel" korrigiert wird, weiß ich nicht. Oft ist es ja auch so, dass die Gründe des Autors für die Namensgebung gar nicht bekannt sind (ist nicht verpflichtend). Dann ist eine Korrektur problematisch (sofern nicht offensichtlich).

    Zu Mammillaria pitcayensis: Bei Andeson und Hunt steht die Art als M. pilcayensis (und das als Synonym von M. spinosissima ssp. pilcayensis). Auch auf Cactiguide.com wird die Art als M. spinosissima ssp. pilcayensis angegeben.

    Ich glaube, das macht man, um die grauen Gehirnzellen der Kakteengärtner in Schwung zu halten ;)


    Gruß,

    Hardy 8)

    Warum ist das dann nicht anerkannt? ?(

    Das ist einfach eine Frage der lateinischen Rechtschreibung. Wenn der Hr. Fidai geheißen hätte, wäre fidaiana die richtige Endung, aber er hieß Fida.
    Genauso wie man Echinocereus lindsayi inzwischen in Echinocereus lindsayorum korrigiert hat. Die Endung "i" bezieht sich auf einen Namensgeber, aber da das Ehepaar Lindsay geehrt werden sollte, musste die Pluralform "orum" genommen werden.
    Wenn man feststellt, dass der Beschreiber der Pflanze einen grammatikalischen Fehler begangen hat, wird die Änderung quasi "von Amts wegen" vorgenommen ;)

    Mich störts nicht.


    Laut "The plant list" ist W. fidana nicht bekannt. W. fidaiana ist als anerkannte Art gelistet.

    Ärgerlich ist dass im Internationalen Pflanzenverzeichnis (IPNI) - und anscheinend anderen Datenbanken - diese Korrekturen meist keinen Eingang finden. D. h. man findet eine Pflanze dort unter dem korrekten Namen nicht mehr.

    Gruß,
    Hardy 8)

    Entgegen der "nicht treiben"-Stimmen, meine ich, dass sich Masse nur durch entsprechendes Futter einstellt. Also regelmäßiges Gießen und regelmäßiges Düngen. Meine Crassula ovata steht im Sommer draußen und wird mit Blaukorn gedüngt. Damit sind Sonne/Licht, Wasser und Dünger sichergestellt. Ich würde also empfehen, die Pflanze im Sommer raus zu stellen und gut zu düngen.


    Gruß,

    Hardy 8)