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41

Donnerstag, 18. Februar 2016, 20:14

Ja, das sind Knospen bei den Pedios, Max. Das ist normal, sie werden bei dieser Art meist schon im Herbst angelegt!
Und die Tatsache, dass sie im Frühling als erste blühen macht neben den schönen zarten Blütenfarben einen Teil ihres sehr speziellen Charmes aus :love:
Nö, Schnee kommt keiner mehr - das Gefühl habe ich auch. Dann also einfach Gießwasser mit Dünger, den Kakteen wird das egal sein ;)
Aber ein bissl warte ich schon noch, der Wetterbericht ist noch nicht so toll!
Um die Eidechsen im eigenen Garten beneide ich dich, Max :thumbup: Und zum Glück können die bei Gefahr im Verzug die Schwänze einfach abwerfen - lieber hockt die Katze mit dummem Gesicht vor nem bloßen Schwanz während die Eidechse in Sicherheit ist :)

42

Donnerstag, 18. Februar 2016, 20:45

Eidechsen haben wir hier auch in großer Zahl - aber leider selten im Garten und schon gar nicht im ersten Stock auf dem Balkon.

Matthias - lebt eigentlich der kleine bruchii-Sprössling vom letzten Jahr noch? Und hattest du ihn im Winter auch draußen stehen?
Warum sollte er nicht mehr leben und wo sollte er sonst den Winter verbringen? Bis jetzt sieht er recht gut aus. Wobei ich bei Gymnos ja immer noch der Überzeugung bin, dass dauerhafte, zweistellig Minusgrade zuviel des Guten für sie sind. Die mögen schon die Erwärmung tagsüber lieber, wie sie es aus ihrer Heimat gewohnt sind. Aber das Thema hatten wir ja schon hier.


Merkwürdig - diese "Dinger" sind bei dir mal Frucht und mal Knospe........sehr interessant 8o Und ziemlich variabel, wie mir scheint.
Und vor allem seltsam mobil. Kaum sind sie da, sind sie auch schon wieder weg. Aber der Besuch war nach deinem letzten Beitrag einfach perfekt getimt!


um die mineralienreiche Schneeschmelze nachzuahmen
Ist Schnee wirklich mineralienreicher als herkömmlicher Regen? Ich bevorzuge eher das sanfte Wecken: Erst warm sprühen, dann angießen und dann erst die Dröhnung. Persönlich stehe ich auch nicht so drauf, wenn man mich mit der Holzhammermethode weckt. Aber das ist einfach Einstellungssache. Tom weckt ja beispielsweise auch gleich mit Dünger.


Ja, das sind Knospen bei den Pedios, Max. Das ist normal, sie werden bei dieser Art meist schon im Herbst angelegt!
Bei der Art oder bei der Gattung? ;)

Wie gesagt, bei mir halten die Pedio-Knospen den Status quo vom Herbst. Pediocactus knowltonii:

Die Cent-Münze als Größenvergleich am oberen Bildrand hätte ich mir auch sparen können... :wacko:

Und beim Pediocactus despainii schmücken sich auch schon die Ableger mit Knospen. Mit etwas Glück verschwindet er im Frühling unter einem Blütenmeer:


Lediglich bei der senilen Mama ist ein schneckenhafter Fortschritt der Knospen erkennbar:

Sind auch noch Knospen dazu gekommen. Als ich sie heute nochmals gezielt gesucht hab, konnte ich sie allerdings nicht mehr ausfindig machen.

Es hat zwar niemand "ja" gesagt, aber dann trotzdem mal so der Rest vom Balkon. Ein Kasten mit diversem, kleinbleibendem opuntioiden Zeugs (Grusonia, Pterocactus, Tephrocactus, Airampoa, Puna, etc.), dazu noch Gymnos, Echinocereen oder natürlich auch Pterocacteen:

Selbst ein Anacampseros, welches sich in einem Gymno-Topf selbst ausgesät hat, hat den Winter da draußen bisher schadlos überstanden. Was da so hängt ist lediglich die Blüte vom letzten Jahr.

Sowie das Regal mit dem Rest:

Die kriegen auch (fast) jeden winterlichen Sonnenstrahl ab.

Der Rest im Garten wurde jetzt einfach mal unterschlagen...

Bisher scheinen auch alle den Winter sehr gut überstanden zu haben. Lediglich das besagte Acanthocalycium violaceum leidet:

Der aktuelle Zustand betont zwar die auch so schon eindrucksvolle Bedornung zusätzlich, aber so sonderlich gesund sieht das nicht aus. Glaube aber dennoch, dass es im Frühling wieder in die Gänge kommen wird.
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


43

Donnerstag, 18. Februar 2016, 20:55

Glaube aber dennoch, dass es im Frühling wieder in die Gänge kommen wird.

Kann sein,dass das Foto nicht alles zeigt,aber von dem, was ich erkennen kann, erwarte ich im Frühling mal gar nichts mehr! Leider! ;(
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

44

Donnerstag, 18. Februar 2016, 20:56

Hallo,
die Gefahr bei den tw. recht frostharten Gymnos ist eigentlich die Februarzeit, wenn es tagsüber oft schon starke Sonne hat und dann die Pflanzen in Trieb kommen, durchfeuchten und es dann nochmal richtig drauffriert. Das passiert an den Standorten nie, denn die sind im argent. Winter knochentrocken. Hatte allerdings vor Jahren mal eine Schale mit G.andreae Sämlingen draußen vergessen und sie haben es locke 5 Winter ausgehalten, bis sie dann unbeobachtet unter der Traufe des Gewächshauses standen, feucht wurden, antrieben und der nächste Kahlfrost ihnen dann den Rest gab.
Tiefste Temperatur am G. bruchii Standort in La Falda ist übrigens bei - 15,4 Grad

VG
Gymnofan

45

Donnerstag, 18. Februar 2016, 20:58

Wieso niemand ja gesagt? Du warst doch beleidigt mit deinen Pedios.......
Bilder sind immer toll - und schon gleich das Update vom schicken neuen Kasten, Danke dafür :thumbsup:
Sieht alles super aus, beim Echinocereus rigidissimus staune ich, der verbrachte bei mir den Winter bislang im Keller. ......das sollte ich wohl mal ändern ;) Der Mini-bruchii war so lütt, es war ja nicht ohne Weiteres klar, dass er das packt, oder? Aber eigentlich hätte ich das bei dir wissen sollen ^^
Ich denke übrigens schon dass Tauwasser sehr mineralienreich ist.........immerhin sickert der Schnee beim Tauen durch mineralienreiche Schichten, da dürfte sich vor allem in hügeligem Gelände einiges ansammeln. Und ich mag ebenfalls sehr gerne mit einer Tasse duftenden Kaffees geweckt werden - warum dann nicht auch meine Kakteen 8o
Mal vorher sprühen ist allerdings ganz sicher nicht verkehrt..........wobei man das mit mir morgens nicht zu machen braucht.

Ich freue mich sehr aufs despainii-Blütenmeer :thumbsup:

46

Donnerstag, 18. Februar 2016, 21:02

.immerhin sickert der Schnee beim Tauen durch mineralienreiche Schichten,

.....was nützt das Durchsickern, wenn er vorher, unmineralisch, vom Himmel fällt. Wie kommen denn da die Mineralien in den Schnee?........oder krabbelt er, voll mineralisiert aus dem Boden und steigt nochmals als Flocke auf? 8o :wacko:
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Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

47

Donnerstag, 18. Februar 2016, 21:03

Ach ja, das Acanthocalycium. ....es sieht wirklich sehr angeschlagen aus :rolleyes: Andererseits leben Totgesagte bekanntlich länger - ich drücke auf alle Fälle die Daumen für diese tolle Pflanze :thumbup:

Die Gymnos bleiben bei mir im Frühbeet und werden nicht ausgepflanzt. Dann scheint zumindest diesen "harten Kerlen" der Winter draußen aber gut zu bekommen - ich glaube nicht, dass die bruchii andernfalls jetzt schon Knospen hätten!
Und bei deiner Mammillaria senilis müsstest du sonst auch mit dem Solarium arbeiten, Matthias ;)

48

Donnerstag, 18. Februar 2016, 21:12

Kann sein,dass das Foto nicht alles zeigt,aber von dem, was ich erkennen kann, erwarte ich im Frühling mal gar nichts mehr! Leider!
wenn es tagsüber oft schon starke Sonne hat und dann die Pflanzen in Trieb kommen, durchfeuchten und es dann nochmal richtig drauffriert;
das passiert an den Standorten nie, denn die sind im argent. Winter knochentrocken
Zu der Thematik verweise ich mal wieder auf diesen Thread: Totgesagte leben länger! (Frosthärte bei Gymnocalycien) - ich glaub schon, dass das Acanthocalycium wieder in die Gänge kommen KANN.
Und wenn auf dem überdachten Balkon nicht gerade ein Vögelein in den Gymnotopf pinkelt, dann stehen die hier auch knochentrocken - zumindest bis ich mal anderer Meinung sein sollte. ;)


Tiefste Temperatur am G. bruchii Standort in La Falda ist übrigens bei - 15,4 Grad
Und die Höchsttemperatur am Folgetag...? 20°C Plus oder noch mehr? ;)


beim Echinocereus rigidissimus staune ich, der verbrachte bei mir den Winter bislang im Keller
Der zählt bei mir zu den bedingt Frostharten, welche bei starkem Dauerfrost eben ins Teppenhaus umziehen dürfen. Wie geschrieben, das war diesen Winter gerade mal eine ganze Woche.


ich mag ebenfalls sehr gerne mit einer Tasse duftenden Kaffees geweckt werden
Eben, mit dem Duft von frischem Kaffee - und nicht mit dem Eimer Eiswasser im Gesicht.


was nützt das Durchsickern, wenn er vorher, unmineralisch, vom Himmel fällt. Wie kommen denn da die Mineralien in den Schnee?........oder krabbelt er, voll mineralisiert aus dem Boden und steigt nochmals als Flocke auf?
:thumbsup:
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


49

Donnerstag, 18. Februar 2016, 21:46

von frischem Kaffee - und nicht mit dem Eimer Eiswasser im Gesicht.

Ging es nicht um den Dünger im Wasser? Wasser wird bei mir immer temperiert verabreicht und nie direkt eiskalt aus der Zisterne. Wäre ja auch gemein ;)
Und die Geschichte mit den Schnee anhäufeln hat Max erzählt, wenn der nicht von der Seite aufs Freibeet fliegt werde ich ihn sicher nicht auf meine Kakteen packen.

Ich dachte immer, wenn größere (!) Mengen Schnee schmelzen ergibt das wie kleine Ströme, die dann Mineralien mit sich reißen. Und Kakteen wachsen ja oft an Hügeln und können davon profitieren........das gilt dann natürlich auch für sturzbachartige Regengüsse im Sommer, schon klar.
An den Weihnachtsmann (oder das Christkind oder den Osterhasen) glaube ich nicht mehr, also auch nicht an erneut hervorkrabbelnde und voll mineralisierte Schneeflöckchen 8o
Wobei die bildliche Vorstellung ihren eigenen Reiz hat......... ;)
Kann da vielleicht noch jemand eine wissenschaftlich genauere Antwort zum Thema Schneeschmelze geben?

Interessierte Grüße in die Runde,
Sabine

50

Donnerstag, 18. Februar 2016, 22:01

Kann da vielleicht noch jemand eine wissenschaftlich genauere Antwort zum Thema Schneeschmelze geben?

Wissenschaftlich? Nee!
An den Standorten steigen Mineralsalze durch Druck in höhere Schichten auf und werden den Pflanzen mittels Regen verfügbar gemacht.
In wieweit Du bei Dir aus den Tiefen der Töpfe Mineralsalze an die Substratoberfläche bekommst, entzieht sich meiner Kenntnis.
Die Schneeschmelze stellt sicher nur eine Form von Wasser dar, der Effekt sollte also bei Regen und Schnee gleich sein.
Sukkulentenfieber ist eine schwere Krankheit! Wer sich infiziert hat, ist nicht zu retten!
Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

51

Donnerstag, 18. Februar 2016, 22:41

An den Standorten steigen Mineralsalze durch Druck in höhere Schichten auf
Soweit es sich um aride Standorte handelt.

Sabine, es ging mir nicht um die Wassertemperatur, sondern um das Wecken mit Dünger. Ich finde das unsanft, eben wie der Eimer Eiswasser im Gesicht. Klingt so nach "Los! Aufwachen und Wachsen!!!". Bei mir gibt´s halt erstmal ein sanftes "Guten Morgen". Aber, wie geschrieben, Einstellungssache.
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52

Donnerstag, 18. Februar 2016, 22:44

Soweit es sich um aride Standorte handelt.

...was auf gut 70% der Standorte zutrifft! 8)
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Tom

53

Freitag, 19. Februar 2016, 09:33

Ich kann zwar bzgl. der Mineralisierung des Schnees keine Auskunft geben. Was Sabine allerdings meinte, dass der Schmelzvorgang bzw. der Abfluss des daraus resultierenden Wassers Mineralien mitreisst, erscheint plausibel. Eine andere positive Seite der Schneeanhäufung über unseren Kakteen ist m.M. der "Frostschutz", der bei starkem anhaltendem Frost, wenn es denn tatsächlich einen gäbe, resultiert. Zum andern dürfte der langsame Schmelzvorgang des Schnees im Frühling sich dann positiv auf die Pflanzen auswirken.
Die "Winterhärte" des E. rigidissimus kann ich ebenfalls bestätigen, denn diesen pflege ich bereits seit 5 Wintern im Freien (ebenfalls von Kiesling). Gleichfalls habe ich viele E. reichenbachii draussen stehen. Die überstehen das locker und blühen auch fleissig. Letztes Jahr, also im letzten Winter - und natürlich auch in diesem Winter - hat auch eine Rebutie zwangsläufig im Freien überwintert. Da hat sich irgendwann ein Rebutien-Samenkorn - obwohl ich nur 1 Rebutie besitze - in eine Echinocereen-Schale "verirrt" und daher lass ich die Pflanze dort und sie muss das Schicksal ihrer Umgebung teilen. Seh ich das richtig bzgl. der Mamm. senilis. Habt ihr die im Freien stehen? Wenn ja, dann muß ich mir heuer eine vom Kiesling besorgen :S :S .
Max

54

Freitag, 19. Februar 2016, 09:54

Was Sabine allerdings meinte, dass der Schmelzvorgang bzw. der Abfluss des daraus resultierenden Wassers Mineralien mitreisst, erscheint plausibel.

Die Schneeschmelze stellt sicher nur eine Form von Wasser dar, der Effekt sollte also bei Regen und Schnee gleich sein.

;)
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Hauptsache, der frühe Vogel säuft nicht meinen Kaffee!!
Tom

55

Freitag, 19. Februar 2016, 11:07

Lieber Tom, ich schrieb aber auch das hier:
........das gilt dann natürlich auch für sturzbachartige Regengüsse im Sommer, schon klar.


Ich habe eben mal einen Standort von Pediocactus simpsonii beispielhaft herausgepickt. Er wächst also unter anderen im Gunnison, Colorado. Dort herrscht Steppenklima und das ganze Jahr über eine Niederschlagsmenge von 260 mm. Wenn man bedenkt, welche Schneemassen dort teilweise im Winter sind (Colorado ist ein gigantisches Skigebiet!), dürfte also ein großer Teil dieses Niederschlags in der kalten Jahreszeit als Schnee fallen. Und der schmilzt im März ziemlich plötzlich - außerdem kommt dort noch dazu, dass der März ohnehin der niederschlagsreichste Monat ist. Das bedeutet, dass die Pedios dann im März auf einmal soviele Wassermassen zu sehen bekommen wie den Rest vom Jahr vielleicht nicht mehr und dieser große Wasserfluss dann durchaus viele Mineralien mit sich reißen kann. Oder habe ich da so falsche Vorstellungen? Sonst muss ich wohl mal im März/April nach Nordamerika reisen, das hätte den doppelten Vorteil, dass ich diese Kleinode vielleicht am Standort in Blüte bewundern darf ;)

Letztlich ist es egal - ich glaube fast, unseren Kakteen hier in Kultur ist es relativ wurscht wie sie nun im Detail geweckt werden. Ich habe allerdings eine andere Vorstellung als Matthias - bei mir ist da eben Dünger im Wasser und das ist eher so wie: "Guten Morgen! Hier habe ich dir schon mal einen Kaffee und ein Brötchen falls du gleich Hunger bekommen solltest!" ^^

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sabine1109« (19. Februar 2016, 11:22)


56

Freitag, 19. Februar 2016, 11:18

Was Sabine allerdings meinte, dass der Schmelzvorgang bzw. der Abfluss des daraus resultierenden Wassers Mineralien mitreisst, erscheint plausibel.
Wobei in unseren Sammlungen das Schmelzwasser selten einen Hang hinabfließt, bevor es auf unsere Kakteen trifft... Beim Rest bin ich voll und ganz bei dir.

Echinocereus reichenbachii verfügt über ein immens großes Verbreitungsgebiet. Bei den nördlichen Populationen sollte eine entsprechende Winter- oder jedenfalls Frosthärte kein Problem darstellen, bei den südlichen sollte man wohl deutlich vorsichtiger sein. Mein Exemplar jedenfalls überwintert seit Jahren völlig problemlos als frosthart.

Die Mammillaria senilis ist so ein eigenes Kapitel, ganz für sich... :wacko: Vogelfallen in der KuaS und Anderes Im Winterquartier hat die zaghafte Wintersonne nie für eine Blütenbildung gereicht, seither überwintert sie draußen und dieses Jahr scheint es ja auch endlich mit den Blüten zu klappen. 8o Allerdings gehört auch die zu den bedingt frostharten, welche im Bedarfsfall ins Treppenhaus umziehen.

Zum Wecken mit Dünger nur noch ganz kurz am Rande: Die hochsensiblen Saug/Haarwurzeln sterben während der Winterruhe komplett ab. Zumindest gehe ich mal davon aus. Klar, bei Wassergaben werden die auch sehr schnell neu gebildet, da sie ja absolut Überlebensnotwendig sind. Ich kann mir vorstellen, dass eine Düngerkonzentration für die Bildung nach der Winterruhe nicht unbedingt förderlich ist, bzw. dass der Dünger erstmal gar nicht aufgenommen werden kann, da diese Wurzeln erst gebildet werden müssen und das Wasser erstmal elementarer ist. Möglich, dass in dieser heiklen Phase der Dünger im Wasser erstmal kontraproduktiv ist. Ist aber auch nur eine persönliche Theorie. Kakteen sind harte Extremisten und Opportunisten - schon gut möglich, dass die gleich alles nehmen was sie kriegen können. ;)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


57

Freitag, 19. Februar 2016, 12:27

.....Düngerkonzentration für die Bildung nach der Winterruhe nicht unbedingt förderlich ist, bzw. dass der Dünger erstmal gar nicht aufgenommen werden kann, da diese Wurzeln erst gebildet werden müssen und das Wasser erstmal elementarer ist.
Das sehe ich auch so, düngen vor dem "Sichanfüllen mit Wasser" erscheint mir nicht so günstig. Im übrigen denke ich, trägt man zur Versalzung des Substrats bei :?: . Danke für den Hinweis bzgl. der Mamm. senilis, ich hatte so eine einige Jahre im GWH - absichtlich auf der hellsten und kältesten Ecke (im Winter). Leider blühte sie nur 1x und ich denke, ihr hat das GWH-Klima nicht gepasst. Leider ging sie dann irgendwann ins Kakteen-Nirwana ein. Aber nun hab ich "Blut gerochen" und ich will's nochmal i.R. meiner Freiland-Kultur versuchen. H. Kiesling preist sie ja auch als bedingt winterhart an. Wir waren letztes Jahr bei ihm und ich war kurz davor, eine zu kaufen :rolleyes: . Aus Platzgründen hab ich mir das dann verkniffen. Aber irgendwie findet man ja immer noch ein kleines Fleckchen, wo's passt, oder nicht?
Max

58

Freitag, 19. Februar 2016, 12:45

Wenn meine Mammillaria senilis nicht schon eh so groß wäre, hätte ich jetzt fast gesagt, dass du sie nach der Blüte (sofern´s denn klappt - bin da nach dieser langen Zeit sicherheitshalber immer noch etwas skeptisch...) gerne haben kannst... Ich gehe fast mal davon aus, dass die diesjährige Blüte eher ein Einzelfall bleiben wird, weil´s im Herbst und zum Winterbeginn so sonnig war.
Was ich zu der mittlerweile an wohlgemeinten Kulturtipps bekommen hab, geht auf keine Kuhhaut mehr! Mein Blutriechen wäre nach einer erfolgreichen Blüte erstmal befriedigt... ;)
Viele sagen, dass man sie eh nur im GWH zum Blühen bekommt. Seltsamerweise blüht sie bei manchen alljährlich überreich, während viele andere aber auch das große Problem haben, sie überhaupt zur Blüte zu bekommen. Im Normalfall würde ich sagen, dass verschiedene Klone im Umlauf sind und manche eben blühwillige Gene haben, während andere dagegen eher sprossfreudig und blühfaul sind. Aber meine stammt aus der Aussaat einer netten Dame, bei welcher die verbliebenen Geschwister auch jeden Frühling munter um die Wette blühen.

Mit H. Kiesling meinst du wahrscheinlich M. Kießling. ;) Zu dem muss ich unbedingt auch irgendwann mal - dummerweise hat der nur so viel, was genau meinem Beuteschema entsprechen würden. Da ist ein Börsenbummel für die angespannte Platzsituation deutlich ungefährlicher... :wacko:
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59

Freitag, 19. Februar 2016, 16:05

Nur kurz der Vollständigkeit halber: Die angeregte aber doch etwas vom eigentlichen Thema abgedriftete Diskussion zum Kießlings Michel geht jetzt hier weiter: Diskussion zum Kakteenhändler Michael Kießling ;)
"Man vermeide, wenn man sich schon mit Kakteen befassen will, jede Art von Humor und Toleranz." - Glossen-Autor aculeatus in der Stachelpost 1969


60

Freitag, 19. Februar 2016, 16:26

Was ich zu der mittlerweile an wohlgemeinten Kulturtipps bekommen hab, geht auf keine Kuhhaut mehr!

ich denke, dass diese Pflanze ein äusserst großes "Sensibelchen" ist, wo sich geringe (negative) Einflüsse sofort auf die Blühfähigkeit bzw. Knospenbildung auswirken. Aber sie ist auch eine große Schönheit (insbesondere wenn sie tatsächlich blüht, aber auch bzgl. des Pfl.-Körpers), auf die man nur ungern verzichten will :) .
Max