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Montag, 30. September 2019, 23:08

Und lass sie eine ganze Weile ausgetopft liegen, bevor du sie für den Winter eintopfst...
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


22

Montag, 30. September 2019, 23:36

Welches Gift soll ich denn verwenden?

Celaflor Schädlingsfrei Careo soll laut Uhlig Wurzelläuse wirksam bekämpfen, siehe hier.

Gruß,
Norbert

23

Freitag, 4. Oktober 2019, 19:46

Hallo zusammen,
vielen Dank für die Antworten und Vorschläge. Ich habe schon überall rumgegoogelt und mich jetzt entschlossen folgende Behadlungsmethode durchzuführen:
1. Baden in 2%iger Lösung mit Neudosan und Promanal
2. 1 Woche abtrocknen lassen
3. Baden in Lizetan (falls noch käuflich), hier weiß ich allerdings die Konzentration nicht
4. 1 Woche abtrocknen lassen
Das Substrat der Pflanzen wird komplett entsorgt.
Dann in mineralisches Substrat setzen und in die Winterruhe geben.
Jetzt habe ich noch folgende Fragen und hoffe auf Eure Antworten:
1.Ich habe schon einige Pflanzen in mineralischem Substrat (40% Bims, 30% Kieselgur, 10% Lavagrus, 20% Komposterde). Die topfe ich jetzt natürlich auch aus, untersuche die Wurzeln und unterziehe die Pflanzen auch der Badbehandlung.

Was würdet Ihr vorschlagen wenn ich bei den einzelnen Pflanzen, die schon im mineralischen Substrat waren, keine Wurzelläuse finde,soll ich dann ebenfalls das Substrat entsorgen? Die einzelnen Komponenten sind ja nicht wirklich preisgünstig und ich würde das alte Substrat gerne wieder verwenden (Kostengründe). Und es sind ziemlich große Töpfe, also viel Substrat.

2.Konzentration des zweiten Mittels für die "Badmethode"(Lizetan, falls noch erhältlich oder das Nachfolgeprodukt Careo)
So wie für die Gießanwendung empfohlen? Im Falle von Careo wäre das dann 60 ml /l Wasser. Finde ich ganz schön konzentriert!

Hierzu würde mich Eure Meinung interessieren.
@Frauke
Es ist das das Mittel "Schädlingsfrei Careo".
Gruß und Dank schonmal im Voraus
Michael

24

Freitag, 4. Oktober 2019, 21:18

Bereits beim geringsten Verdacht solltest du das alte Substrat auch entfernen - nicht, dass da ein Ei überlebt und du irgendwann in naher Zukunft das ganze Prozedere von vorne beginnen darfst. Solltest du dir ganz sicher sein, dass da nix drin ist, dann kann man über eine Wiederverwertung nachdenken. Oder du sterilisierst das Substrat im Backofen o.ä. Ab 60 °C zersetzt sich jegliches tierisches Eiweiß... Lieber ein bissl heißer und ein bissl länger, dann lebt da drin nichts Unerwünschtes mehr!

Übrigens im Idealfall das versuchte Substrat im Restmüll entsorgen. Man will ja nicht, dass die Biester wieder irgendwo landen und weiter Unheil anrichten.

Ansonsten würde ich solche Mittelchen immer streng nach der Herstelleranleitung verwenden. Die werden schon wissen warum sie was schreiben.

Viel Erfolg!
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


25

Samstag, 5. Oktober 2019, 12:01

Super Idee mit der Wärmebehandlung!
Ich habe am Arbeitsplatz die Möglichkeit in Brennöfen Temperaturen bis zu 900 °C zurealisieren, so viel soll's ja wohl nicht sein ;).
Jedenfalls kann ich das Substrat beliebig lange auf Temperatur halten, ich denke 100°C über 30 Minuten sollten allen Biester incl. Eiern und sonstigem den Garaus machen.
Wenn noch jemand Ideen, vor allem zur Dosierung der Mittel, hat, ich bin für jeden Tipp dankbar.

Gruß
Michael

26

Samstag, 5. Oktober 2019, 14:58

30 Minuten bei 100 Grad ist wohl 100%ig sicher. Da soll nochmal jemand was gegen alte Sachen Aufwärmen sagen! :thumbup:
Bei 900 Grad hast du vielleicht danach einen dicken Klumpen Substrat. ;)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


27

Montag, 7. Oktober 2019, 09:39

Wenn noch jemand Ideen, vor allem zur Dosierung der Mittel, hat, ich bin für jeden Tipp dankbar.


Hallo Michael,

kann Dir nur was zum Careo sagen, ist aber wschl. schon zu spät...
Ich hatte im Sommer ja Wollläuse, und habe mit dem Careo eine Spritz- sowie Gießbrühe hergestellt. Und mir kamen 60 ml auf einen Liter, vom Gefühl her, auch zu hoch konzentriert zum Tauchen vor. Ich kann mich noch erinnern, wie krass das geschäumt hat, als ich die Gießbrühe hergestellt habe.
Und dann die kleinen Schützlinge mitsamt Epidermis darin tauchen, hmmmm, ich weiß nicht.
Ich hatte eine Euphorbie ein paar Stunden in die niedriger konzentrierte Spritzbrühe gelegt, aber wie gesagt, es ging bei mir um Woll- und bei der Euphorbie noch zusätzlich um Schildläuse.

Wurzelläuse finde ich schlimmer und ich habe jetzt auch hin- und herüberlegt wie ich es machen würde an Deiner Stelle.
(Konzentration des Mittels im Tauchbad) aber ich bin zunächst auch zu keinem befriedigenden Schluß gekommen.

Da ich vielleicht auch eines Tages vor diesem Problem stehen werde habe ich mal bei der Firma Careo angerufen. Dort wurde mir nach Schilderung des Falles gesagt, dass 10 ml pro Liter Wasser ausreichend wären. Auch folgende Info ist vielleicht ganz interessant, der Herr am Telefon meinte, die Konzentration des Mittels richtet sich auch vor allem nach der Größe des Schädlings (das war mir auch noch nicht so ganz klar vorher). Und da Wolläuse ja eher kleinere Schädlinge sind wurde mir oben genannte Dosierung empfohlen.

Zu den anderen Mitteln kann ich nichts sagen. Aber vielleicht hilft Dir das ja auch weiter?

Ich glaube ich würde auch bei einem Mittel innerhalb einer Behandlungsserie bleiben, wegen Resistenzbildung und so. Da hatten wir ja auch mal die Diskussion und das habe ich jetzt daraus gelernt. Also einmal in Careo baden, dann eine Woche abtrocknen lassen, und dann wieder in Careo baden.

28

Montag, 7. Oktober 2019, 19:21

Hallo Diken,

Nein, es ist noch nicht zu spät und vielen Dank für Dein Engagement zu meinem Problem!
Ich bin gerade dabei die Pflanzen auszutopfen und die Wurzeln abzuspülen, habe also mit der Behandlung noch nicht angefangen. Und zuerst will ich ja die sanfte Methode anwenden.

Ich will zweistufig vorgehen:
1. Baden der Wurzeln in Neudosan und Promanal das ist die schonendste Methode, denke ich. Aber dann werden die Läuse eher mechanisch, durch Auflösen ihrer Schutzschicht, entfernt.
2. Baden in Ceraflor, davon verspreche ich mir dass der Wirkstoff von den Wurzeln und damit von der ganzen Pflanze aufgenommen wird und vielleicht dann auch prophylaktisch wirkt. Jedenfalls ist das die chemische Keule, das sehe ich auch so.
Jedenfalls will ich nur die Wurzeln behandeln, sprich tauchen, nicht die ganze Pflanze. Deshalb hoffe ich dass die Dosierung 60 ml/l Ceraflor zwar hoch aber für die Wurzeln ist, sie das aber auch überstehen.

Ich weiß auch nicht ob meine Theorie bzw. die ganze Behandlung erfolgversprechend ist, aber so will ich es versuchen.
Für weitere Ratschläge bin ich dankbar.
Gruß
Michael

29

Montag, 7. Oktober 2019, 21:10

Wenn du schon den Aufwand betreibst, dann würde ich auch komplett die Pflanzen in der Lösung baden... Sicher ist sicher.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


30

Montag, 21. Oktober 2019, 20:26

Hallo zusammen,
ich habe vor einer Woche die Tauch-Behandlung der Kakteenwurzeln mit Promanal und Neudosan durchgeführt, das ist ja die "schonendere" Behandlung ohne Gift zu sein, die wiederholt werden sollte.
Das war schon eine ziemliche Panscherei, viel Verschleppung der Tauchlösung in die Umgebung. Jetzt ist erst mal Trocknen der Wurzeln angesagt.

Mein Plan war ja, das ganze Procedere mit Careo zu wiederholen um sicherzustellen dass alle Läuse abgetötet werden. Doch wenn ich mir vorstelle das Tauchen mit einer Giftlösung zu wiederholen, dann habe ich schon so meine Bedenken bzgl. Selbstschutz und überhaupt Verteilung des Giftes in meinem Keller.
Meine Frage ist also:
Wie würdet Ihr die Wirkung eines zweimaligen Bades mit Promanal und Neudosan im Vergleich zu Promanal und Neudosan und nachfolgend Careo einschätzen. Lohnt sich der Aufwand bzw. das Risiko des Einsatzes von Careo?

Wenn ja zum Einsatz von Careo, würde ich das natürlich machen, schließlich will ich ja meine Pflanzen retten. Ich spreche hier von ca. 30, zum Teil ziemlich großen Kakteen mit dementsprechend großen Wurzelballen. Mir geht es einfach um die Frage, ob ich die ganze Panscherei mit Careo wiederholen soll.

Gruß Michael

31

Montag, 21. Oktober 2019, 21:32

Wieso wählst du nicht eine weniger aufwändige Zweitbehandlung mit Gift wie z.B besprühen?

32

Montag, 21. Oktober 2019, 22:08

...es geht ja um die Wurzelläuse die ich bekämpfen will. Diese Behandlung ist ja die aufwändigere, das Besprühen, das ich schon mehrere Jahre vor und während der Überwinterung durchgeführt habe, hat ja offensichtlich keinen Erfolg gebracht.
Und wenn ich es richtig verstanden habe ist ja der große Vorteil von Careo, dass die Pflanze diesen Wirkstoff aufnimmt und dann die vielleicht wieder auftretenden Läuse "selbst" bekämpfen kann. Also denke ich dass Baden der Wurzeln die richtige Anwendung ist.
Und ich meine auch dass die Wurzelläuse mein Problem sind, jedenfalls nach dem was ich nach dem Austopfen fand, war wirklich erschreckend.
Gruß
Michael

33

Montag, 21. Oktober 2019, 22:53

Neudosan ist ein reines Kontaktgift. Sollte bei einem Bad in der Brühe natürlich alles getroffen haben, aber man weiß ja nie... Careo dagegen wirkt systemisch, d.h. die Pflanze nimmt das Gift auf und vergiftet sich quasi selbst (ohne das sie selbst groß darunter leidet) und alles was danach an ihr saugt gleich mit. Insofern macht das erneute Tauchen mit Careo schon auch Sinn. Der zweite Tauchgang dient ja primär dazu alles zu töten, was evtl. die erste Behandlung im Ei-Stadium überlebt hat.
Sehe es so: Im besten Fall machst du das jetzt und dann nie wieder! Also Augen zu und durch und dann hast du hoffentlich für die nächsten Jahre deine Ruhe!
Draußen im Freien wäre natürlich besser. Mundschutz, Handschuhe, etc. sind Pflicht.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


34

Dienstag, 22. Oktober 2019, 19:46

...na dann werde ich wohl die chemische Keule mal rausholen!!
Ist eigentlich logisch was Shamrock sagt, ich hoffe nur dass die "Selbstversorgung" der Kakteen mit dem Gift auch während der Winterruhe klappt. Es war leider nicht möglich alle Reste von Erde von den Wurzeln zu entfernen, dann hätte ich die z.T. ziemlich kleinen Wurzelballen total zuerstören (auseinanderrupfen) müssen.

Dann werde ich also die Giftbehandlung, natürlich mit der entsprechenden PSA, durchführen.
Noch eine letzte Frage:
Soll ich vor der Giftbehandlung (Natürlich nach dem Abtrocknen der Wurzeln über 2 Wochen) noch ein zweites Baden in Promanal und Neudosan durchführen? Ich denke das wäre gut, bin mir aber nicht sicher ob ich die Pflanzen dann nicht zu sehr strapapziere.
Wäre schön wenn Ihr mir noch dazu antworten könntet.
Gruß
Michael

35

Dienstag, 22. Oktober 2019, 20:03

Der Wurzelballen saugt sich ja komplett voll, da sollte es nicht weiter stören, wenn noch etwas Substrat dranhängt.
Klar, soviel von dem Zeug verstoffwechselt der Kaktus jetzt nicht mehr, aber über die Wurzeln und die Epidermis wird er schon ausreichend von der systemischen Wirkung aufgenommen haben.

Wenn du dir ein weiteres Tauchbad antun willst, wüsste ich eigentlich nichts, was dagegen spricht. Schließlich ist ja immer noch geplant, dass du danach erstmal deine Ruhe vor den Biestern hast.
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Dienstag, 22. Oktober 2019, 20:19

Wobei ich ölhaltige Mittel wie u. a. Promanal (Paraffinöl) grundsätzlich nicht einsetzen würde.

37

Dienstag, 22. Oktober 2019, 21:00

Warum keine ölhaltigen Mittel? Leiden die Wurzeln darunter? Ich dachte das sei die schonendere Möglichkeit als die chemische Keule.

Gruß
Michael

38

Dienstag, 22. Oktober 2019, 21:11

Persönliche Erfahrungen kann ich ja zum Glück nicht beitragen, aber bei diesen Ölzeugs bin ich auch skeptisch. Ich weiß nicht wie sehr darunter die winzigen Stomata der Pflanzen leiden/verkleben.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


39

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 08:17

Warum keine ölhaltigen Mittel?
Aus dem von Matthias genannten Grund.

40

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 15:09

Hallo Michael,

eventuell kannst du auch die -> hier von mir aktualisiert beschriebene Methode anwenden und so auf einen weiteren Einsatz von Chemie verzichten.

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